"Bad Boys" trennen sich 25:25-Unentschieden von Mazedonien

Bildquelle: Nele Hüpper

DKB Handball-Bundesliga

Deutsche Handball-Nationalmannschaft nimmt zwei Punkte mit in die Hauptrunde

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat sich bei der EM in Kroatien zum Abschluss der Vorrunde 25:25 (12:11)-Unentschieden von Mazedonien getrennt. Die Auswahl von Trainer Christian Prokop hatte zu Beginn beider Halbzeiten Probleme, ins Spiel zu finden, konnte sich aber jeweils stabilisieren. Mit 4:2-Punkten belegt die Mannschaft um den Wetzlarer Kreisläufer Jannik Kohlbacher den zweiten Platz in der Gruppe C und nimmt zwei Punkte mit in die Hauptrunde.

 

Der Start der deutschen Mannschaft war auch wie gegen Slowenien holprig. Mazedonien überraschte mit einer offensiven 5:1-Abwehr und brachte im Angriff zudem konsequent den siebten Feldspieler. Der Rückraum schaffte es immer wieder, den bulligen Kreisläufer Stojanche Stoilov anzuspielen, der sich häufig gegen die deutsche Defensive durchsetzte und für die 6:3-Führung sorgte.

 

Erst nach gut zehn Minuten gelang es der DHB-Auswahl, die Deckung zu stabilisieren. Großer Rückhalt war auch Andreas Wolff, der reihenweise Großchancen der Mazedonier zunichte machte. Auch im Angriff fanden die Deutschen zunehmend bessere Lösungen, sodass Kapitän Uwe Gensheimer in der 18. Minute zum 7:7 ausgleichen konnte und Patrick Wiencek wenig später zum 8:7 einnetzte.

 

Das Spiel blieb bis zum Pausen-12:11 eng, auch weil bei Mazedonien nach 24 Minuten Wetzlars Spielmacher Filip Mirkulovski kam, der dem Offensivspiel an der Seite von Superstar Kiril Lazarov neue Impulse geben konnte.

 

Den besseren Start in den zweiten Durchgang hatte Mazedonien. Bis zur 43. Minute konnten sich die Mirkulovski, Manaskov und Co. bis auf 19:16 (43.) absetzen. Doch wie schon in Durchgang eins stabilisierten sich die „Bad Boys“ kurz darauf. Steffen Weinhold erzielte nach 45 Minuten das 18:19, Hendrik Pekeler gelang kurz darauf der 20:20-Ausgleich, ehe wiederum Weinhold den 21:20-Führungstreffer markierte.

 

In der Crunchtime legte die DHB-Auswahl zum 24:23 (Groetzki/57.) vor, doch Mazedonien glich erneut vom Kreis aus. Auch das 25:24 (58.) von Philipp Weber egalisierten die Rot-Hemden. Als Keeper Silvio Heinevetter 14 Sekunden vor dem Ende den freien Wurf von Stoilov parierte, hatte die deutsche Mannschaft die Chance zum Sieg. Prokop nahm die Auszeit, brachte den siebten Feldspieler. Doch zum Torerfolg reichte es nicht mehr.