Dank starker erster Halbzeit Grundstein für deutlichen Sieg gelegt!

Bild: HSG Wetzlar

LIQUI MOLY Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar siegt auch im zweiten Spiel beim Heide-Cup - 31:25-Erfolg gegen russische Nationalmannschaft - Mittelhessen ziehen ins Finale gegen Füchse Berlin ein

Die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar haben auch ihr zweites Spiel bei diesjährigen Heide-Cup gewonnen und sind damit ins Turnier-Finale am morgigen Sonntag eingezogen. Gegner sind um 16.45 Uhr die Füchse Berlin (live auf sprungwurf.tv).

Gegen die russische Nationalmannschaft siegten die Grün-Weißen mit 31:25. Dabei hatte das Team von Kai Wandschneider zur Halbzeit schon mit 20:10 geführt. Auch deshalb hatte die zweite Hälfte kaum mehr als Trainingsspiel-Charakter. Die Mittelhessen verpassten es aufgrund von zahlreichen ausgelassenen Wurfmöglichkeiten in der Schlussviertelstunde für ein noch höheres Ergebnis zu sorgen.

Im Vergleich zum Spiel am Freitag gegen St. Raphael wechselte Wandschneider seine Startformation munter durch, um Kräfte zu verteilen. Im Tor begann Tibor Ivanisevic, der gleich zwei der ersten drei russischen Würfe entschärfen konnte. Seine Vorderleute standen im ersten Durchgang beeindruckend kompakt in der Abwehr, so dass die gegnerischen Angreifer keine Tiefe in ihre Angriffe brachten. Einfache Ballgewinne waren das Resultat, gefolgt von schnellen Wetzlarer Treffern über die erste und zweite Welle. Bereist nach 10 Minuten leuchtete eine 6:1-Führung von der Anzeigetafel.

Bis zu Pause änderte sich kaum etwas am Spielverlauf. Wetzlar agierte konzentriert und zielstrebig. Russland hatte kaum Ideen und Mittel die Abwehr der Grün-Weißen in Verlegenheit zu bringen. Somit ging es nach einem von insgesamt acht verwandelten Siebenmetern von Maximilian Holst mit 20:10 in die Pause.

Nach dem Wechsel stellte Russlands Trainer Koksharov seine Abwehr um, ließ mit einer 5:1-Deckung spielen. Dies ließ den Wetzlarer Spielfluss etwas stocken. Dazu erlaubten sich die Grün-Weißen im Gefühl des sehr sicheren Sieges einige Unkonzentriertheit, vor allem im Abschluss. Weissgerber und Frend Öfors scheiterten beispielsweise beim Gegenstoß. Dazu Mirkulovski, Cavor und Lindskog frei vom Kreis. 

Da die Partie mittlerweile einen Trainingsspiel-Charakter hatte, kam kaum noch Spannung auf. Dafür sorgte auch Tibor Ivanisevic, der einige russische Würfe entschärfte und eine starke Leistung zeigte. Auch Alexander Feld sorgte mit drei blitzsauberen Schlagwürfen aus dem Rückraum für Highlights des Spiels. 

„Ich bin hochzufrieden. Wir haben wirklich eine fantastische Abwehr gespielt. Natürlich haben wir nicht gegen die komplette russische Nationalmannschaft gespielt, weil einige Leistungsträger fehlen, aber trotzdem muss man dieses Team erst einmal so souverän beherrschen", so Kai Wandschneider nach dem Spiel. "Wir haben phasenweise mit 12 Toren gefühlt und mir hat auch unser Angriffsspiel gut gefallen. Hier hat Alexander Feld mit seinen tollen Schlagwurftoren gezeigt, wie wichtig er für uns werden kann und wird. Aber alle eingesetzten Spieler haben das toll gemacht, auch Lenny Rubin, der nach seiner Magen-Darm-Erkrankung zurück ist, aber doch dadurch eine Körner gelassen hat."

Stenogramm:

HSG Wetzlar: Ivanisevic (1.-60.), Klimpke (n.e.); Feld (4), Kneer, Björnsen (n.e.), Ferraz (3), Mirkulovski, Torbrügge (3), Weissgerber (1), Frend Öfors (5), Holst (8/8), Forsell Schefvert (2), Rubin (1), Lindskog, Cavor (4).

Russland: Zabolitin, Nikulin, Fokin; Santolov 3, Ryabov, Kiselev 7/2, Nikolaenkov 1, Ostashchenko 2, Kornev 5, Kotoy, Aflitulin 1, Mikhalin, Kotov, Ermakov, Babkin 1, Andreev 3, Kuzentov, Kosorotov 2.