Für HSG Wetzlar geht´s in Gummersbach um richtige Balance!

Emil Frend-Öfors und Alexander Hermann wollen auch in Gummersbach wieder über Punkte jubeln (Bild: www.sportfoto-vogler.de)

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen müssen am Sonntag in DKB Handball-Bundesliga beim VfL Gummersbach antreten – Premiere für Maximilian Lux im HSG-Trikot - Dank an Fanclub für lautstarke Unterstützung in Schwalbe Arena

Ein lautstarker Fan-Tross wird den Bundesliga-Handballern der HSG Wetzlar am Sonntag in der Schwalbe Arena den Rücken stärken, wenn die Grün-Weißen um 16.00 Uhr beim Tabellennachbarn VfL Gummersbach antreten müssen. „Es ist wieder einmal ein tolles Signal unseres Fanclubs Grün-Weiß, der mit einer stattlichen Anzahl an Anhängern nach Gummersbach reist. Diese Unterstützung wird für die Mannschaft enorm wichtig sein“, zeigt sich HSG-Geschäftsführer Björn Seipp vorab sehr dankbar, denn in Gummersbach erwartet man ein enges, vielleicht sogar hitziges Spiel. „Es geht am Sonntag darum, sich vom Tabellenende weiter abzusetzen. Deshalb ist es für beide Mannschaften ein Big-Point-Spiel“, so Wetzlars Trainer Kai Wandschneider, der am heutigen Freitag seinen 59. Geburtstag feiert. 

In die Länderspielpause, aus der am Mittwoch alle Nationalspieler der Lahnstädter glücklicherweise gesund zurückgekehrt sind, hatte sich das Team der Mittelhessen mit einem verdienten 26:21-Heimsieg über Frisch Auf Göppingen verabschiedet. „Das war ein echter Befreiungsschlag für uns alle und ganz wichtig für die Köpfe“, weiß Wandschneider, der hofft dass seine Mannschaft auch am Sonntag wieder die richtige Balance in ihrem Spiel findet. „Wir brauchen in Gummersbach einen kühlen Kopf und das perfekte Maß zwischen Abwarten und Risiko, zwischen Ruhe und Tempo. Gegen Göppingen hatten wir das richtig gut hinbekommen. Was deutlich besser werden muss, ist unsere Chancenverwertung!“

Die Länderspiel-Pause hätte es für die Wetzlarer Verantwortlichen zum jetzigen Zeitpunkt nicht zwingend gebraucht. „Die permanenten Verletzungen und Abstellungen blockieren logischerweise unsere Entwicklung“, erklärt der Coach, der die vergangene Trainingswoche dafür nutzte, um Abstimmungen in Kleingruppen zu verbessern sowie im athletischen Bereich zu arbeiten. „Die Spieler, die hier waren, haben toll mitgezogen“, so Wandschneider, der am, Sonntag weiterhin auf Kristian Björnsen (Innenbandriss im Knie), Lars Weissgerber (Fußbruch), Tibor Ivanisevic (Außenbandriss Knie) und den zuletzt starken Youngster Tim Rüdiger (Kahnbeinbruch) verzichten muss.

Seine Premiere im HSG-Trikot wird deshalb am Sonntag der nachverpflichtete Rechtsaußen Maximilian Lux feiern. Der 23-jährige ist aufgrund der vorhandenen Verletzungsproblematik bereits der vierte Spieler, den Wandschneider auf dieser Position aufbietet. „Maxi hat bislang einen richtig guten Eindruck hinterlassen. Er ist schnell und wirft technisch sehr gut. Natürlich, er wird am Sonntag ins kalte Wasser geworfen, kann aber schwimmen!“ Trotzdem weiß der 59-jährige, dass der Neuzugang aus Erlangen etwas Eingewöhnungszeit brauchen wird. „Die gestehen wir ihm alle auch zu.“

Was seine Mannschaft in Gummersbach erwartet, hat Wandschneider dem Team in den vergangenen Tagen unmissverständlich klar gemacht. „Es wird ein Spiel auf Augenhöhe, in dem am Ende Kleinigkeiten entscheiden können. Jede Aktion ist wichtig. Jeder Spieler muss wissen, dass er in jeder Sekunde Verantwortung für den Ball und den Erfolg trägt“, so der Wetzlarer Trainer, der seine Spieler taktisch akribisch vorbereiten wird. Allen voran auf den bislang herausragenden Gummersbacher Akteur Pouya Norouzi. Der iranische Mittelmann ist der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Oberbergischen. „Über ihn läuft derzeit alles. Sein starkes Eins-gegen-Eins und seine Torgefahr müssen wir gemeinsam in den Griff bekommen“, weiß Wandschneider, der jedoch auch um die Qualitäten eines Moritz Preuß am Kreis oder der Routiniers Carsten Lichtlein und Drago Vukovic weiß.

Doch den Wetzlarer Verantwortlichen ist vor dem Duell am Sonntag nicht bange. „Wir freuen uns auf das Spiel, denn wir haben gute Erinnerungen an Gummersbach. Zudem spielt der VfL zuhause und hat den größeren Druck. Auswärts haben wir in dieser Saison bereits richtig starke Auftritte hingelegt. Deshalb glaube ich an unsere Chance, dass wir etwas zählbares von dort mitnehmen werden“, so Geschäftsführer Björn Seipp.