Wandschneider: "Gegen Coburg zählt weder was war noch kommt, sondern nur ein Sieg!"

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DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar empfängt am Mittwochabend Aufsteiger aus Franken in der Rittal Arena - Mittelhessen wollen mit Heimsieg in die Erfolgsspur zurückkehren - Joao Ferraz fällt weiterhin aus

Für die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar steht am Mittwochabend ein wichtiges Heimspiel an, in dem die Grün-Weißen nach zuletzt drei knappen Niederlagen in Folge (in Hannover, gegen Bergischen HC und in Magdeburg) in die Erfolgsspur zurückkehren wollen. Zu Gast ist der Aufsteiger HSC 2000 Coburg, den die Mittelhessen bereits in der 1. Runde des DHB-Pokals bezwingen konnten. Die Franken machten danach jedoch mit einem Paukenschlag auf sich aufmerksam, als das Team von Trainer Jan Gorr zum Saisonstart der DKB Handball-Bundesliga beim favorisierten EHF-Pokalteilnehmer MT Melsungen gewinnen konnte. Geleitet wird die nunmehr anstehende Partie, die um 19.00 Uhr in der Rittal Arena Wetzlar angepfiffen wird, von den Unparteiischen Christian Moles und Lutz Pittner. Die Spielaufsicht hat Thorsten Zacharias.

„Das Heimspiel gegen Coburg ist in vielerlei Hinsicht ein bedeutsames“, weiß HSG-Coach Kai Wandschneider. „Sowohl viele Spieler der Coburger Mannschaft als auch Trainer Jan Gorr sind gebürtige Mittelhessen oder haben bereits bei der HSG Wetzlar gespielt. Sie wollen sich natürlich beweisen und eine ganz besonders gute Leistung abrufen. Aber auch für mein Team ist es ein ganz wichtiges Spiel, denn es gilt vor unseren und für unsere tollen Zuschauer das Heimspiel gegen den Bergischen HC vergessen zu machen und wieder siegreich zu sein.“

Vor anderthalb Wochen hatten die Gastgeber gegen den damaligen Tabellenletzten in eigener Halle verloren. „Ganz klar, das war für uns alle eine herbe Enttäuschung“, verrät Wandschneider. „Allerdings haben wir bereits ein paar Tage später in Magdeburg gezeigt, dass wir es deutlich besser können. An diese Leistung gilt es gegen Coburg anzuknüpfen und noch eine Schippe drauf zu legen.“

Das Fundament für den erhofften Wetzlarer Erfolg soll am Mittwochabend eine bewegliche und aggressive Deckungsleistung mit starken Torhütern sein, so der 56-jährige. „Die Abwehr ist unser Prunkstück und unser Ziel muss es sein, aus einer geordneten Defensive einfache Tore aus der ersten und zweiten Welle zu erzielen. Diese Tore haben uns gegen den BHC leider komplett gefehlt.“

Die HSG Wetzlar hat in der laufenden Saison im Schnitt nur 24 Gegentreffer pro Spiel kassiert aber auch nur unwesentlich mehr geworfen. „Wir haben konzentriert an unseren Angriffskonzeptionen gearbeitet und versucht mehr Zielstrebigkeit in die Aktionen zu bringen. In Magdeburg hatten wir bereits ein gute Abschlussquote, daran gilt es am Mittwochabend anzuknüpfen. Was wir jedoch unbedingt minimieren müssen, ist die Anzahl der technischen Fehler, den auch Coburg verfügt über ein gefährliches Konterspiel. Außerdem erwarte ich von meinem Team noch mehr Cleverness in der Abwehr und in entscheidenden Momenten einen entsprechenden Impuls.“

Personell bleiben die Mittelhessen, die seit Saisonbeginn auf die Langzeitausfälle Maximilian Holst und Philipp Pöter verzichten müssen, gebeutelt, denn mit Linkshänder Joao Ferraz wird ein weiterer Leistungsträger weiterhin mit Schulterproblemen ausfallen. „Die Situation ist alles andere als einfach und die drei knappen Niederlagen zuletzt auch eine Konsequenz daraus, dass wir in Sachen Aufstellung ständig puzzeln müssen“, weiß Wandschneider, der sich deshalb direkt und unverblümt an die eigenen Fans wendet. „Wir haben ein sensationelles Publikum, dass uns in den vergangenen Jahren zu herausragenden Erfolgen getragen hat. In dieser Saison wird es für uns, nach den personellen Rückschlägen, knüppelhart, was uns allen bewusst sein muss und woran auch der Heimsieg zuletzt gegen Kiel nichts ändert. Es geht für unsere fast komplett neuformierte Mannschaft aktuell einzig und allein um den Klassenerhalt und da brauchen wir vollste Unterstützung von den Rängen. Was war oder kommt ist in diesem Heimspiel egal! Es geht in diesem Vier-Punkte-Spiel um den Sieg und dafür müssen wir alle über 60 Minuten zusammenstehen. Die Mannschaft wird sich für den Club und die Fans zerreißen, da bin ich mir sicher“, so Wandschneider. 

Die Mittelhessen erwarten in dem Duell mit den kampfstarken Franken wieder einmal über 4.000 Zuschauer. Es sind noch Stehplatzkarten an der Abendkasse der Rittal Arena erhältlich.