„Unsere stillen Stars!“ – Ausgabe II: Mannschaftsarzt Frank Thiel

DKB Handball-Bundesliga

„Die Dynamik beim Handball ist unglaublich!“

Der Grund für sein Engagement bei der HSG Wetzlar sei gewesen, sagt Frank Thiel, sein Steckenpferd Sport noch stärker in seinen Alltag aufzunehmen und spannende Einblicke ins professionelle Sportgeschäft zu bekommen. Der zeitliche Mehraufwand, so der Allgemeinmediziner weiter, habe sich dabei voll und ganz gelohnt. „Die enge Zusammenarbeit mit den Spielern macht großen Spaß. Wenn man Zeit mit den Jungs verbringt, hat man nicht das Gefühl, als wäre man bei der Arbeit“, erklärt Thiel, der seit gut einem Jahr im Team der Mannschaftsärzte der HSG Wetzlar ist und sich zusammen mit dem Orthopäden Marco Kettrukat und dem physiotherapeutischen Team um Reinhold Roth um das körperliche Wohl der grün-weißen Akteure kümmert. Der Kontakt zur HSG Wetzlar kam dabei durch Kollege Kettrukat zustande, den Thiel schon seit Studientagen kennt.

Bei den Spielern ist Thiel durch seine Kompetenz, aber auch lockere Art sehr beliebt und wurde schnell in die verschworene Gemeinschaft aufgenommen. „Ich bin damals von jeglicher Seite sehr freundlich und positiv empfangen worden und habe mich sehr schnell wohlgefühlt. Der freundschaftliche, aber auch professionelle Umgang zwischen den einzelnen Personen der HSG Wetzlar macht es einem sehr einfach, sich willkommen zu fühlen und dementsprechend auch gute Arbeit abzuliefern“, betont Thiel, der seine eigene Praxis mit Schwerpunkt Sport in Solms betreibt und bereits für den SC Waldgirmes und den FC Burgsolms im Amateurbereich Fußball gearbeitet hat.

Am Handball aber fasziniert Thiel besonders das hohe Tempo und die unglaubliche Dynamik, mit der die Spiele ablaufen. „Wenn man Spielfeldrand sitzt und das Geschehen hautnah mitbekommt, dann ist das immer wieder beeindruckend“, schildert der 50-jährige Familienvater, der die Zeit an der Seitenlinie jedes Mal wieder genießt, immer dann, wenn er gebraucht wird, aber voll konzentriert zur Stelle ist. Gott sei Dank, so Thiel, habe er aber noch keine schwerwiegenderen Verletzungen behandeln müssen.