„Vielleicht ist ja wieder was drin für uns“

DKB Handball-Bundesliga

Philipp Müller geht hochmotiviert in die schwere Auswärtsaufgabe bei der Top-Mannschaft aus Flensburg und sieht seine Mannschaft nicht chancenlos.

Die Pressestelle der HSG Wetzlar führte im Rahmen des Auswärtsspiels bei der SG Flensburg/Handewitt ein Interview mit unserem „Rückraumshooter“ Philipp Müller. Der Halblinke der Grün-Weißen stand Rede und Antwort zum Saisonverlauf seiner Mannschaft, zu den kommenden Aufgaben und wer sein größter Kritiker innerhalb des Teams ist.

HSG: Wie zufrieden bist du mit dem bisherigen Saisonverlauf?

P. Müller: "Wir können alle sehr zufrieden sein mit dem Saisonverlauf. Ich glaube keiner hat damit gerechnet, dass wir im März mit 24 Punkten auf Platz 7 stehen. Vor allem die Hinrunde lief sehr gut für uns und an diese Leistung müssen wir wieder anknüpfen."

HSG: Was macht die Mannschaft diese Saison so stark?

P. Müller: "Ein Erfolgsgarant war die kompakte Abwehr, die oft unterstützt wurde von einer guten Torhüterleistung. In der Offensive konnten wir des Öfteren über unsere 1. und 2. Welle einfache Tore erzielen. Uns ist aber klar, dass wir trotz des Erfolges noch Steigerungsmöglichkeiten besitzen."

HSG: Wie schätzt du das Spiel bei der SG Flensburg/Handewitt ein?

P. Müller: "Flensburg ist immer eins der Highlights in der Saison. Die Kampus-Halle ist für ihre klasse Stimmung und ihre euphorischen Fans bekannt, was es einer Auswärtsmannschaft immer schwer macht. Es wird eine sehr schwierige Partie, da die SG schnellen Handball spielt und über eine gute Abwehr verfügt. Wir haben aber in den letzten Jahren immer ganz  gut ausgesehen in Flensburg und vielleicht ist ja wieder was drin für uns."

HSG: Was erhoffst du dir vom weiteren Saisonverlauf?

P. Müller: "Oberstes Ziel ist es das Niveau zu halten auf dem wir uns zum größten Teil der Spielzeit bewegt haben. Wir wollen uns von Spiel zu Spiel steigern und somit weitere Schritte nach vorne machen."

HSG: Wie ist es mit dem eigenen Zwillingsbruder in einer Mannschaft zu spielen?

P. Müller: "Einerseits ist es schön einen im Team zu haben, mit dem man sich blind versteht und mit dem man die selbe Motivation und Ansichten teilt. Andererseits ist Michael auch mein größter Kritiker, was aber auch gut ist, da die Kritik vom Bruder doch eine andere ist als wenn du sie vom Trainer oder einem Mitspieler erhälst."

HSG: Was kann Michael Müller noch von Philipp Müller lernen?

P. Müller: "(lacht) Das ist schwierig zu sagen, da es ja mein ältere Bruder ist. Das einzige was mir jetzt einfallen würde ist Rechnungswesen aus dem Gebiet der BWL."

HSG: Wo siehst du dich in fünf Jahren?

P. Müller: "Hoffentlich immer noch auf dem Handballfeld. Wo das sein wird, kann ich jetzt nicht sagen aber die Hauptsache ist, dass ich gesund bleibe."