Torhüter Nikola Marinovic verlässt HSG Wetzlar zum Saisonende!

DKB Handball-Bundesliga

Österreichischen Nationalspieler zieht es nach Saisonende mit Familie in Richtung Süddeutschland

Torhüter Nikola Marinovic wird ab der kommenden Saison nicht mehr das Tor der Handball-Erstligisten HSG Wetzlar hüten. Nach intensiven Gesprächen mit der Vereinsführung lehnte der 36jährige ein Angebot des aktuellen Tabellenfünften für eine Vertragsverlängerung ab. „Wir haben ‚Bobby‘ ein für uns wirtschaftlich vertretbares Angebot unterbreitet und hätten es natürlich gerne gesehen, wenn er auch in der nächsten Saison das Trikot der HSG Wetzlar getragen hätte“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. „Leider hat er sich aber dagegen entschieden. Letztlich haben allen voran familiäre Gründe den Ausschlag gegeben, dass Nikola Marinovic uns zum Ende der Saison verlassen wird.“

Den Familienvater zieht es offenbar in Richtung Süden der Republik. „Ich fühle mich bei der HSG Wetzlar sehr wohl und es ist mir schwer gefallen, dass Angebot des Vereins abzulehnen, das, anders als es kolportiert wird, absolut in Ordnung und gut begründet war“, so Nikola Marinovic. „Ein entscheidender Punkt zu Wechseln war für mich die Möglichkeit im Sommer gemeinsam mit meine schwangeren Frau und unserer Tochter wieder näher in Richtung Familie zu ziehen. Die Eltern meiner Frau wohnen im Allgäu und ich spiele für Österreich – beides ist dann nicht allzu weit entfernt.“

Nikola Marinovic ist nach den Müller-Zwillingen der dritte Spieler, der die Grün-Weißen nach Saisonende verlassen wird. „Das Los unseres derzeitigen Erfolges ist, dass unsere Spieler mit ihren guten Leistungen natürlich Aufmerksamkeit erzeugen und sich für Clubs, die finanziell andere Möglichkeit als wir haben, interessant machen“, weiß Björn Seipp. „Unsere Aufgabe als Verantwortliche der HSG Wetzlar ist es, unseren Club wirtschaftlich solide und mit dem nötigen unternehmerischen Weitblick zu führen. Wir sind immer noch dabei Themen der Vergangenheit zu lösen. Auch deshalb heißt es verantwortungsvoll mit den von unseren Sponsoren zur Verfügung gestellten Geldern und Einnahmen umzugehen. Wir können eben nur das Geld ausgeben, was der Etat der kommenden Jahre zulässt und danach richten wir uns auch bei der Suche nach neuen Spielern, die unsere Abgänge ab Sommer sportlich und menschlich adäquat ersetzen sollen.“

Hier geht´s zum Spielerportrait: Nikola Marinovic