Grün-weiße Fans sollen neuformiertem Team Flügel verleihen!

Bild: Oliver Richter/Leica Akademie

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar empfängt im Saisonauftakt in der DKB Handball-Bundesliga Aufsteiger SG BBM Bietigheim – Noch Sitz- und Stehplatzkarten erhältlich

Wenn sich für die Handballer der HSG Wetzlar am Sonntag um 16.00 Uhr der Vorhang zur Saison 2018/19 in der DKB Handball-Bundesliga hebt, dann steigt die Spannung in der Rittal Arena Wetzlar. Zum einen, weil mit dem Aufsteiger SG BBM Bietigheim ein Gegner zu Gast ist, dessen aktuelle Stärken dem Publikum noch völlig unbekannt sind. Zum anderen, weil auch der letztjährige Tabellenelfte aus Wetzlar mit einem neu formierten Team antritt und gerade die Neuzugänge Tibor Ivanisevic, Lenny Rubin, Emil Frend Öfors, Lars Weissgerber und Nils Torbrügge der Grün-Weißen im „Tollhaus“ Rittal Arena ihren ersten großen Auftritt haben.

„Wir haben ein tolles und sehr feinfühliges Publikum, das weiß, wie es unserer neuen Mannschaft helfen kann und wird“, weiß HSG-Trainer Kai Wandschneider. „Natürlich wird es spannend sein, zu sehen, wie gerade unsere neuen Spieler mit der Situation und dem Druck umgehen, aber ich bin mir sicher, die Jungs werden das toll meistern. Nicht diskutieren müssen wir über unsere Ausgangssituation. Wir spielen zu Hause und sind der Favorit! Auf dem Weg zu unserem Primärziel, den frühzeitigen Klassenerhalt sicher zu stellen, ist dies der erste wichtige Schritt.“ 

Der Gegner aus Bietigheim ist für die Trainer und Spieler der Mittelhessen natürlich kein unbeschriebenes Blatt. Man dürfe sich von den Ergebnissen der Baden-Württemberger in der Vorbereitung und dem DHB-Pokal nicht blenden lassen, so Kai Wandschneider. „Am vergangenen Pokalwochenende waren sie stark ersatzgeschwächt und deshalb sind diese beiden Spiele nicht aussagekräftig. Zum Ligastart werden einige Stützen der Mannschaft zurückkehren. Trotzdem: Wir kennen ihre Stärken und auch die Schwächen sehr gut!“  

Generell hat der Coach seinen Spielern jedoch bereits in der intensiven Trainingswoche eines mit auf den Weg gegeben: „Wir schauen nur nach uns!“ Nach aktuellem Stand kann Wandschneider am Sonntag auf seinen kompletten Kader zurückgreifen. „Eingespielt können wir aber noch nicht sein, da wir fast die komplette Vorbereitung auf Joao Ferraz verzichten mussten. Das wird sowieso noch Zeit brauchen, bis die Abläufe automatisiert sind“, so der 58-jährige, der Junioren-Nationalspieler Hendrik Schreiber als 14. Feldspieler fest in den Erstligakader beordert hat.

„Wir haben beim Pokalturnier in Aue einen großen Schritt in die richtige Richtung gemacht. Für uns wird elementar wichtig sein, dass wir in der Abwehr ständig kommunizieren und somit sattelfest stehen, um es unseren Torhütern etwas einfacher zu machen. Im Angriff müssen wir konzentriert und geduldig spielen, mit der notwendigen Disziplin und Konsequenz beim Abschluss von allen Positionen“, fordert Wandschneider, der seinen Spielern bestätigt eine richtig gute Trainingswoche bescheinigt. „Man spürt, dass sich jeder freut, dass es endlich losgeht!“

Auch bei Geschäftsführer Björn Seipp und dem Geschäftsstellen-Team herrscht diese Vorfreude. „Die Sommerpause war arbeitsintensiv und für die Fans, anders als für die Trainer und Spieler, gefühlt sehr lange. Man merkt, wie hier in der Region viele auf Sonntag hin fiebern. Jetzt wünsche ich unserem Team, dass sie sich mit einem Heimsieg für die konzentrierte Arbeit in den vergangenen Wochen belohnen. Die Trainer haben mit der neu formierten Mannschaft auf vielen Ebenen herausragend gearbeitet und bereits ein echtes Team geformt. Trotzdem können auf dem Spielfeld noch nicht alle Räder ineinander greifen. Deshalb brauchen wir alle Geduld und die Mannschaft am Sonntag über 60 Minuten positive Unterstützung von den Rängen. Unsere Zuschauer wissen, dass sie unserem Team mit ihrem Support Flügel verleihen können“, so der 44-jährige.   

Anwurf der Partie, für die es ab 14.30 Uhr noch Sitz- und Stehplatzkarten an der Tageskasse geben wird, ist um 16.00 Uhr. Geleitet wird das Duell mit dem Erstliga-Aufsteiger von den Elitekader-Schiedsrichtern Sebastian Grobe und Adrian Kinzel. Die Spielaufsicht hat Frank Wenz.