Wetzlarer Deckung legt Grundstein zum Sieg in Lübbecke!

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen gewinnen in Ostwestfalen mit 23:17 (11:9) - Sonderlob von Trainer für Stefan Kneer und Philipp Peter

Der Handball-Erstligist HSG Wetzlar hat seinen zweiten Saisonsieg gelandet, zum zweiten Mal in der Fremde. Die Grün-Weißen schlugen in einem kampfbetonten Spiel den TuS N-Lübbecke mit 23:17 und haben sich so den Punkte fünf und sechs gesichert. Grundstein für den verdienten Auswärtserfolg war die sattelfeste Abwehr der Mittelhessen um den starken Torhüter Benjamin Buric, der am Ende 14 Paraden zu verzeichnen hatte.

Vom Anpfiff weg merkte man beiden Mannschaft am Angriff an, dass es sich bei der Partie um ein sogenanntes „Big-Point“- Spiel handelte. Die Teams stellten jeweils eine kompakte Abwehr und starke Schlussleute. „Allerdings haben wir es in der Anfangsphase besser verstanden, die massive Lübbecker Deckung  auseinander zu ziehen“, bilanzierte nach dem Schlusspfiff ein zufriedener HSG-Trainer Kai Wandschneider, der Spielmacher Philipp Pöter ein Sonderlob aussprach. „Da uns Filip Mirkulovski gefehlt hat, lag eine große Last auf Pippo und er hat unser Angriffsspiel fast über die komplette Spielzeit gut gelenkt. Das freut mich für ihn und uns.“

Ein weiterer wichtiger Faktor war der Mittelblock um Anton Lindskog und Stefan Kneer, der in der vergangenen beiden Tagen mit Grippe im Bett gelegen hatte. „Stefan hat das gut weggesteckt und ebenfalls ein starkes Spiel gemacht“, so Wandschneider, der bei seinem Team allerdings bemängelte, „das wir es das komplette Spiel nicht geschafft haben, die Ballgewinnen für Gegenstöße und einfache Tore aus der ersten und zweiten Welle zu erzielen. Diese Treffer fehlen uns. Daran müssen wir arbeiten!“

Dass der Sieg am Ende verdient war, daran ließen auch die TuS-Verantwortlichen letztlich keinen Zweifel, schließlich hatten die Mittelhessen annähernd die komplette Spielzeit geführt und das zum Teil deutlich. „Als wir in der zweiten Halbzeit mit 17:12 geführt haben und dann Lübbecke wieder auf zwei Tore haben rankommen lassen, da wurde mir auf der Tribüne Bange“, so Wetzlars Geschäftsführer Björn Seipp, in Erinnerung an die letzten drei Saisonspiele, als die Grün-Weißen eben solche deutlichen Führungen noch verspielten. „Heute haben wir das aber besser gemacht. Die Angriffe lange und konzentriert zu Ende gespielt, was mich sehr freut. In dieser Phase hat uns auch Alex Hermann sehr geholfen, der gegen die offensivere Deckung des TuS dann seine Schnelligkeit ausgespielt und einfache Tore erzielt hat. Letztlich ist klar, dass wir im Angriff noch Luft nach oben haben, aber heute heißt es: Hauptsache gewonnen!“

Die besten Torschützen bei den Grün-Weißen waren letztlich Alexander Hermann, Kristian Björnen und Jannik Kohlbacher mit jeweils fünf Treffern. 

Nunmehr haben die Mittelhessen eine Woche Zeit, um zu regenerieren und die Verletzungen beziehungsweise Erkältungen auszukurieren. Am kommenden Donnerstag kommt dann der deutsche Rekordmeister THW Kiel in die Rittal Arena Wetzlar. „In dieses Spiel können wir erstmals in dieser Saison ohne den ganz großen Druck gehen. Das war in den ersten fünf Saisonspielen ganz anders“, so Kai Wandschneider.

Hier die Spielzusammenfassung von SKY:

https://sport.sky.de/handball/artikel/tus-n-luebbecke-hsg-wetzlar-die-highlights/11035780/34343