Wandschneider: „Wir müssen uns gegen Magdeburg zerreißen!“

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar möchte im ersten Heimspiel nach drei Auswärtspartien am Stück Aufwärtstrend fortsetzen – Börderländer am Mittwochabend um 19.00 Uhr in Rittal Arena Wetzlar

Nach dem Punktgewinn beim TSV Hannover/Burgdorf am Sonntag bleibt den Schützlingen von Kai Wandschneider kaum Zeit zu verschnaufen, denn schon am Mittwochabend steht in der „Englischen Woche“ der DKB Handball-Bundesliga das nächste Punktspiel an. Gegner ist dann der Europokalteilnehmer SC Magdeburg. Anpfiff der Partie ist um 19.00 Uhr in der Rittal-Arena Wetzlar. Für das erste Heimspiel nach den drei harten Auswärtsaufgaben, sind für die Fans nur noch Stehplatzkarten im Vorverkauf oder an der Abendkasse erhältlich. Die Freude über das anstehende Heimspiel ist groß in Reihen der Grün-Weißen. „Wir freuen uns sehr wieder vor den heimischen Fans spielen zu dürfen. Mit ihnen im Rücken versuchen wir wieder in die Erfolgsspur zurück zu kehren. Die Mannschaft hat in Hannover den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht. Jetzt wollen wir den nächsten machen und nach dem Schlusspfiff gemeinsam mit unseren Zuschauern über einen Heimsieg jubeln – auch wenn wir natürlich wissen, dass das alles andere als einfach wird“, so der HSG-Geschäftsführer Björn Seipp.

Zumal die Mittelhessen bei diesem Vorhaben neben dem Langzeitverletzten Kari Kristjansson auch auf Jens Tiedtke verzichten müssen. Der Kreisläufer wurde von der HBL nach seiner Roten Karte im Spiel gegen Hannover für eine Partie gesperrt. Das „Vakuum“ auf der Kreisposition muss Trainer Kai Wandschneider jetzt mit dem A-Jugendlichen Moritz Zörb (Bild) füllen. „Wir werden uns ein paar Überraschungen einfallen lassen beziehungsweise einfallen lassen müssen, um die Ausfälle zu kompensieren“, so Wandschneider, der froh ist, seit geraumer Zeit wieder annährend mit dem kompletten Kader trainieren zu können. „Schon in den letzten 12 Tagen zeichnete sich im Training eine Leistungssteigerung ab. Das hat sich auch beim Spiel gegen den TSV Hannover/Burgdorf bemerkbar gemacht, bei denen bisher nur wenige Mannschaften punkten konnten.“ Allerdings habe sich nunmehr durch die Tiedtke-Sperre die Ausgangslage für das Duell gegen den SC Magdeburg sehr verändert. „Wir gehen nicht als Favorit in die Partie. Den Verlust von Jens Tiedtke, der ein überragendes letztes Spiel absolviert hat, können wir nicht eins zu eins kompensieren. Ich habe aber zwei bis drei Spieler im Blick, die die Position des Kreisläufers am Mittwoch bekleiden könnten, mal schauen“, verrät der Handballlehrer.

Auf der angesprochenen Position brauchen sich die ehemaligen Gladiatoren aus Magdeburg keine Gedanken machen, da sie mit Bartosz Jurecki laut Wandschneider über einen „Weltklasse-Kreisläufer“ verfügen. Doch nicht nur der Pole spielt schon seit Jahren auf höchstem Niveau. Auch die gefährliche Flügelzange Robert Weber und Yves Grafenhorst darf man nicht ins Spiel kommen lassen. Im Rückraum verfügt der Champions League-Sieger von 2002 über erfahrene Spieler, wie unter anderem den deutschen Nationalspieler Stefan Kneer, das norwegische Urgestein Stian Tönessen oder den Allrounder Fabian van Olphen. „Magdeburg stellt eine sehr kompakte Deckung und nach vorne spielen sie schnell über ihre Außen“, so die Einschätzung von Kai Wandschneider. Das Tor der Bördeländer hütet der zweite Holländer im SC-Bunde, Gerrie Eijlers, der mit seinen Paraden schon des Öfteren zum Matchwinner avancierte. Die Magdeburger haben nach einem schwachen Start in das Jahr 2013 mit vier Niederlagen in Folge, ihren Rhythmus wieder gefunden. Mit einem Sieg gegen den TBV Lemgo und beim hessischen Konkurrenten aus Melsungen schaffte Magdeburg den Sprung auf den siebten Tabellenplatz. Im EHF-Pokal siegte der SCM am Sonntag beim rumänischen Vertreter Stiinta Bacau und zog somit ungeschlagen in das Viertelfinale ein.

„Wir müssen und werden uns zerreißen, um erfolgreich zu sein“, gibt Wandschneider klar die Richtung für den Mittwochabend vor. „In Hannover hat unsere Abwehrleistung in punkto Aggressivität und Schnelligkeit wieder an die erfolgreichen Spiele in der Hinrunde erinnert. Genau da gilt es gegen Magdeburg über 60 Minuten weiterzumachen. Es bedarf einer konzentrierten Angriffsleistung, einem guten Rückzugsverhalten und konsequenter Deckungsarbeit, um diese ausgebuffte SCM-Truppe zu schlagen – aber wir haben im Hinspiel bereits bewiesen, dass wir dazu in der Lage sind!“