Wandschneider: „Echte Herausforderung“

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar erwartet morgen den VfL Gummersbach - Partie erneut restlos ausverkauft

Die Saison in der DKB Handball-Bundesliga neigt sich langsam dem Ende zu. An der Spitze scheinen sich die Fronten durch die Patzer von Kiel und Flensburg unter der Woche langsam zu klären, im Mittelfeld dagegen trennen die Teams nur wenige Punkte. „Wir wollen möglichst eine gute einstellige Platzierung zum Saisonende erreichen, da dürfen wir zu Hause keine Punkte mehr abgeben und müssen auch von auswärts unbedingt wieder mal etwas Zählbares mitbringen“, verkündete HSG-Trainer Kai Wandschneider die Zielvorgabe für die letzten noch ausstehenden Partien.

Dabei wartet am Samstag mit dem VfL Gummersbach ein schwerer Gegner auf die Grün-Weißen. Gummersbach befindet sich aktuell zwei Plätze hinter Wetzlar auf Rang neun, musste zuletzt beim 21:33 gegen die Rhein-Neckar Löwen zwar eine hohe Niederlage einstecken, konnte aber in der Woche davor mit dem 31:21 in Leipzig auch einen beeindruckenden Sieg verbuchen.

Die Wetzlarer, die unter der Woche fleißig das Video vom VfL-Sieg in Leipzig studiert haben, erwartet ein disziplinierter und physisch starker Gegner, der die Vorgaben von Trainer Kurtagic exakt umsetzt. Den Gästen aus dem Oberbergischen ist es bei der Mannschaftszusammenstellung gelungen, ein Team aus Routiniers und jungen, entwicklungsfähigen Spielern zusammen zu stellen. Wie die HSG Wetzlar hat auch der VfL mit Carsten Lichtlein, Simon Ernst und den in letzter Zeit sehr starken Julius Kühn drei Europameister in seinen Reihen. Zuletzt berief Bundestrainer Sigurdsson mit Evgeni Pevnov, der die verletzten Kreisläufer Erik Schmidt und Jannik Kohlbacher vertrat, sogar einen vierten Gummersbacher in seinen Kader.

HSG-Trainer Wandschneider vermutet, dass vor allem das Torhüterduell der Nationalkeeper "Lichtlein vs. Wolff" von entscheidender Rolle sein könnte: „Carsten bot im Hinspiel, das wir 24:29 verloren haben, eine ganz starke Leistung.“ Die jüngste 20:23-Niederlage in Berlin scheinen die Wetzlarer Jungs gut verdaut zu haben, Wandschneider sah dort sogar positive Ansätze, die er gerne mit in die Partie gegen Gummersbach nehmen möchte: „Die Abwehrarbeit in Berlin war richtig gut, wir haben uns leider nicht dafür belohnt, da uns die einfachen Tore aus dem Tempogegenstoß oder der zweiten Welle gefehlt haben.“

Die Gäste müssen auf Raul Santos und auf den Ex-Wetzlarer Kevin Schmidt verzichten, der mit einem Muskelfaserriss ausfällt. Wandschneider zählt gegen die auswärtsstarken Gäste (schon 13 Zähler in der Fremde) vor allem auf die erneut ausverkaufte Rittal Arena: „Unser fantastisches Publikum wird der Mannschaft nochmal einen Ruck geben. Wir haben die Power, auch dieses Mal in der Rittal Arena zu siegen.“