DHB-Auswahl ringt Tschechien mit 22:19 nieder

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DKB Handball-Bundesliga

Zweiter Sieg für Deutschland bei der EM - Mit vier Punkten gute Chancen auf das Halbfinale

Die deutsche Handball-Nationalmannschaft hat nach zwei Unentschieden in Folge bei der EM in Kroatien den zweiten Sieg gefeiert. Das Team um Wetzlars Kreisläufer Jannik Kohlbacher setzte sich im ersten Hauptrunden-Spiel mit 22:19 (9:10) gegen Tschechien durch. Garanten für den Sieg waren die beiden Torhüter Silvio Heinevetter und Andreas Wolff sowie Steffen Fäth im Angriff. Mit nun vier Punkten hat die DHB-Auswahl weiterhin gute Chancen auf das Halbfinale.


Auch gegen Tschechien tat sich die deutsche Mannschaft im Positionsangriff schwer. „Bis auf Steffen Fäth kommen wir alle mit zu wenig Schwung“, analysierte Kapitän Uwe Gensheimer zur Pause im ZDF. Fäth, unter Kai Wandschneider in Wetzlar zum Nationalspieler gereift, strahlte als einziger Akteur der „Bad Boys“ Gefahr aus dem Rückraum aus. Dass das Spiel in der Anfangsphase eng blieb, hatte die DHB-Auswahl vor allem Silvio Heinevetter zu verdanken, der einige Bälle der Tschechen abwehren konnte.


Fäth war es, der in der 13. Minute das 5:4 für Deutschland besorgte. Gensheimer erhöhte kurz darauf auf 7:5 (15.). Doch in der Folge blieb die Mannschaft von Christian Prokop lange ohne eigenen Treffer, was vor allem daran lag, dass sich die Tschechen besser auf Fäth eingestellt hatten. Die Folge: Ondrej Zdrahala gelang der 8:7-Führungstreffer für seine Farben. Mit 9:10 aus deutscher Sicht ging es in die Halbzeit.


Nach dem Wechsel blieb die Partie ausgeglichen. Zunächst setzte sich Tschechien auf 13:11 ab, dann konnte die DHB-Auswahl mit 15:14 in Führung gehen. Probleme hatte die deutsche Mannschaft weiterhin mit dem agilen Spielmacher Zdrahala, der immer wieder Lücken im Defensivverbund fand. In der 48. Minute markierte Tomas Cip das 18:16 für Tschechien.


Uwe Gensheimer besorgte per Siebenmeter in der 52. Minute den 18:18-Ausgleich, ehe Paul Drux mit seinem ersten Treffer die 19:18-Führung markierte. Ein gehaltener Siebenmeter von Andreas Wolff ermöglichte, dass sich die DHB-Auswahl erst auf 20:18 durch Jannik Kohlbacher absetzen 56.) und kurz darauf auf 21:18 erhöhen konnte. Die Vorentscheidung.