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Emil Frend Öfors: „Die Heimspiele in der Rittal Arena sind überragend!“

Foto: Oliver Richter

LIQUI MOLY Handball-Bundesliga

25-jähriger Schwede nimmt im Interview Abschied - Linksaußen wechselt im Sommer zurück in die Heimat

Nach zwei Jahren in Mittelhessen hieß es für Emil Frend Öfors vor Kurzem Abschied zu nehmen. Der Schwede wechselte im Sommer 2018 vom Rekordmeister THW Kiel an die Lahn. Seitdem bildete er ein Duo mit Maximilian Holst auf Linksaußen und bestritt insgesamt 60 Spiele im Trikot der HSG Wetzlar. Nunmehr wechselt der 25-jährige zum IFK Kristianstad nach Schweden, zurück in die Heimat. Im Abschiedsinterview bedankt sich die Nummer 21 bei den Fans und bilanziert seine Zeit in Mittelhessen. 

 

Hallo Emil, wie geht´s Dir? Was treibst Du aktuell?

Mir geht es ziemlich gut, danke! Ich bin jetzt schon einige Tage zurück in Schweden und verbringe sehr viel Zeit mit meinem Sohn Leon. Das ist echt schön. Ich trainiere auch sehr viel, entweder gehe ich laufen oder mache Krafttraining. Es ist aber natürlich anders als Mannschaftstraining. Das vermisse ich schon sehr!

Wie ist die momentane Situation in Schweden generell?

Es ist natürlich nicht so viel los wie sonst. Alle Geschäfte haben kürzere Öffnungszeiten und andere Regeln. In Restaurants stehen die Tische mit mehr Abstand als sonst. Die Situation ist aber schon etwas lockerer als in Deutschland. Ob das besser oder schlechter ist, kann ich aber nicht entscheiden.

Du bis ganz bewusst zurück in die Heimat gewechselt. Was erwartet Dich ab Sommer beim IFK Kristianstad?

Ich hoffe, ich kann mit Kristianstad international spielen. Ich bin sehr glücklich zurück in Schweden und näher bei meiner Familie und Freunden zu sein. Kristianstad liegt fünf Stunden entfernt von meiner Heimatstadt Stockholm, das ist natürlich eine ganz andere Entfernung als vorher. Die Fans von Kristianstad sind auch sehr lautstark und ich werde hoffentlich eine genauso tolle Zeit wie in Wetzlar haben.

Was war Dein schönster Moment in Wetzlar?

Privat überstrahlt die Geburt meines Sohnes in Wetzlar natürlich alles. Der Sieg in Kiel war einfach unbeschreiblich und daran werde ich auch noch oft zurückdenken. Das war unbestritten mein sportliches Highlight während meiner zwei Jahre hier. 

Und war das vielleicht auch Dein bestes Spiel im HSG-Trikot? Was denkst Du?

Ja, wahrscheinlich schon. Wir haben als Mannschaft überragt und ich habe sechs Tore geworfen. Gegen den ehemaligen Verein so überzeugend aufzutreten ist dann nochmal Besonders.

Mit „Maxi“ Holst und Dir hatte die HSG Wetzlar ein sehr ausgeglichenes Duo auf dem linken Flügel. War das vielleicht manchmal ein Problem?

Nein, Max und ich haben gut zusammengearbeitet. Sowohl im Training als auch im Spiel konnten wir uns immer aufeinander verlassen und haben uns gegenseitig unterstützt. Wir haben als Mannschaft eine gute Saison gespielt und uns während der Saison immer weiter gesteigert. Der Abbruch war sehr schade, aber natürlich die richtige Entscheidung.

Leider konntest Du Dich von den Fans nicht in der Arena verabschieden. Das wurmt uns alle sehr. Wie hättest Du Dir den Abschied vorgestellt?

Ehrlich gesagt, in der Saison habe ich mir darüber nicht viele Gedanken gemacht, weil ich immer nur bis zum nächsten Spiel denke. Eine schöne Verabschiedung mit den überragenden Fans wäre aber natürlich schön gewesen. Vielleicht bekommen wir ja die Gelegenheit das irgendwann mal nachzuholen. Das wäre klasse!

Wenn Du zurückblickst, was nimmst Du sportlich aus Deiner Zeit in Wetzlar mit?

Ich habe von Kai Wandschneider und Jasmin Camdzic extrem viel gelernt. Beide sind tolle Trainer. Durch sie bin ich im Spiel ruhiger geworden, habe an meinem Selbstvertrauen gearbeitet und habe einige neue Würfe gelernt.

Wirst Du die Rittal Arena vermissen?

Ja, absolut. Kurz und knapp: die Heimspiele in der Arena sind überragend! Die Fans sind einfach super und die Atmosphäre ist immer wieder überwältigend. Unabhängig von unserer Leistung auf dem Feld, haben uns die Fans immer unterstützt und alles gegeben. Es war mir immer eine große Freude in der Rittal Arena zu spielen. Danke für alles, liebe Fans!