Wandschneider: „Ziel ist ein Sieg für die Fans und ein einstelliger Tabellenplatz!“

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DKB Handball-Bundesliga

Handball-Erstligist HSG Wetzlar empfängt im letzten Saison-Heimspiel SC DHfK Leipzig – Rittal Arena zum elften Mal in Folge restlos ausverkauft

Es ist angerichtet! Wenn der Handball-Erstligist HSG Wetzlar am Sonntagnachmittag sein letztes Heimspiel der Saison 2015/2016 gegen den starken Aufsteiger SC DHfK Leipzig bestreitet, ist die Rittal Arena zum elften Mal in Folge mit 4.421 Zuschauern restlos ausverkauft. Stolze 23:7 Punkte konnten die Grün-Weißen in dieser Spielzeit vor eigenem Publikum einfahren und im letzten Saisonspiel sollen, wenn es nach dem Domstädtern geht, noch einmal zwei weitere Pluspunkte dazu kommen. 

Bereits um 12 Uhr öffnet am Sonntag der Biergarten vor der Rittal Arena und um 12.30 Uhr findet auf dem Parkett ein Vorspiel zwischen den „AOK-Helden“, einer Studentenauswahl der Technischen Hochschule Mittelhessen und der Uni Gießen, und einem U19/U23-Team der HSG Wetzlar statt. Ab 15.00 Uhr wird es dann aber noch einmal ernst für den aktuellen Tabellenneunten der DKB Handball-Bundesliga. Geleitet wird das Aufeinandertreffen mit den Leipzigern von den Unparteiischen Marcus und Andreas Pritschow. Die Spielaufsicht hat Berndt Dugall. 

„Natürlich wiegt aus Ausfall von Steffen Fäth für uns schwer, aber unser gemeinsames Ziel kann nur lauten auch dieses Heimspiel für unsere fantastischen Fans zu gewinnen und uns damit einen einstelligen Tabellenplatz zu sichern“, macht HSG-Trainer Kai Wandschneider eine klare Ansage. Der 56-jährige muss auf seinen Kapitän wegen eines Mittelhandbruchs verzichten, dafür könnten jedoch die Langzeitverletzten Kristian Bliznac und Sebastian Weber ihr Comeback feiern. „Beide sind Anfang dieser Woche wieder ins Training eingestiegen, aber wir müssen abwarten, ob wenn wie lange es für einen Einsatz reicht.“ Wandschneider steckt diesbezüglich in einer Zwickmühle. Gerne würde der Trainer der HSG Wetzlar allen seinen acht Abgängen, bis auf Europameister Steffen Fäth, noch einmal Einsatzzeit geben, damit sie sich auf der „Platte“ von den Zuschauern verabschieden können. Als Dank, als Geschenk, als Zeichen der Anerkennung. Und das haben sich Carlos Prieto, Kristian Bliznac, Guillaume Joli, Florian Laudt, Sebastian Weber, Christian Rompf und Andreas Wolff aus Sicht der HSG-Verantwortlichen auch verdient. Die Frage ist nur: Wen von den restlichen acht Spielern streicht der Coach dafür aus dem 14er-Kader? „Das muss ich mir noch überlegen und sicherlich auch auf die letzten Trainingseindrücke achten. Klar ist, es spielt nur der, der uns helfen kann“, verrät der Coach.

Im Mittelpunkt aller Entscheidungen stehe das Ziel, am Sonntag erfolgreich zu sein, so Wandschneider, der wie seine Spieler auch vor dem Gast aus Leipzig gewarnt ist. „Leipzig spielt bislang eine tolle Saison. Sie sind mit ihrer Mannschaft und dem Trainer eine Bereicherung für die Liga! Den von vielen Experten erwarteten Einbruch haben sie nie erlitten, auch wenn es zwischendurch mal eine hohe Niederlage setzte. Zudem besitzt Leipzig einen tiefen Kader, der mit guten Nachverpflichtungen wie Jens Vortmann ergänzt wurde. Wir müssen uns auf 60 Minuten Tempo-Handball, eine aggressive, teils unorthodox wirkende, aber sehr erfolgreiche 6:0-Abwehr  einstellen und das Leipziger Kreisläufer-Spiel sowie natürlich unseren Sommer-Neuzugang Philipp Weber kontrollieren.“

Auf Weber dürfen die Fans der Grün-Weißen am Sonntag also schon einen ersten Blick werfen. Er wechselt wie sein derzeit noch verletzter Mannschaftskollege Philipp Pöter im Sommer an die Lahn und somit in Wetzlar sein letztes Spiel im Dress des SC DHfK Leipzig.

„Wir schauen am Sonntag nur nach uns und werden in der neuen personellen Konstellation ein paar Überraschungen für unsere Gäste parat haben, um es irgendwie hinzubekommen, dass am Ende ein Sieg für uns herausspringt! Dafür brauchen wir eine grandiose Abwehr- und Torwartleistung sowie über die kompletten 60 Minuten die volle Unterstützung von der Tribüne“, weiß Wandschneider.

Der Stimmungsgewalt von den Rängen kann sich der Trainer sicher sein, nicht zuletzt aufgrund dessen, da es aufgrund des Abschieds verdienter Spieler sowie der Physiotherapeutin Katharina Dietsch und des Atlethiktrainers Thorsten Ribbecke auch ein emotionales Heimspiel werden wird, denn nach dem Schlusspfiff und kurzer Umbauarbeiten auf dem Parkett möchte der Club diesen „Auf Wiedersehen“ sagen. „Wie immer soll und wird die Verabschiedung in einem würdigen Rahmen stattfinden, so wie es sich die Jungs allesamt verdient haben“, bittet HSG-Geschäftsführer Björn Seipp die Fans, sich nach der Partie ausreichend Zeit zu nehmen. Zudem lädt die HSG Wetzlar alle Fans und Sponsoren im Anschluss zur grün-weißen Saisonabschlussparty auf den Vorplatz der Rittal Arena ein. „Wie in jedem Jahr möchten wir mit allen, die in grün-weißes Herz haben, auf die Saison zurückblicken und gemeinsam auf ein erfolgreiches Jahr anstoßen, denn das war es schon heute!“