Drei Personalentscheidungen für kommende Saison gefallen!

Bild: Die Eulen Ludwigshafen

DKB Handball-Bundesliga

Alexander Feld wechselt im Sommer aus Ludwigshafen an die Lahn – Hendrik Schreiber spielt dann per Ausleihe für TV Hüttenberg – Ende der Zusammenarbeit mit Alexander Hermann nach Saisonende

Die HSG Wetzlar treibt ihre Personalplanungen für die kommende Saison in der DKB Handball-Bundesliga weiter voran. Seitens der Grün-Weißen wurden nunmehr drei Entscheidungen getroffen, die Veränderungen im Kader nach sich ziehen.

Demnach wird Junioren-Nationalspieler Hendrik Schreiber für die Spielzeit 2019/2020 zum benachbarten Zweitligisten TV Hüttenberg ausgeliehen, um die sportliche Weiterentwicklung des 20-jährigen intensiv voranzutreiben. Schreiber besitzt in Wetzlar einen Vertrag bis Juni 2021.

Als Neuzugang können die Mittelhessen ab Sommer Alexander Feld begrüßen. Der 25-jährige wechselt von den Eulen Ludwigshafen an die Lahn und hat nach bestandenen medizinischen Untersuchungen einen Vertrag bis Juni 2020 unterzeichnet.

Nicht mehr im Wetzlarer Kader steht in der kommenden Saison Alexander Hermann. Spieler und Club einigten sich im Einvernehmen darauf die Zusammenarbeit im Sommer zu beenden. Hermann, der nach einem Mittelfußbruch vor kurzem sein Comeback feiern konnte, spielt seit Sommer 2017 für die HSG Wetzlar.

Hendrik Schreiber:

In Sachen Weiterentwicklung des Jugend-Nationalspielers kooperiert die HSG Wetzlar in der kommenden Saison mit dem TV Hüttenberg. Der talentierte Spielmacher wird für die kommende Saison an den Zweitligisten ausgeliehen, um Spielpraxis auf hohem Niveau zu sammeln. „Hendrik bringt vom Talent her alles mit, um bei der HSG Wetzlar in Zukunft eine wichtige Rolle spielen zu können“, weiß HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. „Nach konstruktiven Gesprächen zwischen beiden Vereinen und dem Spieler war schnell klar, dass die Ausleihe ein wichtiger Schritt dahin ist. Hendrik muss sich in der kommenden Saison in Hüttenberg viele Spielanteile im Rückraum erarbeiten und sich darüber auch im athletischen Bereich weiterentwickeln, um den nächsten Entwicklungsschritt zum Erstliga-Spieler zu machen. Wir haben deshalb ganz bewusst diesen Weg gemeinsam gewählt.“ Beim TV Hüttenberg freut man sich über den Sommer-Neuzugang. „Hendrik ist sicherlich das größte Rückraumtalent unserer Region und es ist schön zu wissen, dass er unser Team in der kommenden Saison verstärken wird“, so TVH-Geschäftsführer Lothar Weber. „Wir wissen, dass uns eine wichtige Rolle bei der sportlichen Weiterentwicklung Hendriks zukommt. Unser Dank gilt den Verantwortlichen der HSG Wetzlar für die zielführenden Gespräche und das Zutrauen in die Kooperation.“

Alexander Feld:

Der 25-jährige wechselt vom derzeitigen Ligakonkurrenten Eulen Ludwigshafen nach Wetzlar. Gemeinsam mit Kapitän Filip Mirkulovski wird Alexander Feld in der kommenden Saison die Position Rückraum Mitte besetzen. „Alex ist der Spielertyp auf dieser Position, der unserem Angriffsspiel gut tun wird und den wir genau deshalb gesucht haben. Er arbeitet für die Mannschaft und ist sehr torgefährlich. Dazu bringt Alex die notwendige Mentalität und den Charakter mit, den es in der 1. Liga braucht, um im Team erfolgreich sein zu können“, so Björn Seipp. Feld verfügt trotz seiner erst 25 Jahren bereits über einige Erstligaerfahrungen, die er beim HSV Hamburg und in Ludwigshafen sammelt. Der gebürtige Krefelder hatte sich im Oktober vergangenen Jahres im Heimspiel der Eulen gegen Magdeburg einen Achillessehnenriss zugezogen, der ihn über ein halbes Jahr ausfallen ließ. Bis dahin hatte Feld in neun Spielen 33 Treffer für sein Team erzielt. „Natürlich ist eine solche Verletzung schwerwiegend, auch für unsere Entscheidung“, so Björn Seipp. „Alex hat jedoch intensiv in der Reha gearbeitet und das hat sich auch bei unseren medizinischen Untersuchungen widergespiegelt, die er problemlos gemeistert hat. Jetzt freuen wir uns ihn im Sommer bei der HSG Wetzlar begrüßen zu können.“ Natürlich freut sich auch Alexander Feld auf die neue Aufgabe: "Zunächst einmal bin ich den Verantwortlichen der HSG Wetzlar für das Vertrauen, nach meiner Verletzung, sehr dankbar. Ich freue mich kommende Saison die Chance zu erhalten. Die Gespräche mit Kai Wandschneider, Jasmin Camdzic und Björn Seipp haben mir von der ersten Sekunde an ein sehr gutes Gefühl gegeben. Ich musste nicht lange überlegen, denn nach drei Jahren Ludwigshafen wollte ich den nächsten Schritt zu einem etablierten Bundesligisten machen. Für einen deutschen Spieler in meinem Alter gibt es kaum bessere Vereine sich weiter zu entwickeln, als die HSG Wetzlar. Ich denke, die HSG verfügt über eine Top-Mannschaft, die gerade zu Hause jeden Gegner schlagen kann. Mit Filip Mirkulovski habe ich außerdem ein Partner auf meiner Position, von dem man nur lernen kann. Für mich gehört die Rittal Arena zu den drei geilsten und lautesten Handball-Hallen in Deutschland und darauf freue ich mich besonders. Das Gesamtpaket stimmt einfach und ich bin gespannt was mich alles erwartet."

Alexander Hermann:

Abschied nehmen heißt es unterdessen zum Saisonende vom österreichischen Nationalspieler, dessen Vertrag bei den Mittelhessen in beiderseitigem Einvernehmen nicht verlängert wird. Hermann war im Sommer 2017 vom Bergischen HC nach Wetzlar gewechselt, doch seine Zeit bei den Grün-Weißen stand gesundheitlich unter keinem guten Stern. Gleich zweimal verletzte sich der 27-jährige im Winter vor oder während Großturnieren der österreichischen Nationalmannschaft und fehlte seinem Team so jeweils über Monate. In der aktuellen Spielzeit stand Hermann in 17 von 27 Ligaspielen im Kader und erzielte dabei 41 Treffer. „Alex ist ein Spieler, der im Training und im Spiel immer alles gibt. Kein Zweifel, dass er dies auch bis Saisonende tun wird. Wir bedauern sehr, dass hier bei uns von diesen schweren Verletzung geplagt war. Natürlich wünschen wir ihm für seine sportliche und private Zukunft schon heute alles erdenklich Gute“, so Björn Seipp. Auf der linken Rückraumposition werden die Grün-Weißen mit Olle Forsell Schefvert, Lenny Rubin und Stefan Kneer in die neue Erstliga-Saison gehen.