Zweite Halbzeit hält Halbfinal-Hoffnung am Leben

Foto: Florian Gümbel

Nachwuchs

Magdeburger-Nachwuchs der erwartet schwere Gegner

HSG Wetzlar U19-Trainer Thomas Weber hatte im Vorfeld der Partie einen schweren, körperlich seinen Jungs überlegenen Gegner angekündigt und sollte mit seiner Einschätzung vollkommen richtig liegen, davon konnten sich über 1000 Zuschauer, die dem Viertelfinal-Hinspiel um die A-Jugend-Meisterschaft  in der Dutenhofener Sporthalle einen würdigen Rahmen gaben, überzeugen.

Die Zuschauer sollten zwei recht unterschiedliche Halbzeiten der Bundesliga-Nachwuchsteams sehen. In der ersten Halbzeit war es der starke Marcel Popa, der die Grün-Weißen immer wieder vor Probleme stellte und Thomas Weber in der 14. Minuten (6:8) zu seiner ersten Auszeit zwang. Offensiv gab es durch die Mitte kaum ein Durchkommen für die Wetzlarer Jungs, die Folge waren teils unglückliche Wurfentscheidungen, die vom gut aufspielenden Gästekeeper Florian Link entschärft werden konnten.

Leider konnte die HSG auch ihr Überzahl-Spiel nicht ausnutzen und lag in der 27. Minute mit 10:16 im Hintertreffen. Vorne waren es Einzelaktionen, die das Spiel der HSG prägten. Oft konnte der finale Pass von den Gästen abgefangen werden, woraus zur Halbzeit ein deutlicher Vorsprung der Gäste datierte (10:17).

Thomas Weber schien in der Halbzeit die richtigen Worte gefunden zu haben. Seine Jungs kamen aus der Kabine und gaben nun richtig Gas. Zwei Alutreffer der Gäste und zwei schnelle Treffer von Tim Rüdiger, der einen 4:0-Lauf zu Beginn der zweiten Halbzeit vollendete und die Wetzlarer waren wieder in der Partie. Dem SCM gelang erst nach fünf Minuten der erste Treffer, zudem mussten die Gäste ab der 38. Minute auf Johannes Wasielewski (Rote Karte nach drei mal zwei Minuten) verzichten. Das Spiel schien sich zu drehen.

Leider ließen die Mannen von Thomas Weber zu viele Chancen zum Ausgleich liegen, sodass dieser erst in der 50. Minute (22:22) durch Jugendnationalspieler Hendrik Schreiber fiel. Die Führung wechselte nun hin und her, die Torhüter kamen auf beiden Seiten besser ins Spiel. Niklas Friedrich brachte die Gäste wieder in Front (24:25, 58. Minute), Matthias Schwalbe gelang kurz darauf der Ausgleich, ehe der in der zweiten Halbzeit abgetauchte Marcel Popa die Gäste wieder jubeln ließ (25:26, 59. Minute).

Bei 10 Sekunden Restspielzeit legte Thomas Weber nochmal die Grüne Karte auf den Tisch und gab seinen Jungs Anweisungen für den finalen Angriff. Leider wurde die Aufholjagd der Grün-Weißen nicht vollends belohnt, denn Jonas Leger scheiterte mit dem letzten Wurf an Gästekeeper Link.

Nichtsdestotrotz haben sich die Wetzlarer Jungs durch eine tolle zweite Halbzeit, die sie mit 15:9 für sich entscheiden konnten, alle Möglichkeiten auf einen Halbfinal-Einzug offen gehalten. Das sieht auch HSG-Spieler Hendrik Schreiber so: „Es ist noch alles drin, die zweite Halbzeit hat gezeigt, dass wir mithalten können, da waren wir sogar besser als Magdeburg. Wir müssen den Schwung aus Durchgang zwei am Samstag mit nach Magdeburg nehmen.“ Die Probleme aus der ersten Halbzeit beschrieb der Jugendnational-Spieler wie folgt: „Wir haben im Angriff Stand-Handball gespielt, uns auf Einzelaktionen verlassen, den Ball nicht weitergespielt, was dazu geführt hat, dass wir uns an der SCM-Abwehr die Zähne ausgebissen haben und immer wieder ins Zeitspiel gekommen sind. In der zweiten Halbzeit hat dann unser Zusammenspiel besser geklappt, wir haben bis zum letzten Pass durchgespielt und uns bessere Wurfpositionen erarbeitet.“

Das Rückspiel müsste die HSG mit zwei Treffern Vorsprung für sich entscheiden, um ins Halbfinale einzuziehen. Gespielt wird am Samstag, den 30. April 2016 in Magdeburg. Die Grün-Weißen werden unter anderem von einem Fanbus begleitet. Eine Anmeldung dafür ist über die Geschäftsstelle der HSG Wetzlar (06441/2000520) noch möglich. Abfahrt ist um 06.30 Uhr an der Sporthalle Dutenhofen, Erwachsene zahlen 15€, Jugendliche 10€.