Friesenheim noch im Kopf, Recken schon vor der Brust

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DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar trifft am Sonntag auf die TSV Hannover-Burgdorf – Eingeschränkte Parkmöglichkeiten wegen verkaufsoffenen Sonntags

Katerstimmung in Wetzlar. Nach der völlig unnötigen 29:31-Niederlage gegen die Eulen Ludwigshafen am Donnerstag herrschte am Freitagmorgen bei der HSG Wetzlar immer noch Fassungslosigkeit über die Leistung der letzten 20 Minuten vor. 25:20 hatten die Grün-Weißen in der 45. Minute geführt, danach folgte der Totalzusammenbruch. Doch viel Zeit, sich mit der bitteren Niederlage zu beschäftigen, gibt es bei der HSG nicht. Schon am Sonntag (12.30 Uhr) steht die nächste Aufgabe an. Dann ist die TSV Hannover-Burgdorf zu Gast in der Rittal Arena.

„Hannover hat ähnlich wie Hüttenberg die ganze Woche Zeit gehabt, sich auf das Spiel gegen uns zu konzentrieren. Das ist ein klarer Wettbewerbsvorteil“, sagt Trainer Kai Wandschneider, der lediglich die Samstag-Einheit als Vorbereitung auf die Partie hat. Am Freitag stand für die Grün-Weißen noch der Besuch beim Physiotherapeuten auf dem Plan. „Nicht nur deswegen sind sie am Sonntag klarer Favorit. Dass Hannover seit Jahren von der Qualität und vom Etat her um den Europapokal mitspielen kann, ist doch klar. Und sie haben es unter Christopher Nordmeyer ja auch schon geschafft“, so Wandschneider.

Wandschneider: "Carlos Ortega und Iker Romero haben Stabilität reingebracht!"

Die Niedersachsen kann man in dieser Saison getrost als die Überraschungsmannschaft bezeichnen. Nach der katastrophalen Rückserie im vergangenen Jahr mit zwei Unentschieden und 14 Niederlagen stehen die Recken derzeit auf Rang vier der DKB Handball-Bundesliga. „Carlos Ortega und Iker Romero haben es geschafft, Stabilität reinzubringen. Individuell ist Hannover überragend besetzt, dazu körperlich stark, und hinten stehen mit Martin Ziemer und Malte Semisch zwei ganz starke Torhüter“, weiß Wandschneider, der vor allem an Semisch schlechte Erinnerung hat.

„Im Hinspiel haben wir eigentlich gut gespielt, sind dann aber am Schluss an Malte Semisch gescheitert, der sechs freie Würfe weggenommen hat“, so Wandschneider, den weiterhin die Verletzungsprobleme seiner Truppe Sorgen bereitet. Das Trio Jannik Kohlbacher, Filip Mirkulovski und Philipp Pöter ist weiter stark angeschlagen, konnte das Spiel in Friesenheim nur humpelnd beenden. Zudem ist weiter fraglich, wann Alexander Hermann endlich zurückkehren wird. Und so bleibt dem Trainer nichts weiter übrig, als aus der Situation das Beste zu machen.

Hinweis: Am Sonntag findet ein verkaufsoffener Sonntag statt, an dem auch das Shoppingcenter FORUM Wetzlar geöffnet hat. Aus diesem Grund steht den Besuchern des Wetzlarer Bundesliga-Heimspiels nur eine eingeschränkte Anzahl an Parkplätzen im FORUM-Parkhaus zur Verfügung. Weitere Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Parkplatz Lahnhof sowie im Coloraden-Parkhaus. In allen Dauerkarten und Einzeltickets ist zudem das RMV-KombiTicket enthalten. Gäste werden gebeten, möglichst mit den öffentlichen Verkehrsmitteln oder frühzeitig anzureisen.