"Wetzlarer Jungs" lassen Gästen aus Stuttgart keine Chance!

Bild: Oliver Richter

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen schlagen ersatzgeschwächten Tabellenfünfzehnten mit 33:25 vor 4.085 Zuschauern - "Empty net goals" von Filip Mirkulovski sorgen für endgültige Entscheidung

In der Anfangsphase führte der Gast aus Stuttgart, doch zur Freude der 4.085 Zuschauer übernahmen in der Folge die Hausherren das Kommando. Die HSG Wetzlar hatte sich zur Pause beim 17:12 auf fünf Tore abgesetzt, im zweiten Abschnitt aber kam die Mannschaft von Markus Baur noch einmal auf drei Tore heran. Eine Aufholjagd ließ die HSG aber nicht zu, spätestens mit vier Treffern in Serie zum 28:20 waren dann die Weichen für den insgesamt ungefährdeten 33:25-Erfolg gestellt. Bester Werfer in der Mannschaft von Kai Wandschneider war Philipp Weber mit 11/7, für die Gäste erzielte Dominik Weiß sechs Treffer. Wetzlar verbesserte sich mit nun positivem Punktekonto 16:14 auf den achten Platz und liegt im gefestigten Mittelfeld. Stuttgart ist mit 8:22 Punkten weiterhin Fünfzehnter, steht nach der achten Niederlage im neunten Spiel am kommenden Freitag im Heimspiel gegen Minden aber bereits unter Druck.

Kasper Kvist setzte den ersten Treffer der Partie, auf der Gegenseite glich Michael Schweickardt aus doch in der Folge wurde die Achillesferse der Gäste sichtbar: Schweickardt vergab einen Siebenmeter und Kristian Björnsen setzte das 2:1. Allerdings verpassten auch die Wetzlarer einige gute Gelegenheiten, unter anderem ebenfalls einen Strafwurf. Nach dem Ausgleich von Michael Kraus konnte Felix Lobedank die Süddeutschen so in Vorlage brngen und diese verteidigten die Stuttgarter bis in die elfte Minute - wieder hatte Lobedank getroffen. 

Nach den guten Leistungen der letzten Wochen ließ sich Wetzlar von diesem 4:5 aber nicht aus dem Tritt bringen, laut offiziellem Protokoll ließen Kasper Kvist und Kristian Björnsen die Führung binnen einer Minute zurück zu den Hausherren wechseln - wobei der schnelle Sprung der Anzeigetafel auf 6:5 auf den Rängen für einiges Raunen sorgte. In Überzahl legte Philipp Weber das 7:5 von der Siebenmeterlinie nach und beim 9:6 durch Kristian Björnsen lagen drei Treffer zwischen den Konkurrenten.

Stuttgart spielte gut mit, die vergebenen Chancen schienen aber mehr und mehr das Selbstvertrauen zu beeinzuträchtigen, die Durchschlagskraft ging mit zunehmender Spieldauer in der Offensive verloren - auch weil in vielen Aktionen nun die nötige Geduld fehlte. Nach einem Doppelschlag von Philipp Weber in Überzahl zum 11:7 griff Markus Baur zur Grünen Karte und nahm die Auszeit. Sein Team konnte in der Folge den Abstand im Rahmen halten, in den letzten fünf Minuten des ersten Abschnitts zogen die Wetzlarer dann aber weiter davon und nahmen nach dem 17:12 durch Stefan Cavor eine Fünf-Tore-Führung mit in die Kabinen. 

Wetzlar war in vielen Aktionen, insbesondere im Umschaltspiel, einfach gedankenschneller als der Gast aus Süddeutschland. Dieser versuchte es in der Offensive mit dem siebten Feldspieler, doch auch darauf stellten sich die Gastgeber ein. Nach dem Seitenwechsel kam Stuttgart nach einem Doppelschlag von Dominik Weiß beim 18:15 zwar auf drei Tore heran - doch Wetzlar hielt das Heft weiterhin in der Hand. Die Hessen fanden in der Offensive immer wieder die richtigen Lösungen, zudem konnte sich das Team auf die Treffsicherheit von Philipp Weber verlassen, der mit einem weiteren Siebenmeter zum 22:18 zehn Minuten nach Wiederbeginn auch eine wichtige Weiche stellte. Jannik Kohlbacher baute den Abstand wenig später wieder auf drei Tore heraus. 

Bei den Stuttgartern sorgte insbesondere Dominik Weiß für Torgefahr, er brachte die Gäste mit einem Doppelschlag erneut auf drei Tore heran. Die Gäste schienen in der Folge aber den personellen Problemen Tribut zollen zu müssen, der Kraftverlust aufgrund der fehlenden Optionen sorgte für einige Unkonzentriertheiten. Wetzlar ließ sich diese Chance nicht nehmen, die Hausherren zogen wieder auf fünf Tore davon und setzten die Serie nach einer Auszeit des TVB in Überzahl bis zum 28:20 fort. Bobby Schagen beendete zwölf Minuten vor dem Ende zwar die Durststrecke des TVB, eine Aufholjagd gab es aber nicht mehr. Stattdessen drohte den Gästen beim 32:23 kurz vor dem Ende sogar eine zweistellige Niederlage - Wetzlar ließ aber locker und ließ sich in den letzten Minuten zum 33:25-Erfolg treiben.

Quelle: www.handball-world.com