Zahlen & Fakten zum Saisonausklang: HSG Wetzlar stellt in abgelaufener Saison Zuschauer-Rekord auf!

DKB Handball-Bundesliga

Über 65.000 Handballfans verfolgten packende Heimspiele in der Rittal Arena

Für Fans, Sponsoren, Mannschaft und Verantwortliche der HSG Wetzlar ging am vergangenen Samstag eine nervenaufreibende Saison erfolgreich zu Ende. Das Team aus Mittelhessen wurde nach einer zufriedenstellenden Hinrunde mit 14 Zählern und Tabellenplatz 12, in der Rückrunde doch noch in den Abstiegsstrudel der Liga gezogen. Erst am vorletzten Spieltag konnten sich die Grün-Weißen mit einem hart erkämpften 25:24-Sieg beim VfL Gummersbach endgültig den Ligaverbleib sichern. Nur drei Tage später verabschiedeten sich die Lahnstädter dann mit einem souveränen 32:29-Heimsieg über den Europapokal-Teilnehmer SC Magdeburg in die Sommerpause.

Klassenerhalt trotz schwierigstem Restprogramm geschafft!

Am Ende der Spielzeit rangierte die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider, der Mitte März den freigestellten Übungsleiter Gennadij Chalepo beerbt hatte, somit mit 23 Pluspunkten auf Tabellenplatz 15 (wie in der Saison 2006/2007). Trotz des schwierigsten Restprogramms aller gegen den Abstieg kämpfenden Mannschaften, mit Gegnern wie dem THW Kiel, dem HSV Handball, dem VfL Gummersbach oder dem TBV Lemgo, gelang es den Domstädtern ganze sieben Zähler aus den letzten acht Partien zu gewinnen.

Letztlich 15 von 23 Pluspunkten in heimischer Halle errungen!

Von den errungenen 23 Zählern wurden 15 in heimischer Halle errungen. Rechnet man den sportlichen Sieg gegen Frisch Auf! Göppingen, der am Grünen Tisch verloren ging, hinzu, dann kommt die HSG sogar auf 17 zu Hause gewonnene Zähler. In der Heimtabelle ergibt dies Platz 13, bzw. ergäbe dies Rang 12. Kritiker, die den Mittelhessen lange Zeit eine „Auswärtsschwäche“ nachgesagt hatten, wurden gegen Ende der Saison widerlegt. Mit einem nach zwischenzeitlichem Acht-Tore-Rückstand fast sensationellen Punktgewinn bei der TuS N-Lübbecke sowie dem entscheidenden Sieg beim Altmeister VfL Gummersbach am vorletzten Spieltag hielten die Mittelhessen  nicht nur dem Druck im Abstiegskampf stand, sondern zeigten, dass auch in der Fremde mit Ihnen zu rechnen sein muss. Am Ende belegte die HSG mit acht Zählern Platz 14 in der Auswärtstabelle.

Mit 896 Gegentoren drittbeste Defensive der Liga!

Es war auch eine Saison für die mittelhessische Handballspielgemeinschaft in der stärksten Liga der Welt, in der sich zwei statistische Trends bestätigten. Mit lediglich 896 Gegentoren stellt die HSG Wetzlar hinter dem Deutschen Meister, DHB-Pokalsieger und Champions League-Sieger THW Kiel sowie den Füchsen aus Berlin die drittbeste Defensive im Handball-Oberhaus. Schon in den Jahren zuvor war die Abwehr das Prunkstück der Mannschaft von der Lahn – schließlich hatte man nicht nur von allen Teams im unteren Tabellendrittel bzw. der unteren Tabellenhälfte mit die wenigsten Gegentreffer hinnehmen müssen.

Ein ganz anderes Bild zeichnet sich derweil nach Ablauf der Spielzeit 2011/2012 im Angriff ab. Mit nur 857 Treffern gelang der HSG Wetzlar gemeinsam mit dem HBW Balingen-Weilstetten die wenigsten Tore der Liga. Da ist es wenig verwunderlich, dass der beste grün-weiße Schütze Daniel Valo mit 105 Feldtreffern nur auf Rang 54 der Torjägerliste rangiert. Knapp gefolgt von Kreisläufer Kari Kristjan Kristjansson (103 Tore).

Über 2.000 Handballfans holten sich HSG-Dauerkarte!

Angefeuert wurden die Grün-weißen im Schnitt von rund 3.900 Zuschauern in der Wetzlarer RITTAL Arena, wenn sich die Nikolai Weber & Co. aufschwangen die nächsten Punkte zu erkämpfen. Das sind pro Heimpartie rund 300 Zuschauer mehr als in der abgelaufenen Saison. Im Zuschauervergleich der HBL rangieren die Domstädter somit auf einem beeindruckenden 8. Platz.  Mit über 65.000 Besuchern insgesamt stellte die HSG Wetzlar in der Spielzeit 2011/2012 einen neuen Rekord auf. Ebenso wie bei der Zahl der verkauften Dauerkarten. Über 2000 Handballfans erworben in der abgelaufenen Saison ein Saisonticket.

Nur 3,3 Zeitstrafen pro Spiel! Dafür aber sieben Rote Karten

Wesentlich besser als in der HBL-Abschlusstabelle steht die HSG Wetzlar im Fairness-Ranking der Liga dar. Mit nur 3,3 Zeitstrafen pro Spiel, sind die Grün-Weißen das Team mit den viert wenigstens Zwei-Minute-Hinausstellungen der TOYOTA Handball-Bundesliga. Zwar mussten die Mittelhessen sieben Rote Karten hinnehmen, der faire Gesamteindruck des Vereins wird dadurch allerdings nicht geschmälert.

Durch den Klassenerhalt startet die HSG Wetzlar am 25. August 2012 bereits in die 15. Erstliga-Saison in Folge – zu Gast in Wetzlar wird dann der entthronte Meister HSV Handball sein. Auch dann können sich Zuschauer und Sport-Liebhaber aus der Region Mittelhessen wieder auf spannende Kämpfe in der RITTAL Arena sowie viele emotionale Momente mit der HSG Wetzlar freuen.