Wandschneider: „Rittal Arena muss gegen Flensburg ‚brennen‘!“

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar erwartet zum Heimspiel gegen Champions League-Teilnehmer einmal mehr volles Haus – Gäste gehen als klarer Favorit ins Spiel

Fünf Punkte hat der Handball-Erstligist HSG Wetzlar in den vergangenen drei Ligaspielen im Oktober gesammelt, dazu im Pokal gegen das aktuelle „Überraschungsteam des DKB Handball-Bundesliga“, den Bergischen HC gewonnen – entsprechend selbstbewusst blicken die „Grün-Weißen“ dem anstehenden schweren Heimspiel gegen den Champions League-Teilnehmer SG Flensburg-Handewitt entgegen. Die Partie, zu der die Mittelhessen wieder rund 4.000 Zuschauer in der Rittal Arena erwarten, findet am Mittwoch, den 6. November 2013 um 19.00 Uhr statt. Geleitet wird das Duell von den DHB-Elitekader-Schiedsrichtern Hanspeter Brodbeck und Simon Reich. Die Spielaufsicht hat an diesem Abend der ehemalige Erstliga-Schiedsricher Bernd Andler.

HSG-Coach Kai Wandschneider freut sich auf das Aufeinandertreffen mit aktuellen Tabellendritten. „Sie sind der klare Favorit in diesem Spiel, aber wir werden versuchen Flensburg wo es nur geht zu ärgern“, so 54-jährige. „Die SG verfügt über eine extrem hohe individuelle Qualität im Kader und dazu über einen exzellenten Trainer. Ljubomir Vranjes ist mit allen Wassern gewaschen und wird uns taktisch sicherlich die ein oder andere harte Nuss zu knacken geben – aber wir werden bereit sein und wollen unser erfolgreiches Spiel auch gegen Flensburg durchsetzen. Dafür brauchen wir aber die volle Unterstützung von den Rängen. Um gegen diesen Gegner etwas reißen zu können, muss die Rittal Arena über 60 Minuten ‚brennen‘. Da brauchen wir die Unterstützung von jedem HSG-Fan!“

Mit Andreas Wolff, Evars Klesniks, Magnus Dahl und Kent Robin Tönessen kehrten erst heute vier Nationalspieler der HSG Wetzlar nach Mittelhessen zurück, die in den vergangenen Tagen für ihre Landesauswahlen auf dem Parkett standen. „Ich hoffe, dass alle fit sind und am Mittwoch Vollgas geben können“, so Wandschneider, der weiß auf was es für seine Mannschaft gegen den Mitfavoriten um die deutsche Meisterschaft ankommt. „Wir brauchen einen extrem starke Abwehr- und vor allem Torwartleistung, dazu müssen wir im Angriff konzentriert, geduldig aber auch sehr dynamisch spielen. Nur wenn all diese Faktoren stimmen, können wir Flensburg ärgern“, weiß der HSG-Coach. „Wir haben ihnen in der vergangenen Saison in Wetzlar einen Zähler abgeknöpft und wir werden auch am Mittwoch alles geben, um die Punkte hier zu behalten. Bis zum Jahreswechsel haben wir nur noch Hammer-Aufgaben vor der Brust, da heißt es zu punkten, wo es nur geht!“

Nach aktuellem Stand hat der Trainer am Mittwoch alle Spieler an Bord. Das bedeutet, dass zwei Akteure aus dem Kader nicht zum Einsatz kommen können. „Wir haben aktuell drei Spielmacher und drei Kreisläufer! Da wird sicherlich jeweils einer pausieren müssen“, verrät Wandschneider, ohne Namen zu nennen. Dem letzten Wetzlarer Neuzugang Carlos Prieto sprach der Trainer ein Lob aus. „Er ist noch nicht sehr lange da, hat sich aber auf und abseits des Spielfelds toll eingelebt. Neben Ivano Balic und Torhüter Magnus Dahl war er in Minden unser entscheidenden Faktor in der Abwehr und hat so mit dafür gesorgt, dass wir den Acht-Tore-Halbzeitrückstand noch aufholen konnten. Eine Halbzeit wie die erste in Minden möchte ich von meiner Mannschaft aber nicht mehr sehen!“

Ab 90 Minuten vor dem Anpfiff lädt die HSG Wetzlar Jugendliche der Region Mittelhessen zu einer außergewöhnlichen Aktion ein: einem „Azubi-Speed-Dating“ im Foyer der Rittal Arena. Vertreter von zehn Partnerfirmen des Clubs geben interessierten Bewerberinnen und Bewerbern in den Tagungsräumen je zehn Minuten Zeit, um sich bei ihnen über entsprechende Berufe zu informieren und eventuell auch Eindruck zu schinden.

Stehplatzkarten für die Partie sind noch an der Abendkasse erhältlich, die um 17.30 Uhr öffnet. Jugendliche, die mit ihrem Lebenslauf an der Kasse erscheinen und an dem „Speed-Dating“ teilnehmen möchten, bekommen eine Eintrittskarte geschenkt. Sitzplatzkarten sind bereits seit Wochen komplett ausverkauft.