Überraschung knapp verpasst: HSG Wetzlar unterliegt SC Magdeburg 27:29

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DKB Handball-Bundesliga

Wandschneider-Sieben vergibt wenige Sekunden vor Ende die Chance auf den Ausgleich

Die HSG Wetzlar hat am Donnerstagabend die Überraschung gegen den SC Magdeburg knapp verpasst. Die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider unterlag den Anhaltinern in der DKB Handball-Bundesliga mit 27:29 (13:14), spielte aber 60 Minuten auf Augenhöhe. Kristian Björnsen vergab wenige Sekunden vor Ende die Möglichkeit auf den Ausgleich. Christian O’Sullivan machte für die Gäste alles klar.

„Magdeburg hat am Ende verdient gewonnen, aber wir waren ganz nah dran, vielleicht einen Punkt zu holen. Meine Mannschaft zeichnet es einfach aus, dass sie immer weiterkämpft. Ich muss den Jungs trotz der Niederlage ein Kompliment machen: Sie hat gegen eine richtig gute Magdeburger Mannschaft, die ihre Seele gefunden hat, stark gespielt“, sagte HSG-Trainer Wandschneider.

Die 4421 Zuschauer in der Rittal Arena bekamen in der ersten Viertelstunde eine Partie auf Augenhöhe zu sehen, in der die Gäste die Nase zunächst immer leicht vorne hatten. Nach dem 1:1 durch Kristian Björnsen (3.) konnte erst Maximilian Holst vom Siebenmeterpunkt beim 5:5 den nächsten Ausgleich erzielen (11.). Bei Wetzlar fand Benjamin Buric nur schwer in die Partie, bekam nach neun Minuten den ersten Ball zu fassen. Bei Magdeburg war Dario Quenstedt von Beginn an da und war mit dafür verantwortlich, dass der SCM wieder mit 7:5 (15.) durch Marko Bezjak in Front gehen konnte. Doch auch Buric steigerte sich, und Joao Ferraz traf nach 17 Minuten zum 7:7.

Die Anhaltiner präsentierten sich in der Folge als die reifere Mannschaft, die immer wieder über das gefürchtete Tempospiel zum Erfolg kam. Während die HSG im Gegenstoß scheiterte, nutzte Matthias Musche seine Chance und brachte seine Farben 9:7 in Führung. Stefan Cavor, nach Wandschneider-Auszeit für Ferraz gekommen, scheiterte frei von Siebenmetern an Quenstedt, Musche nutzte den Konter zum 11:8 (24.). Der Nationallinksaußen markierte wenig später auch das13:10 für den SCM (27.). Trotzdem schafften es die Wandschneider-Schützlinge, den Rückstand bis zur Pause auf 13:14 zu verkürzen.

Nach dem Wechsel glich Holst vom Punkt zügig aus (15:15). Und auch Jannik Kohlbacher egalisierte nochmal die Führung der Magdeburger (17:17/37.). Dann allerdings zogen die Gäste mit drei schnellen Treffern davon. Während die HSG den Positionsangriff des SCM gut im Griff hatte, bereitete das Tempospiel Probleme. Erneut traf Musche über den Gegenstoß und markierte das 20:17 (40.). Marko Bezjak und Zeljko Musa erhöhten auf 24:19 (47.).

Bei Wetzlar war in der Zwischenzeit Till Klimpke für den in der zweiten Halbzeit glücklosen Buric zwischen die Pfosten gekommen. Doch auch der Youngster konnte nicht verhindern, dass Magdeburg dem Sieg entgegensteuerte. Wieder traf Bezjak, der das 27:21 erzielte (51.). Wandschneider stellte auf eine 3:3-Deckung um, was die Gäste vor eine neue Aufgabe stellte. Holst verkürzte nach Bezjak-Lattenkracher auf 24:27 (54.), Cavor eine Minute vor Schluss auf 27:28. Kristian Björnsen hatte dann die große Chance zum Ausgleich, scheiterte von Rechtsaußen aber am starken Quenstedt. Christian O’Sullivan machte den Sieg für Magdeburg perfekt.

„Ich bin sehr zufrieden, hier in Wetzlar bestanden zu haben. Wir gehören zu einem elitären Kreis, denn nicht viele Mannschaften haben es hier geschafft, Punkte zu entführen“, sagte SCM-Coach Bennet Wiegert. „Die beiden Zähler können noch ganz, ganz wichtig werden.“

HSG Wetzlar: Klimpke, Buric; Hermann (n.e.), Kneer, Björnsen (2), Pöter (1), Ferraz (3), Mirkulovski, Volentics (n.e.), Holst (9/7), Forsell-Schefvert (2), Kvist (1), Klesniks, Lindskog, Cavor (5), Kohlbacher (4).

SC Magdeburg: Green, Quenstedt; Musa (3), Chrapkowski (1), Musche (7/2), Pettersson (n.e.), de la Pena (n.e.), Molina Cosano, Christiansen (4), Mertens, O’Sullivan (6/2), Bezjak (6), Weber (2/1), Kalarash, Damgaard (n.e.), Zelenovic.

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Behrens/Fasthoff. – Zuschauer: 4421 (ausverkauft).