Wandschneider fordert „60 Minuten Vollgas“ von Spielern und Fans!

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar empfängt im letzten Heimspiel des Jahres GWD Minden in Rittal Arena – Partie restlos ausverkauft!

Im letzten Heimspiel des Jahres 2014 wollen die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar sich mit einem Sieg von ihrem enthusiastischen Zuschauern verabschieden. Am Dienstagabend empfangen die Grün-Weißen das Team von GWD Minden, um den gebürtigen Dutenhofener Aljoscha Schmidt, in der Rittal Arena. Anwurf der ausverkauften Partie ist um 20.15 Uhr. Geleitet wird das Duell der beiden Traditionsclubs von den DHB-Elitekader-Schiedsrichtern Andreas und Marcus Pritschow. Die Spielaufsicht hat Ralf Damian.

HSG-Trainer Kai Wandschneider hebt vor der Partie mahnend den Zeigefinger. „Minden hat eine sehr erfahrene und starke Mannschaft, die ähnlich wie wir seit Saisonbeginn mit etlichen verletzungsbedingten Ausfällen zu kämpfen hatte und deshalb sicherlich etwas hinter den eigenen Erwartungen zurückhängt“, so der Coach. „Trotz unseres Heimvorteils sehe ich für das Spiel keinen Favoriten! Wir müssen vor Minden mächtig auf der Hut sein und wer aufgrund des Hinspiels und der derzeitigen Tabellenkonstellation denkt, dass die Partie einfach wird, der macht einen großen Fehler. Ich werden an meine Mannschaft eindringlich appellieren am Dienstagabend noch einmal alle Kräfte und Konzentration zu mobilisieren, damit es kein böses Erwachen gibt – so wie im Heimspiel der vergangenen Saison als wir nach einer Serie von Siegen verloren haben. Auch unsere Fans sollten wissen, dass es nur mit Vollgas über 60 Minuten geht. Die Ergebnisse gegen Flensburg oder in Lemgo zählen nur, wenn wir auch Minden schlagen!“

Zu Saisonbeginn hatten die Mittelhessen bereits gezeigt, wie man gegen die Ostwestfalen erfolgreich sein kann. Am 1. Spieltag konnten die Fäth, Balic & Co. einen überzeugenden und in der Höhe verdienten 30:24-Auswärtserfolg in der Kampa-Halle feiern. „Das war eine tolle Leistung, an die wir morgen Abend anknüpfen wollen“, so Wandschneider, der nach derzeitigem Stand bis auf Maximilian Holst (Kreuzbandriss) alle Mann an Bord haben wird. „Minden hatte in diesem ersten Heimspiel der Saison den Druck des Gewinnen-Müssens. Das hat man damals deutlich gemerkt! Diesmal werden sie aufgrund der Tabellenkonstellation sicherlich auch nicht unbelastet aufspielen können, das müssen wir zu unseren Gunsten nutzen! Dass unsere Mannschaft das Potential hat, um Minden auch ein zweites Mal zu schlagen, steht außer Frage! Wir dürfen uns nur keine Schwächephase erlauben und müssen von Beginn an hellwach und aggressiv sein – anders als zuletzt in Gummersbach oder Lemgo. Ein Heimsieg gegen Minden und die damit verbundenen Punkte 19 und 20 wären ein tolles Weihnachtsgeschenk für uns – aber noch liegen 60 ganz schwere Minuten vor uns!“ 

Mit 12:26-Punkten steht GWD Minden, das mit Schmidt, Doder, Eijlers, Buschmann, Niemeyer, Kozlina, Oneto und Svitlica zahlreiche national und international erfahrene Spieler aufbieten kann, derzeit auf dem 16. Tabellenplatz, einem Abstiegsrang. In fremder Halle konnten die Schützlinge von Trainer Goran Perkovac in dieser Saison erst einmal Zählbares mitnehmen – beim 26:23-Derbysieg beim TuS N-Lübbecke am 2. Spieltag. Auch das Rückspiel gewannen die Ostwestfalen am vergangenen Wochenende gegen den TuS mit 29:27 und verschafften sich somit neues Selbstvertrauen. „Wir müssen höllisch aufpassen“, weiß deshalb auch HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. „Das Spiel gegen Minden ist alles andere als ein Selbstläufer! Solche Spiele gibt es für uns sowieso nie, gegen keinen Gegner in der Bundesliga, was wir zuletzt erst leidvoll gegen Bietigheim erfahren mussten. Es ist ein Vier-Punkte-Spiel für uns! Mit einem Heimsieg könnten wir den Abstand zu den Abstiegsrängen auf acht Punkte vergrößern. Das, und nur das, muss unser aller Ziel sein!“