Titel wieder nach Wetzlar

Nachwuchs

In der B-Jugend Oberliga konnte die HSG Wetzlar den Erfolg vom letzten Jahr wiederholen und darf sich auch nach der Spielzeit 2013/2014 Hessenmeister nennen.

Mit einem ungefährdeten 32:16-Erfolg über den GSV Eintracht Baunatal bringen die Wetzlarer die Meisterschaft unter Dach und Fach. Der direkte Verfolger und Sportkreisnachbar TV 05/07 Hüttenberg verabschiedete sich mit einem eindrucksvollen 40:21-Sieg beim Tabellendritten SG Rot-Weiß Babenhausen aus der Saison 2013/14 und liegt in der Endabrechnung lediglich zwei Punkte hinter dem Meister, dem er als einzige Mannschaft der Liga eine Niederlage beigebracht hat.

Das unausgesprochene Saisonziel der HSG Wetzlar konnte mit der Verteidigung der Hessenmeisterschaft erreicht werden. Bis auf eine Niederlage beim TV Hüttenberg am vorletzten Spieltag gaben sich die Schützlinge von Jochen Beppler keine Blöße und nahmen die restlichen Gegner zumeist nach allen Regeln der Kunst auseinander. Es war eine ganz klare Zweiklassengesellschaft, denn bis auf Hüttenberg konnte kein Gegner nur ansatzweise den Grün-Weißen das Wasser reichen. Die Begegnungen mit dem TVH ausgenommen, fiel der »knappste« Sieg mit neun Toren Differenz aus, was eine klare Sprache spricht. Man kann demnach mit Fug und Recht behaupten, dass die HSG Wetzlar sich in 14 Spielen für einen echten Prüfstand warmgeworfen hat, und der heißt in diesem Jahr Deutsche Meisterschaft.

Doch erst einmal musste der Großenritter Sportverein aus Baunatal geschlagen werden, was sich zunächst als nicht ganz so einfach gestaltete. Die Nordhessen überrumpelten die Gastgeber ein wenig und gingen direkt mit 3:1 in Front. »Wir haben zu Beginn die Zweikämpfe verloren, was zu Strafwürfen führte«, lautete die kurze Analyse von HSG-Athletiktrainer Daniel Textor. Erschwerend kam hinzu, dass die Abpraller meistens in den GSV-Händen landeten. 

Nichtsdestotrotz zeichnete sich schon im Laufe der ersten Hälfte ab, dass Baunatal gegen die überragende individuelle Klasse der Heimsieben wenig Chancen haben wird. Nach Wiederanpfiff stellten die Gäste von einer 3:2:1-Deckung auf eine 6:0-Variante um, was jedoch auch nicht von übermäßigem Erfolg gekrönt war, da Wetzlar auch auf die defensivere Formation die richtigen Lösungswege fand. Mit einer hohen Konsequenz im Abschluss setzte sich die HSG Wetzlar Tor um Tor ab und schraubte den Vorsprung mal wieder in die Höhe.

»Nach der Niederlage gegen Hüttenberg haben wir die richtigen Rückschlüsse gezogen und die passende Antwort gefunden«, lautet die nüchterne Bilanz des HSG-Trainers nach dem Gewinn der Hessenmeisterschaft seiner Mannschaft. Mit diesem qualitativ stark besetzten Kader ist den Spielern um Lukas Gümbel auch in Sachen Deutsche Meisterschaft einiges zuzutrauen.

Stenogramm:

HSG Wetzlar: Stroh, Klimpke; Gümbel (5), Müller, Heuer (4), Jonas Leger (5), Bremond (2/2), Kolb (9), Salamanca, Schwalbe (6), Bechert, Maximilian Leger (1).

Quelle: Gießener Anzeiger 11.03.2014