Wetzlarer U 23 gewinnt Derby gegen Linden

Nachwuchs

Individuelle Klasse am Ende ausschlaggebend

Im Lokalderby zwischen der HSG Wetzlar U 23 und der MSG Linden in der Männerhandball-Landesliga Mitte verkauften sich die Gäste am gestrigen Freitagabend, trotz Rumpftruppe, beachtlich und brachten die für ihre Verhältnisse mehr als durchschnittlich agierenden Hausherren zwischenzeitlich durchaus in die Predullie. Unterm Strich behielten die individuell dann doch stärkeren Gastgeber die Oberhand und bezwangen die Mannschaft von Trainer Bernd Wagner mit 24:20 (11:11).

„Die vier Tore Differenz waren insgesamt in Ordnung. Wir haben alles in allem eine sehr ordentliche Leistung gebracht, auch wenn ohne ein paar unglückliche Entscheidungen vielleicht noch etwas mehr drin gewesen wäre“, fasste Rene Hofmann, Betreuer der MSG, zusammen. Dementsprechend konnte Andreas Klimpke, Übungsleiter des Tabellenführers, ausschließlich mit dem Endresultat zufrieden sein: „Abermals haben wir nach einer deutlichen Führung die Handbremse angezogen und vor allem mit unserer Chancenverwertung geschludert“, ärgerte sich der ehemalige Bundesligaakteur. Insbesondere Gästekeeper Michael Rocksien ließ sich von unzähligen Fehlwürfen immer besser in die Partie bringen.

HSG Wetzlar U 23 – MSG Linden 24:20

Dabei war bis zur 7:2-Führung der Grün-Weißen in der 13. Spielminute noch alles weitgehend im Lot. Die bewegliche 3:2:1-Defensive der Hausherren machte jegliche Angriffsbemühungen der Lindener zunichte, die fast 15 Minuten benötigten, um gerade einmal drei Treffer zu erzielen. „Im Anschluss konnten wir uns allerdings spielerisch stabilisieren, indem wir die Abwehr ein wenig öffneten und damit einfache Ballgewinne generierten“, erklärte Hofmann. Das 11:10 zugunsten der Gäste durch Eike Schuchmann (30.) trieb Klimpke dann endgültig die Zornesröte ins Gesicht, nachdem er vorher versucht hatte, mittels einer Auszeit sein Team umzustrukturieren.

In der zweiten Spielhälfte machte sich hingegen die schwindende Physis der MSG bemerkbar, die mit fünf ausfallenden Stammspielern nicht mehr mithalten konnte. Auch wenn sie nach dem 20:15 durch Fabian Kraft (45.) nochmals aufschloss, reichte es nicht mehr zu einer Wendung. „Ich bin nichtsdestotrotz unheimlich froh, dass wir auf dem ersten Tabellenrang ohne Verlustpunkt überwintern. Und eins steht fest, da will ich nicht mehr weg“, klärte Klimpke auf. Auch die Gäste befinden sich trotz Niederlage im Soll, sodass auch Wagner zufrieden sein dürfte.

Wetzlar: Gümbel, Sulzbach; J.Wallwaey (5), Pjanic (2), Lindenstruth (1), L. Wallwaey, Wick, J. Weber, Köhn (4), Schaus (3), Loh (2), T. Weber, Kraft (5/2), Agel (2)

Linden: Rocksien, Gümbel; Nober (6), Jung (1), Melle (2), Deimer (1), Müll (2), Andermann (3), Schuchmann (4/2), Walter, Meilinger (1)

Schiedsrichter: Hoyer/Kopf (Dilltal/Griedel). – Zuschauer: 300. – Zeitstrafen: 6:12 Minuten. – Rote Karte: Jung (30., dritte Zeitstrafe). – Siebenmeter: 4/2:3/2

Quelle: Gießener Anzeiger 14.12.13