Bergischer HC kommt zum „Bigpoint-Spiel“ in die Rittal Arena!

Bild: www.sportfoto-vogler.de

DKB Handball-Bundesliga

Nach drei Heimniederlagen in Folge will HSG Wetzlar gegen untypischen Aufsteiger zurück in die Erfolgsspur - Anwurf am Donnerstag um 19.00 Uhr - Vorverkauf läuft schleppend

In der DKB Handball-Bundesliga geht es derzeit Schlag auf Schlag. Erst am Sonntag hatte die HSG Wetzlar im Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen überzeugt und war knapp an einer Sensation vorbei geschrammt. Nur vier Tage später steht bereits der nächste Auftritt der Grün-Weißen in der Rittal Arena Wetzlar an. Am Donnerstagabend gibt mit dem Bergischen HC die derzeitige Überraschungsmannschaft der Liga ihre Visitenkarte in Mittelhessen ab. „Ich habe es schon vor der Saison gesagt: Der Bergische HC ist ein untypischer Aufsteiger“, so Wetzlars Trainer Kai Wandschneider. „Sie sind vergangene Saison quasi durch die 2. Liga gepflügt, haben ihren Kader nach dem Aufstieg noch einmal gezielt mit erstligaerfahrenen Spieler verstärkt und erweitert. Dass der BHC derzeit so gut in der Tabelle steht, ist natürlich eine beeindruckende Leistung, kommt allerdings nicht so überraschend wie manche glauben!“ 

Wie stark die Bergischen Löwen sind, mussten die Grün-Weißen bereits beim Linden-Cup in der Vorbereitung erfahren, als die Mittelhessen phasenweise deutlich zurücklagen und am Ende mit einer Zwei-Tore-Niederlage das Parkett räumen mussten. „Das hat Eindruck gemacht. Allerdings war der BHC in dieser Phase komplett und voll im Saft, während wir direkt vom Turnier in Altensteig kamen und drei wichtige Spieler verletzt waren“, ordnet Wandschneider diese Situation richtig ein.

„Ich erwarte gegen den BHC ein enges Spiel, so wie fast alle Spiele zwischen unseren beiden Teams in der Vergangenheit waren“, so der 58-jährige, der kurzfristig gemeinsam mit Rückraumspieler Lenny Rubin und den Ärzten entscheiden möchte, ob ein Einsatz des Schweizer Nationalspielers am Donnerstagabend Sinn macht. Ansonsten sind bei den Grün-Weißen nach aktuellem Stand, bis auf den Langzeitverletzten Tibor Ivanisevic, alle Spieler an Bord.

„Für uns ist die Partie ein Bigpoint-Spiel, in das wir alles reinlegen müssen, um es zu gewinnen“, gibt Wandschneider nach drei Heimniederlagen zuletzt gegen die Topteams aus Magdeburg, Melsungen und Mannheim klar die Richtung vor. „Wir können aus dem Heimspiel gegen die Rhein-Neckar Löwen sehr viel positives mit ins Duell mit dem BHC nehmen. Wir haben größtenteils eine starke Abwehr gestellt, hatten ein gutes und geordnetes Rückzugsverhalten und ein geduldiges Angriffsspiel. All das wird auch am Donnerstag nötig sein, um erfolgreich zu sein und die nächsten Punkte einzusammeln!“

Eine große Rolle spielt für den Coach neben allen sportlichen Faktoren auch wieder die Unterstützung von den Rängen. „Was am Sonntag in der Rittal Arena los war, das war wirklich beeindruckend. Man hatte phasenweise das Gefühl, das gleich das Dach wegfliegt. Solch eine Stimmung brauchen wir auch gegen den BHC“, so Wandschneider, der diesbezüglich auch seine Spieler in die Pflicht nimmt. „Wir wollen ein Spiel hinlegen, in dem die Fans automatisch wieder zum achten Mann werden.“

Bislang wurden erst knapp 3.500 Tickets für das Bigpoint-Spiel verkauft. Geschäftsführer Björn Seipp macht sich jedoch keine großen Sorgen, dass sich dies auf die Stimmung auswirken werde: „Bei uns ist die Unterstützung von den Rängen immer gut, sicherlich auch dann, wenn mal weniger Zuschauer da sind. Da können wir uns auf unsere treuen Fans verlassen.“ Der 44-jährige nennt zwei Gründe für die aktuellen Verkaufszahlen. „Wir haben ein Publikum, das sich doch sehr viel mehr als vielleicht andernorts auch aus Familien und Kindern zusammensetzt. Jetzt sind Herbstferien und viele Familien verreist. Dazu kommt der straffe Spielplan, mit zahlreichen Spielen in wenigen Wochen und die Zusatzangebote im DHB-Pokal und durch das Länderspiel. Da muss man es sich auch leisten können, zwei oder drei Mal innerhalb von wenigen Tagen Eintritt zu bezahlen. Das muss man einfach mal ganz realistisch sehen.“