Für Niko Weber und die HSG heißt es nun: Mund abputzen und nach Vorne blicken!

10.09.2012

HSG Wetzlar verliert Hessenderby!

MT Melsungen mit höherer Treffsicherheit in der "Crunchtime" - Grün-Weißen vergeben vier Siebenmeter.

Schade. Der Höhenflug der HSG Wetzlar in der Handball-Bundesliga fand am Samstag im Hessenderby ein abruptes Ende. Bei der MT Melsungen, die ihre Heimspiele in der Rothenbachhalle auf dem Kasseler Messegelände austrägt, bezogen die Wetzlarer ihre erste Saisonniederlage. 28:25 (11:10) hieß es am Ende für die Gastgeber.

Sehr zum Leidwesen der Gäste aus Mittelhessen, die sich gegenüber der Partie am Mittwoch gegen den TV Großwallstadt verbessert zeigten, aber dennoch leer ausgingen. »Das war unser wichtigstes Spiel«, berichtete nach der Begegnung gegen seinen ehemaligen Klub Michael Roth, Trainer der MT Melsungen, »denn es war ein enormer Druck. Ich glaube, mit einer 5:1-Deckung anzufangen, war die richtige Maßnahme. Es war ein intensives Spiel mit allem, was der Handball zu bieten hat. Dieser Sieg gibt uns Selbstvertrauen.« Dass ihm der Erfolg gegen seinen »alten« Verein guttat, war dem Coach sichtlich anzumerken.

»Wir haben ein hochklassiges Handballspiel gesehen«, stellte nach der Partie HSG-Trainer Kai Wandschneider fest, doch angesichts der Niederlage schwang dabei keine rechte Begeisterung mit. »Melsungen hat zu Recht gewonnen«, räumte der Wetzlarer Coach dann auch ein. »Sie waren einen Tick cleverer und hatten in den entscheidenden Phasen die besseren Torhüter.«

Nun gut, auch die Leistung von Nicolai Weber im HSG-Tor konnte sich sehen lassen. Das gilt vor allem für die torarme Anfangsphase (Wandschneider: »Das Spiel ist schwer aus den Startlöchern gekommen«), in der Weber nicht nur einen Strafwurf von Michael Allendorf abwehrte, sondern mit weiteren Paraden den Grundstein dafür legte, dass die HSG immer besser ins Spiel fand und im weiteren Verlauf des ersten Durchgangs zwischenzeitlich mit drei Toren vorn lag.

Doch irgendwann lief es nicht mehr ganz so rund bei der HSG. »Wir haben Lösungen gegen die Melsunger 5:1-Deckung gefunden«, fand Wandschneider eine Erklärung dafür, »nur die Chancen nicht verwertet.« Vor allem von der Strafwurflinie fehlte den Wetzlarern die notwendige Sicherheit. »Wir haben vier Strafwürfe (von acht) verworfen, das ist nicht schön«, kündigte Wandschneider an, dass er auf diesem Gebiet Nachbesserungbedarf sieht. Und so konnten die Wetzlarer in der ersten Halbzeit ihren Vorsprung nicht halten. Adnan Harmandic, Steffen Fäth und Christian Rompf scheiterten mit ihren Strafwürfen an MT-Schlussmann Mikael Alf Appelgren, der zunächst nur für die gegnerischen Siebenmeter ins Melsunger Tor beordert wurde, hier aber einen zum Leidwesen der Gäste fantastischen Job machte. So drehten die Hausherren wieder den Spieß um und setzten den elften Treffer zur knappen Pausenführung.

Nach Wiederbeginn lief es bei beiden Mannschaften im Angriff zunächst viel besser. Die Tore fielen im zweiten Durchgang zunächst im (gefühlten) 30-Sekunden-Takt. Bis zur 56. Minute stand das Spiel auf des Messers Schneide, ehe die Melsunger durch Treffer des ehemaligen Wetzlarers Christian Hildebrand und des Mannschaftskapitäns Nenad Vuckovic, nicht nur in kämpferischer Hinsicht ein Vorbild, einen Zwei-Tore-Vorsprung herauswarfen (26:24/58:41). Als dann MT-Spieler Malte Schröder eine Zeitstrafe kassierte und der Wetzlarer Adnan Harmandic per Strafwurf den 25:26-Anschluss (58:49) herstellte, schien ein Teilerfolg für die HSG noch möglich. Doch innerhalb weniger Sekunden verspielten die Wetzlarer alles. In Unterzahl hatte sich der ehemalige Wetzlarer Michael Allendorf durchgesetzt und wurde von Michael Müller am Torwurf gehindert. Für die Unparteiischen eine klare Sache: Strafwurf für MTV Melsungen, Zeitstrafe für den HSG-Kapitän. Vuckovic verwandelte, und Allendorf setzte zum 28:25-Endstand noch einen drauf. »Es war ein ansehnliches Derby mit dem glücklichen Ende für uns«, befand hinterher Michael Allendorf, der sich gern an seine Wetzlarer Zeit erinnert: »Es waren schöne Jahre dort.« Weniger entspannt fiel die Bewertung durch den HSG-Kapitän Michael Müller aus. »Wir waren einfach zu dumm«, ärgerte er sich. »Wir haben in den letzten Minuten einfache Fehler gemacht.« Dafür allerdings hatte HSG-Trainer Wandschneider Verständnis: »Angesichts der englischen Woche lässt am Ende die Kraft nach.«

MT Melsungen: Sandström, Appelgren; Stenbäcken (2), Mansson, Fahlgren (4), Schröder, Vasilakis (5), Hildebrand (2), Danner (3), Sanikis, Allendorf (6/2), Vuckovic (6/1).

 HSG Wetzlar: Weber, Marinovic; Schmidt, Fridgeirsson (2), Tiedtke (2), Rompf (3), Valo (1), Mraz (2), Philipp Müller (1), Reichmann (2), Fäth (5/2), Michael Müller (4), Harmandic (3/2), Kristjansson.

 Im Stenogramm:  Schiedsrichter: Geipel/Helbig (Steuden/Landsberg / Sachsen-Anhalt) / Zuschauer: 3005 / Spielfilm: 2:0 (6.), 3:4 (12.), 5:5 (19.), 5:8 (24.), 8:10 (27.), 11:10 (30.), 13:11 (35.), 15:15 (39.), 23:23 (54.), 23:24 (56.), 26:25 (59.), 28:25 (60.) / Siebenmeter: 4/3:8/4 (Allendorf scheitert an Weber (7:33) - Harmandic wirft am Tor vorbei (5:50), Fäth scheitert an Appelgren (21:30), Kristjansson scheitert an Appelgren (27:24), Rompf scheitert an Appelgren (32:07). - Zeitstrafen: 3:3 (Danner, Stenbäcken, Schröder - Philipp Müller/2, Michael Müller).

 

Quelle: Gießener Allgemeine Zeitung

 
 
Jetzt Artikel teilen in Ihrem Netzwerk:
 
 
 
  • So, 24. August 2014 · 17:15 Uhr

    vs.
    24:30
    (12:15)

  • Fr, 29. August 2014 · 19:45 Uhr

    vs.
    32:25
    (17:11)

  • So, 31. August 2014 · 17:15 Uhr

    vs.
    23:22
    (10:10)

  • Fr, 05. September 2014 · 19:45 Uhr

    vs.
    29:32
    (13:15)

  • Sa, 13. September 2014 · 15:00 Uhr

    vs.
    28:31
    (15:14)

  • Sa, 27. September 2014 · 15:00 Uhr

    vs.
    28:28
    (16:14)

  • Mi, 01. Oktober 2014 · 19:00 Uhr

    vs.
    22:28
    (12:16)

  • Fr, 17. Oktober 2014 · 19:45 Uhr

    vs.
    24:24
    (8:15)

  • So, 26. Oktober 2014 · 17:15 Uhr

    vs.
    33:30
    (16:11)

  • Mi, 05. November 2014 · 19:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • Sa, 08. November 2014 · 19:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • Mi, 12. November 2014 · 19:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • Sa, 15. November 2014 · 19:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • Mi, 19. November 2014 · 19:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • So, 23. November 2014 · 15:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • Fr, 28. November 2014 · 19:45 Uhr

    vs.
    0:0

  • Sa, 06. Dezember 2014 · 19:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • So, 14. Dezember 2014 · 15:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • Sa, 20. Dezember 2014 · 19:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • Di, 23. Dezember 2014 · 20:15 Uhr

    vs.
    0:0

  • Fr, 26. Dezember 2014 · 17:15 Uhr

    vs.
    0:0

  • Sa, 14. Februar 2015 · 18:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • Sa, 21. Februar 2015 · 18:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • Sa, 28. Februar 2015 · 18:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • Sa, 07. März 2015 · 18:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • Sa, 14. März 2015 · 18:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • Sa, 21. März 2015 · 18:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • Fr, 27. März 2015 · 19:45 Uhr

    vs.
    0:0

  • Sa, 04. April 2015 · 18:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • Sa, 11. April 2015 · 18:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • Sa, 18. April 2015 · 18:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • Mi, 06. Mai 2015 · 18:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • Sa, 16. Mai 2015 · 18:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • Sa, 23. Mai 2015 · 18:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • Sa, 30. Mai 2015 · 18:00 Uhr

    vs.
    0:0

  • Fr, 05. Juni 2015 · 18:00 Uhr

    vs.
    0:0

 
Wienold Banner
 
 
Globus Banner
 
 
Tickets

Tickets

Emotionen live erleben! Hier erhalten Sie Ihre Tickets für unsere Spiele in der Rittal Arena.

 
 
 
 
 
 
first art Werbeagentur
DKB Exzellente Jugendarbeit 2013