Wetzlar will sich im Heimspiel gegen Löwen „bissig zeigen“!

DKB Handball-Bundesliga

Letztes Heimspiel der Mittelhessen in 2013 seit Wochen ausverkauft – Tageskasse bleibt geschlossen - Fragezeichen hinter Einsatz von Kevin Schmidt und Ivano Balic

Die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar treffen im letzten Heimspiel des Jahres 2013 am Sonntag auf einen ganz ‚harten Brocken‘! Um 15 Uhr ist der Champions League-Teilnehmer Rhein-Neckar Löwen in der seit Wochen ausverkauften Rittal Arena zu Gast. Mit 29:5-Punkten stehen die Mannheimer aktuell auf Platz 5 der Tabelle der DKB Handball-Bundesliga und hatten zuletzt mit einem Auswärtssieg im Achtelfinale des DHB-Pokals beim THW Kiel für Aufsehen gesorgt. Geleitet wird die Partie am Sonntag von den beiden erfahrenen Unparteiischen Holger Fleisch und Jürgen Rieber. Die Spielaufsicht hat DHB-Schiedsrichterwart Peter Rauchfuß.  

„Wir wollen und werden uns gegen die Löwen bissig zeigen. Allerdings wird es wieder ein ganz schweres Spiel für uns“, so Wetzlars Coach Kai Wandschneider, der seiner Mannschaft nach dem Auswärtsspiel beim TBV Lemgo am vergangenen Samstag gleich drei Tage trainingsfrei gegeben hatte, um ordentlich Kraft für den Jahresendspurt zu tanken. „Die Löwen sind eine Auswahl an handverlesenen Weltklassespielern, gegen die wir aber etwas gut machen wollen“, erinnert sich Wandschneider an das Hinspiel zurück. „Seit ich in Wetzlar Trainer bin, haben wir in allen Spielen, vielleicht bis auf kurze Momente, gut ausgesehen. Wohl die einzige Ausnahme bildet das Hinrunden-Spiel in Mannheim, in dem wir am Ende aufgrund von zahlreichen Undiszipliniertheiten eingebrochen sind, was aber auch dem geschuldet war, dass wir noch nicht eingespielt waren. Das ist am Sonntag, ungeachtet unserer Personalsituation, anders und darf uns deshalb nicht noch einmal passieren, sonst haben wir keine Chance auf Zählbares!“

Verzichten muss der HSG-Trainer am Sonntag auf die  Langzeitverletzten Daniel Valo, Dennis Krause und Steffen Fäth, der nach seinem Innenbandriss kurz nach Weihnachten mit den Reha-Maßnahmen beginnen wird. „Wir müssen lernen, im Spiel auch ohne ihn zurecht zu kommen“, so Wandschneider. Aber auch der Einsatz von Nationalspieler Kevin Schmidt  und Spielmacher Ivano Balic ist in Gefahr, da sich beide mit einer Grippe herumschlagen. „Davor ist man nicht gefeit, gerade in dieser Jahreszeit. Insgesamt haben wir in der zweiten Jahreshälfte aber irgendwie die Seuche. Das kostet alle Beteiligten unheimlich viel Kraft“, so der 54-jährige, der seinem Team klare Zielvorgaben für Sonntag gemacht hat. „In der Deckung heißt es kämpfen bis zum Umfallen, da haben wir sicherlich genug Potential, das gebundene Angriffsspiel der Löwen in den Griff zu bekommen. Dazu benötigen wir allen voran eine starke Torhüterleistung! Bei eigenem Ballbesitz müssen wir geduldig und hundertprozentig konzentriert sein – und alle Angriffe auf den Punkt spielen, ansonsten werden wir über die erste und zweite Welle der Löwen gnadenlos bestraft“, weiß Kai Wandschneider, der von seinem Team übergeordnet verlangt, „dass es es in dieser Saison erstmals schafft, über 60 Minuten eine hundertprozentige Leistung auf allen Mannschafsebenen abzurufen. Wir dürfen uns kein einziges Loch leisten!“

Für HSG-Geschäftsführer Björn Seipp ist die Stimmung in der lange ausverkauften Rittal Arena ein weiterer wichtiger Faktor, um eventuell für eine Überraschung gegen den „Goliath“ aus Mannheim sorgen zu können. „Die Arena ist voll bis unters Dach! Wir brauchen ab der 1. Minute die bedingungslose Unterstützung von den Rängen. Solange wir gegen diese Weltauswahl eine Chance haben, muss die Halle hellwach und bereit sein. Wir wollen unseren sensationellen Fans im letzten Heimspiel des Jahres ein Geschenk unter den Weihnachtsbaum legen, aber wir brauchen, bildlich gesprochen, Hilfe beim Einpacken!“

Die Verantwortlichen des Clubs weisen darauf hin, dass die Tageskasse an der Rittal Arena am Sonntag geschlossen bleiben wird und auch somit keine Kinder-Freikarten mehr erhältlich sind. Zudem bitten die Grün-Weißen ihre Anhänger darum, sich frühzeitig auf den Weg zum Spiel zu machen, um Probleme bei der Parkplatzsuche (u.a. im angrenzenden FORUM-Parkhaus) zu umgehen.