Toller Einstand beim Heide-Cup: HSG Wetzlar siegt klar über Saporozhye!

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen gewinnen gegen ukrainischen Meister mit 27:20 (13:8) - Joao Ferraz nach Foul zur Kiefer-Untersuchung ins Krankenhaus - Benjamin Buric hält stark!

Die HSG Wetzlar ist mit einem sicheren Sieg in den Heide-Cup gestartet. Der Vorjahresfinalist besiegte Champions-League-Teilnehmer HC Motor Saporoshje mit 27:20 (13:8). Bester Werfer der Mittelhessen war Maximilian Holst mit acht Toren, doch auch Torwart Benjamin Buric überzeugte mit einer guten Leistung. Wermutstropfen war indes die Verletzung von Joao Ferraz (Kiefer), der derzeit noch untersucht wird. Für Saporoschje trafen Alexander Shevelev und Iurii Kubatko je dreimal. 

Die HSG Wetzlar begann mit Neuzugang Benjamin Buric im Tor und musste nach einem guten Start bereits früh einen Rückschlag verkraften: Linkshänder Joao Ferraz musste verletzt ausgewechselt werden. Für ihn kam Vladan Lipovina in den Angriff. Philipp Weber und Philipp Pöter komplettierten den Rückraum. Größenmäßig war die HSG den körperlich starken Ukrainern unterlegen, glich dies jedoch durch ein schnelles Spiel des Balles und eine höhere Beweglichkeit aus. Der schön in Szene gesetzte Jannik Kohlbacher erhöhte mit einem Doppelback auf 5:3 (11.) 

Während Wetzlar immer wieder Lücken in die gegnerische Defensive reißen konnte, tat sich der Champions-League-Teilnehmer noch extrem schwer. Im Vergleich zu der HSG wirkten die Motor-Spieler unbeweglich und es fehlte noch an Abstimmung in der Abwehr. Evars Klesniks nutzte das aus und erhöhte auf 7:3 (15.) und Mykola Stepanets legte die Auszeit. Um für neuen Druck im Angriff zu sorgen, brachte er Stanislav Zhukov für Sergii Burka.

Die mangelnde Effektivität des Champions-League-Teilnehmers blieb jedoch weiterhin ein Problem: Buric nahm den Ukrainern allein in der ersten Halbzeit drei Siebenmeter ab und durch eine aggressive Defensive verbunden mit einem guten Blockspiel stellte die HSG den Gästen aus Saporoshje offensiv vor eine Herausforderung. Barys Pukhouski konnte erst in der 19. Spielminuten - nach neun torlosen Minuten - das nächste Mal einnetzen: Er verkürzte den Rückstand auf 4:9. 

Kai Wandschneider begann nun ebenfalls, durchzuwechseln und brachte FIlip Mirkulovski und Anton Lindskog. In der neuen Zusammenstellung verlor auch Wetzlar seine Linie und leistete sich einfache Fehler. Der ansonsten treffsichere Kohlbacher scheiterte freistehend an Victor Kireev, nachdem die HSG bereits in den Minuten zuvor zwei Angriffe überhastet - und torlos - abgeschlossen hatte. Erst Maximilian Holst erlöste seine Mannschaft mit einem Gegenstoßtor zum 11:6 (26.). Bis zur Halbzeit blieb der Vorsprung konstant, es ging mit 13:8 in die Kabine. 

Nach Wiederanpfiff hatte Wetzlar zu seiner Linie zurückgefunden und verkaufte sich weiterhin stark. Holst baute den Vorsprung auf 17:10 (37.) aus und nach dem 21:13 nahm Stepanets eine gute Viertelstunde vor dem Ende die nächste Auszeit. Dass die Ukrainer inzwischen die Deckung umgestellt hatten und in einer sehr offensiven 3:2:1-Formation agierten, um die Kreise des Wetzlarer Rückraums einzuengen, brachte die HSG nicht aus dem Konzept. 

Wandschneider nutzte den deutlichen Spielstand vielmehr, um weiter zu rotieren. Er gönnte Kohlbacher eine Pause und brachte zudem Fabian Kraft und Tobias Hahn auf den Außenbahnen in die Partie. Über 23:14 setzte sich die HSG in der Schlussphase so immer weiter ab - und das trotz einiger vergebenen Chancen. Das 26:15 (55.) ging schließlich auf das Konto von Lipovina, der die Lücken in der ukrainischen Formation nutzte und in der Mitte durchbrach. Am Ende siegte Wetzlar mit 27:20.

Stenogramm HSG Wetzlar:

Nikolai Weber, Buric; Kneer (3), Lipovina (3), Björnsen (1), Pöter (2), Ferraz, Mirkulovski, Philipp Weber (1/1), Holst (8/3), Kraft, Hahn (2), Klesniks (1), Lindskog, Kohlbacher (6).

Quelle: www.handball-welt.de