Alexander Feld: „Die Vorfreude auf Wetzlar ist riesig!“

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DKB Handball-Bundesliga

Neuzugang der HSG Wetzlar im Interview - 25-jähriger Spielmacher wechselt zur neuen Saison aus Ludwigshafen an die Lahn

Der 12. Mai war ein besonderer Tag für Alexander Feld. Endlich konnte der Rückraumspieler auf sein geliebtes Spielfeld zurückkehren, nach monatelanger Pause und Tortour wegen eines Achilessehnenrisses. Noch im Trikot der abstiegsbedrohten Eulen Ludwigshafen gelangen dem 25-jährigen fünf blitzsaubere Tore beim 23:23-Heim-Remis gegen den TVB 1898 Stuttgart: ein bemerkenswertes Comeback des gebürtigen Krefelders. „Man hat gesehen, was uns mit Alex Mentalität in der Saison gefehlt hat“, sagte Eulen-Trainer Ben Matschke nach dem Spiel beeindruckt. „Es kommt nicht drauf an, wie man kommt. Es kommt drauf an, wie man geht.“

Im Sommer wechselt Feld nunmehr zur HSG Wetzlar, um gemeinsam mit Routinier Filip Mirkulovski ein Gespann auf der Position Rückraum Mitte zu bilden. Wir haben uns mit Alex, der in der kommenden Spielzeit die Rückennummer 2 tragen wird, darüber unterhalten.

Alex, nach vielen Monaten Verletzungspause hast Du endlich wieder auf dem Spielfeld gestanden. Wie hat sich das angefühlt?

Alexander Feld: „Ich glaube dieses Gefühl kann man nur beschreiben, wenn man selber einmal über einen so langen Zeitraum verletzt war. Schon morgens beim Aufstehen beginnt das Kribbeln und man stellt sich sämtliche Szenarien im Kopf vor. Im Spiel selbst habe ich dann jede einzelne Sekunde mit den Jungs und den Fans genossen. Die Stimmung in der Halle war unglaublich und nur so war ein derartiges Comeback möglich.“

Jetzt wartet ab Juli ein neues Abenteuer in Wetzlar auf Dich! Es heißt „die Zelte“ in Ludwigshafen ab- und in Mittelhessen wieder aufzuschlagen. Hast Du schon eine Wohnung gefunden und was steht in den kommenden Wochen bis Vorbereitungsbeginn noch für Dich an?

Alexander Feld: „Meine Freundin Diana und Ich haben uns die vergangenen Wochen ein paar Wohnung in Wetzlar, Gießen und Umgebung angeschaut. Letztendlich sind wir sehr happy, dass wir eine wunderschöne Wohnung direkt in Wetzlar gefunden haben. Nach der Saison beginnt der übliche „Umzugsstress“. Sachen packen, Wohnung streichen, Ummeldung und so weiter. Wir hoffen, dass bis Mitte Juni alles über die Bühne geht, damit wir noch etwas Zeit für Urlaub finden, der auch noch geplant werden muss.“

Wie war das für Dich als die HSG Wetzlar an Dich mit der Anfrage herangetreten ist, ab der kommenden Saison in Mittelhessen zu spielen?

Alexander Feld: „Als die Anfrage kam war ich überglücklich. Es ist keine Selbstverständlichkeit ein solches Vertrauen ausgesprochen zu bekommen, nach so einer derartigen Verletzung. Danach ist man schlagartig vom Radar und ist erst einmal außen vor. Umso mehr werde ich von Beginn an versuchen, dieses Vertrauen zurückzuzahlen.“

Gab es noch andere Clubs, die angeklopft haben?

Alexander Feld: „Vor meiner Verletzung, ja. Im Nachhinein bin ich aber froh, dass alles so gekommen ist wie jetzt.“

Wie wichtig waren die Faktoren Kai Wandschneider und Rittal Arena für Dich?

Alexander Feld: „Es ist kein Geheimnis, dass die HSG Wetzlar für deutsche Spieler in Sachen Ausbildung und Spielpraxis einer der besten Vereine ist. Man hat die letzten Jahre gesehen, dass der Club durch die Arbeit von Kai und Jasmin Camdzic viele Spieler nach vorne gebracht hat und diese mittlerweile auf internationalem Top-Niveau agieren. Genau aus diesem Grund habe ich mich schnell dazu entschieden nach Wetzlar zu gehen. Nach drei Jahren Ludwigshafen wollte ich sportlich den nächsten Schritt machen und sehe bei der HSG Wetzlar die optimalen Möglichkeiten dafür. Die Rittal Arena gehört für mich zu den drei schönsten Handballarenen in Deutschland. Die Stimmung war, auch wenn ich mit den Eulen die letzten beiden Jahre immer einen auf den Deckel bekommen habe, immer sensationell. Ich freue mich auf die Fans und diese Stimmung.“

In diesem Sommer bist Du neben dem 3. Torhüter Anadin Suljakovic der einzige Neuzugang der HSG Wetzlar! Das heißt auch, die Mannschaft bleibt für Wetzlarer Verhältnisse ausnahmsweise Mal annähernd unverändert. Ein Vorteil, auch für einen neuen Spieler?

Alexander Feld: „Ich persönlich finde es gut, denn so bedarf es keiner großen Eingewöhnungszeit. Die Mannschaft hat von Beginn an ein Fundament und Basics, auf die man jederzeit zurückgreifen kann.“

Welche persönlichen Ziele hast Du Dir für die Zeit in Wetzlar gesteckt?

Alexander Feld: „Erst einmal möchten wir gut in Wetzlar ankommen (lacht). Sportlich will ich der Mannschaft schnellstmöglich helfen und vor allem gesund bleiben. Es wäre schön ein ähnliches Resultat zu erzielen wie dieses Jahr und so früh wie möglich viele Punkte zu sammeln.“ 

Es gibt klassische Regisseure wie Filip Mirkulovski, aber auch sehr torgefährliche Mittelmänner. Wie interpretierst Du Deine Position?

Alexander Feld: „Ich denke, dass mich die meisten als die torgefährliche Variante beschreiben würden. Gerade im Bereich Spielgestaltung freue ich mich aber auf die Zusammenarbeit mit Filip und Kai, denn von deren Erfahrung kann man nur profitieren und lernen.“

Worauf freust Du Dich in Wetzlar am meisten?

Alexander Feld: „Ich muss ehrlich sagen, dass ich mich auf alles freue. Die Vorfreude auf Wetzlar ist riesig!“

Vielen Dank für das Gespräch, Alex.