Wetzlar und Hüttenberg: „Gemeinsam für Hessen!“

DKB Handball-Bundesliga

Gleicht acht HSG-Spieler in Landesauswahl des Jahrgangs 1997, die am kommenden Wochenende um die deutsche Meisterschaft spielt!

Die männliche Landesauswahl des Jahrgangs 1997 steht in der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft und spielt dort am kommenden Wochenende in Unna zunächst in der Vorrunde gegen die Teams aus Sachsen, Schleswig-Holstein und Westfalen. Im Aufgebot der beiden Trainer Jochen Beppler (Wetzlar) und Thomas Weber (Darmstadt) stehen dabei auch einige Akteure aus der Region Mittelhessen, die entweder für den TV 05/07 Hüttenberg oder für die HSG Wetzlar U17 auf Torejagd gehen.

„Um zu verstehen, auf was für einem Niveau wir dort spielen bzw. gegen welche Gegner wir anzutreten haben, muss man sich vergegenwärtigen, dass die Vielzahl der Endrundenteilnehmer ihre Spieler fast ausschließlich aus einem Internat bzw. aus einem Verein rekrutieren. Sachsen, Berlin und Sachsen-Anhalt stellen beispielsweise bis auf jeweils einen Akteur ausnahmslos eine Vereinsmannschaft. In Baden und Schleswig-Holstein kommen die Spieler aus jeweils nur zwei Vereinen“, verdeutlicht HHV-Trainer Jochen Beppler die Größe der Herausforderung, die vor ihm und seinen Jungs liegt.

In der Oberligarunde des hessischen Handballverbandes, die am 9.März zu Ende ging, spielten die hessischen Auswahlspieler in mehreren Vereinen direkt gegeneinander und lieferten sich bis zum letzten Spieltag einen spannenden Kampf um den Titel. Ab jetzt spielen sie zusammen und versuchen „Gemeinsam für Hessen“ eben jene Vereinsgrenzen zu überwinden, denn der letzte Triumph einer hessischen Auswahlmannschaft im deutschlandweiten Vergleich liegt 13 Jahre zurück, als seinerzeit der Jahrgang 1984 den Länderpokal ins Land des Löwen holte. „Wir hatten noch vor fünf Jahren, durch die an unser Bundesland angrenzenden Leistungszentren in Großwallstadt, Kronau, Dormagen und Gummersbach einen enormen Verlust an herausragenden Spielern zu beklagen“, blickt Landestrainer Mathias Perl zurück. „Diese Tendenz haben wir durch veränderte Strukturen und Inhalte, ein enormes Know-how unserer Trainer und viel Arbeit und Visionen umgekehrt und stehen jetzt mit dem Jahrgang 1997 zum dritten Mal hintereinander wieder in der Endrunde. Das ist eine hervorragende Bestätigung unserer konstanten Arbeit in den Stützpunkten und Auswahlmaßnahmen, aber noch vielmehr der vielen Vereine und den dort arbeitenden Trainern. Ohne diese Arbeit in unseren Vereinen wäre diese Entwicklungen undenkbar, ungeachtet dessen, dass wir immer noch Potential nach oben haben“, so Perl abschließend.

Vor den Augen der bundesdeutschen Handballprominenz (u.a. sind neben Bundestrainer Martin Heuberger, Sportmanager Heiner Brand, Vizepräsident Leistungssport Bob Hanning auch die Bundestrainer der Jugend und Junioren Christian Schwarzer, Markus Baur und Klaus-Dieter Petersen anwesend) werden sich die Hessenlöwen zunächst am Freitag morgen um 10:15 mit dem Handballverband Sachsen messen müssen, bevor am Nachmittag der Vergleich mit Schleswig-Holstein ansteht.

Mit ihren Mannschaftskameraden aus Hüttenberg, Baunatal, Hochheim, Babenhausen, Niederhofheim und Wiesbaden sind gleich acht Nachwuchskräfte der HSG Wetzlar mit von der Partie. Es sind dies Lukas Gümbel, Jonas Heuer, Jonas Leger, Lukas Klein, Matthias Schwalbe, Max Leger, Jan Stroh und Max Bechert.

„Es ist für uns eine große Ehre unser Bundesland und alle hessischen Spieler unseres Jahrgangs in Unna zu vertreten. Um so mehr würden wir uns freuen, wenn viele Mitspieler, Zuschauer, Anhänger und Spieler uns vor Ort unterstützen, um gemeinsam für Hessen eine gute Platzierung im nationalen Vergleich zu erzielen“, blickt Wetzlars Linkshänder Matthias Schwalbe schon mit viel Vorfreude dem kommenden Wochenende entgegen.