Wetzlarer Rittal Arena bleibt eine „Festung“!

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar kehrt nach 29:22-Sieg über Lemgo in Erfolgsspur zurück – Torhüter Nikolai Weber und Steffen Fäth erhalten Sonderlob der Trainer

Die deutliche Niederlage beim THW Kiel am vergangenen Wochenende scheint die HSG Wetzlar gut verkraftet zu haben. Der Mannschaft von Kai Wandschneider gelang am Mittwochabend ein 29:22-Sieg über den TBV Lemgo, womit die Grün-Weißen ihre Bilanz in der heimischen Rittal Arena auf beeindruckende 23:5 Punkte ausbauen konnten. Bis zur 20. Minuten gelang es dem Gegner aus Ostwestfalen gut die Vorgaben ihres Trainers Florian Kehrmann umzusetzen, der angekündigt hatte, dass sein Team nach dem deutlichen Erfolg über Leipzig mit Selbstvertrauen in Wetzlar auftreten werden. 

Der Linkshänder der Gäste, Rolf Herrmann war es vor allem, der stark aufspielte und seine Farben im Spiel hielt. Als dann aber das Zusammenspiel zwischen dem wieder genesenen Wetzlarer Kapitän Steffen Fäth und seinem Nationalmannschaftskollegen Jannik Kohlbacher immer besser wurde und auch Maximilian Holst nicht mehr zu stoppen war, konnten sich die Hausherren einen ersten Vorsprung herausspielen (13:9, 23. Minute). Zudem kam Niko Weber, der an diesem Mittwoch den Vorzug vor Andreas Wolff im Kasten der HSG Wetzlar erhalten hatte, besser in die Partie. „Natürlich ist man anfangs etwas nervös, aber auch stolz, wenn man erstmals seit drei Jahren wieder von Beginn an in der Rittal Arena spielen darf“, so der 35-jährige, der die kompletten 60 Minuten zwischen den Pfosten stehen durfte, nach der Partie.

Da dem TBV in der Phase bis kurz vor dem Halbzeitpfiff fünf Minuten kein weiterer Treffer gelang, konnten die Lahnstädter (unter anderem durch ein spektakuläres Rückhandtor von Kohlbacher) auf 15:10 davon ziehen. Bei 16:12 wurden dann die Seiten gewechselt. Lemgo stellte in Durchgang zwei dann um, Kehrmann brachte den Schweden Rydergard am Kreis, der der Deckung neue Stabilität verlieh und mitverantwortlich war, dass die Gastgeber ihre Führung nicht ausbauen konnten.

Der Coach des Tabellenzwölften analysierte die Phase nach dem Spiel wie folgt: „Nach der Pause war es zunächst ein enges Spiel. Allerdings ist es uns in dieser Phase nicht gelungen, Big Points zu setzen, weil uns zu viele Fehler unterlaufen sind“. Mit diesen Fehlern meinte der ehemalige Rechtsaußen unter anderem die zwei verworfene Siebenmeter seines Teams, die Andreas Wolff (in seiner einzigen Amtshandlung an diesem Abend) und Niko Weber kurz vor Ende der Partie parieren konnten. Ein Doppelpack vom treffsicheren Maxi Holst, der am Ende mit sieben Treffern zum Topscorer avancierte und ein weiteres Tor vom Franzosen „Gigi“ Joli zum 29:22-Endstand waren dann die letzten Highlights der Partie, die von den 4421 Zuschauern in der einmal mehr ausverkauften Arena frenetisch gefeiert wurden.

Wetzlars Trainer Kai Wandschneider hob auf der Pressekonferenz die geschlossene Mannschaftsleistung seiner Männer hervor, denn bis auf Defensivspezialist Evars Klesnik hatten sich alle eingesetzten Spieler in die Torschützenliste eintragen können. Dennoch richtete der gebürtige Hamburger den Fokus direkt auf die kommenden Spiele: „Dieser Sieg pusht uns weiter, noch mehr Punkte zu holen, mit denen wir uns für die tolle Saison belohnen wollen.“ Am kommenden Samstag besteht dafür die Möglichkeit, wenn seine Truppe zum Bergischen HC reist.

HSG Wetzlar: Nikolai Weber, Andreas Wolff (bei einem Siebenmeter); Holst (7), Kohlbacher (5), Fäth (3), Ferraz (3), Hahn (3), Joli (2), Lipovina (2), Prieto (2), Laudt (1), Mirkulovski (1), Klesniks, Rompf (n.e.) 
TBV Lemgo: Dresrüsse, Maier; Hermann (6), Kogut (4), Hornke (3), Niemeyer (2), Stenbäcken (2), Zieker (2), Höning (1), Mansson (1), Ramba (1), Rydergaard, Feuchtmann. 
Schiedsrichter: Schulze/Tönnies. – Zuschauer: 4421. – Zeitstrafen: 8:8 Minuten. – Siebenmeter: 3/3:3/1.