Wenigstens die Einstellung stimmt!

Nachwuchs

Wetzlarer U23 siegt zwar gegen Idstein, stimmt Trainer Klimpke aber nicht zufrieden / Nur Sulzbach in Normalform

Ein Sieg ist nicht immer alles. Beim Heimspiel gegen den TV Idstein musste Männerhandball-Landesligist HSG Wetzlar U 23 nicht unerheblich rudern, um letztendlich den fünften Saisonsieg in Folge einfahren zu können. Bis zum Ende blieb die Partie unheimlich eng und stets offen, bevor Marvin Lindenstruth in der 59. Spielminute mit dem 24:21 zwei gewonnene Punkte besiegelte. Letztendlich gelang den Gästen nur noch ein Anschlusstreffer, sodass die Anzeigetafel abschließend ein 24:22 (8:12) präsentierte.

HSG Wetzlar U 23 – TV Idstein 24:21

„Wir haben in der gesamten Begegnung wirklich nur zehn gute Minuten gezeigt. Abgesehen von unserem Torhüter Marius Sulzbach hatte kein einziger Akteur wirklich nur Normalform“, ärgerte sich HSG-Coach Andreas Klimpke über eine Partie, die eigentlich deutlich stressfreier hätte laufen sollen. Doch dazu machten die Gäste ihren Job insgesamt zu sauber. Immer wieder verschleppten sie das Tempo und spielten die eigenen Angriffe sehr geduldig aus.

Die Hausherren verließen folglich zu oft ihre defensive Fassung und eilten aus ihrem System, sodass Dennis Agel in der 15. Minute vorerst ein letztes Mal zum 5:5 ausgleichen konnte. „Das hat Idstein schon sehr gut gelöst und wir sind jedes Mal in die Falle getappt“, bemerkte Klimpke. Dann folgten allerdings schon bald die von ihm angesprochenen zehn Minuten, in denen die Gastgeber einen 7:0-Lauf aufs Parkett legten und somit einen Rückstand von vier Treffern furios in eine eigene Führung drehten.

Mangelnde Verwertung

Doch auch an der eigenen Chancenverwertung mangelte es seitens der Grün-Weißen zusehends. Den oftmals gut reagierenden Dennis Quandt im Idsteiner Tor warf die Heimmannschaft förmlich warm, woraufhin es dem Bundesliga-Unterbau nicht gelang, sich entscheidend abzusetzen. In der 42. Spielminute verwandelte Hendrik Schaus den einzigen Strafwurf der Hausherren aus fünf Versuchen zum 19:17. „Positiv herausnehmen kann ich nur die kämpferische Einstellung meiner Mannschaft. Wir wollten bis zum Schluss mit allen Mitteln gewinnen“, fand Klimpke schließlich doch noch etwas Lob.

Wetzlar: Gümbel, Sulzbach; J. Wallwaey (5), Pjanic, Krell, Lindenstruth (2), L. Wallwaey (7), Wick (1), J. Weber, Köhn, Loh (2), Kraft (2), Agel (2), Schaus (3/1)

Idstein: Quandt; Heuss (1), Marxen (6), Denard (1), Wohnaud, Cremers (3), J.Welsch, Theobald, Stübing (4), D.Welsch (4), Schubert (3/1)

Schiedsrichter: Dobhan/Gübitz (Münster). – Zuschauer: 180. – Zeitstrafen: 6:6 Minuten – Rote Karte: D. Welsch (45., drei Zeitstrafe). – Siebenmeter: 5/1:1/1.

Quelle: Gießener Anzeiger 14.10.13