Wetzlarer U23 mit blendender Offensivleistung

Nachwuchs

Sieg auch in der Sporthalle Dutenhofen

Zum ersten Mal musste die HSG Wetzlar U23 bei einem Punktspiel aus der einsturzgefährdeten Sporthalle Münchholzhausen nach Dutenhofen wechseln. Spielerisch war bei den Grün-Weißen hingegen keine Bruchgefahr zu bemerken, lieferten sie beim 43:28 (23:13)-Heimsieg über die HSG Hochheim/Wicker doch ein regelrechtes Tore-Feuerwerk. „Über unsere starke 3:2:1-Deckung waren wir von Anfang an Herr der Lage dieser Begegnung. Ich bin absolut zufrieden mit dem Ausgang der Partie, auch was die Offensivleistung meines Teams angeht“, fasste Gastgeber-Coach Andreas Klimpke zusammen.

Tatsächlich hatten die Gäste aus dem Main-Taunus-Kreis von Beginn an riesige Probleme, das eng geschnürte Abwehrsystem der heimischen HSG zu knacken, sofern es einmal zur Ordnung gefunden hatte. So versuchte es die Auswärtsmannschaft immer wieder mit Angriffen über die schnelle Mitte, die Klimpke allerdings oftmals als nicht regelkonform betrachtete: „In Anbetracht des Ausgangs kann man damit leben“, bemerkte der Übungsleiter.

Wetzlar U23 – Hochheim/W. 43:28

Schon in den Anfangsminuten war die Wetzlarer Talentschmiede auf 8:3 davongezogen (11.). Einen überragenden Part spielte an dieser Stelle der junge Edi Pjanic, der im Angriffsspiel seine individuelle Qualität unter Beweis stellte. Neben sechs Siebenmetern gelangen dem Rückraumakteur sieben Treffer aus dem Spiel heraus. Zur Pause hatten die Hausherren bereits 23-mal in den Kasten von Hochheim/Wicker eingeworfen und auf eigener Seite lediglich 13 Gegentore kassiert. Dabei hatten die Grün-Weißen sogar noch mehrere Großchancen liegen gelassen, wodurch das Resultat für die Gäste noch dicker hätte kommen können.

Im nahezu schon entschiedenen zweiten Durchgang hatten die Mittelhessen noch ausreichend Gelegenheit, personell zu rotieren und allen Akteuren Spielanteile zu gewähren. „Jetzt haben wir noch zwei wichtige Derbys vor der Brust, wobei unser Ziel nun nur sein kann, auch auf dem ersten Rang zu überwintern“, sagte Klimpke abschließend eindeutig.

Wetzlar: Gümbel, Sulzbach; J. Wallwaey (4), Pjanic (13/6), Lindenstruth, L. Wallwaey (5), Wick (1), J. Weber (4), Köhn (1), Schaus (2), Loh (5), T. Weber (2), Kraft, Agel (5).

Hochheim: Michel; Kossler (3), Petry (1), Berger (5), Muschiol (1), Daudert (1), Weilbächer (1), Fuchs (5), Rebentisch, Henkelmann, Wenzel (1), Binder (10/5)

Schiedsrichter: Schneider/Glaßner (Wanfried/Datterrode) – Zuschauer: 150 – Zeitstrafen: 4:10 Minuten – Siebenmeter: 6/6:5/5

Quelle: Gießener Anzeiger 02.12.13