Wieder Sand im Getriebe!

Nachwuchs

Wetzlarer U23 siegt dennoch bei Schlusslicht Ober-Eschbach / Acht Loh-Tore

Der knappe 24:22-Heimsieg der HSG Wetzlar U23 gegen den TV Idstein sollte für die Mannschaft wie ein Warnschuss wirken. Coach Andreas Klimpke zeigte sich merklich verärgert über die nicht vorhandene Umsetzung gemachter Vorgaben und war unterm Strich lediglich mit der kämpferischen Einstellung seiner Schützlinge zufrieden. Beim Schlusslicht der TSG Ober-Eschbach war sich der ehemalige Bundesliga-Außen zwar der bestehenden Gefahr bewusst, dennoch sollte alles anders werden. Zwar siegten die Grün-Weißen abschließend mit 31:27 (13:14), dennoch war abermals über eine recht lange Zeit ordentlich Sand im Getriebe der Gäste, die sich erneut bloß über ihre gute Moral auszeichneten. „Die Mannschaft muss in der kommenden Zeit einfach lernen, dass sich keine Begegnung von selbst entscheidet. Wieder einmal kann ich nur die gewonnenen Punkte und die gute Einstellung positiv herausheben“, kommentierte Klimpke.

Ober-Eschbach – Wetzlar U 23 27:31

Es benötigte alleine bis in die 4. Spielminute hinein, als Julian Weber beim 1:3-das erste Mal für die Auswärtsmannschaft netzte. Eigentlich lautete die Vorgabe der Mittelhessen, geduldig aufzuspielen, sich gute Chancen zu erarbeiten und diese sicher zu verwandeln. „Davon haben wir nicht besonders viel gesehen. Auch in der Abwehr standen wir längst nicht so stabil wie zum Saisonbeginn gezeigt“, vermerkte Klimpke weiter. Die robusten Offensivspieler der TSG wie Florian Juli oder Matthias Witzke wussten sich immer wieder im Eins-gegen-eins durchzusetzen. So lagen deren Farben zur Pause auch verdient knapp mit einem Treffer vorne.

In der 47. Minute riss Fabian Kraft dann schlussendlich das Ruder zur 23:22-Führung herum. „Trotzdem war es auch in dieser Passage systemisch noch nicht besonders gut, wie wir gegen die offensive 6:0-Abwehr unseres Gegners gearbeitet haben“, kritisierte Andreas Klimpke. Beim 29:26 durch Marc Köhn in der 57. Spielminute war die Partie zwar entschieden, ein etwas schaler Beigeschmack blieb trotzdem bestehen.

Ober-Eschbach: Mertens, Grauer; Schawaller (3), Kirchherr (3), Lindemann, Kampgaing, Ball, Jankovic (5), Von der Wehl (1), Mertens (5), Juli (5/1)

Wetzlar: Gümbel, Hanemann; J. Wallwaey (1), Pjanic, Krell, Lindenstruth, L. Wallwaey (2), Wick (2), Weber (5), Köhn (2), Schaus (3), Loh (8), Kraft (7/5), Agel

Schiedsrichter: Erdönmez/Werner (Siedelsbrunn/Waldmichelbach). – Zuschauer: 120. –Zeitstrafen: 10:8 Minuten.– Siebenmeter: 2/2:7/5.

Quelle: Gießener Anzeiger 21.10.13