Starkes Kollektiv mit überragendem Ivanisevic schlägt Aue deutlich!

Nach dem Sieg bedanken sich die Wetzlarer Jungs beim fairen Publikum in Aue.

DKB Handball-Bundesliga

HSG Wetzlar zieht mit 28:18-Erfolg gegen Zweitligisten EHV Aue in 3. Pokalrunde ein - 15 Paraden von Neuzugang im Tor

Die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar sind souverän in die 3. Runde des DHB-Pokals eingezogen. Das Finale im Viererturnier in Aue gewannen die Grün-Weißen souverän und deutlich mit 28:18 (15:9) gegen den gastgebenden Zweitligisten EHV Aue, vor 350 Zuschauern. Dabei überzeugten die Mittelhessen mit einer starken Abwehr und einem überragenden Torhüter Tibor Ivanisevic dahinter. Der Serbe entschärfte 15 Bälle, davon zahlreiche freie Würfe und drei Siebenmeter.

„Die Mannschaft hat heute im Kollektiv toll gearbeitet. Dazu hat Tibor eine Weltklasse-Leistung gebracht“, zeigte sich HSG-Trainer Kai Wandschneider nach dem Spiel sehr zufrieden. Zudem lobte er auch Olle Forsell Schefvert und Emil Frend Öfors für eine starke Leistung. „Wichtig war, dass wir unser Ding konzentriert durchgezogen haben und sich keiner verletzt hat. Dieser Sieg war wichtig für das Selbstvertrauen, vor dem Liga-Start in der kommenden Woche.“

Die Mittelhessen gingen engagiert in die Partie und lagen bereits nach vier Minuten und einem Gegenstoß-Treffer von Frend Öfors mit 3:1 in Führung. Danach wehrte sich Aue jedoch nach Kräften und konnte, auch aufgrund einiger Paraden von Routinier Radek Musil, bis zur siebten Minute mit 4:3 in Führung gehen.

Doch dann zeigten die Gäste ihre individuelle und kollektive Stärke. Allen voran die Abwehr stand sicher und wenn mal etwas durch kam, dann war meistens Neuzugang Tibor Ivanisevic zur Stelle. So konnten die Grün-Weißen bis zur 24. Minuten auf 11:6 davon ziehen. 

Aue spielte lange Angriffe, die dazu führten, dass der Spielfluss etwas stockte. Bis zur Pause konnte der Erstligisten die Führung weiter ausbauen, und dass, obwohl Maximilian Holst und Kristian Björnsen zwei der drei Siebenmeter verworfen. In die Pause ging es mit einem Vorsprung von 15:9.

Nach dem Wechsel erwischten die Grün-Weißen einen Blitzstart. Der eingewechselte Lars Weissgerber traf per Gegenstoß und Emil Frend Öfors erhöhte auf 17:9 für die Gäste. Doch danach kam ein Bruch ins Wetzlarer Angriffsspiel. Den Aktionen fehlte es am nötigen Tempo, was zu technischen Fehlern und Ballverlusten führte. So kam Aue bis zu 45. Minute auf 14:18 heran und zwang Trainer Kai Wandschneider zu einer Auszeit, die Wirkung zeigte.

Allen voran Olle Forsell Schefvert nahm nunmehr die Zügel in die Hand und sorgte von der halblinken Rückraumposition für Gefahr. Dazu traf Lars Weissgerber sicher von Außen.

Über 23:15 schraubten die Mittelhessen die Partie bis zum Ende auf einen deutlichen, aber auch in der Höhe verdienten 28:18-Endstand. „Das war heute ein ganz starkes Spiel unserer Mannschaft, was mich sehr für uns freut. So kann ein langes und intensives Wochenende zu Ende gehen“, so Kai Wandschneider.   

Stenogramm:

EHV Aue: Musil, Rasimas, Töpfer; Meinhardt (2), Roch (1), Ebert (2), Bornhorn (1), Petreikis (1), Dumcius (2/1), Brykner (2), Faith (1), Neuteboom, Schauer, Lux (2), Paraschiv (2), Tuminskis (2).

HSG Wetzlar: Ivanisevic (1.-60.), Klimpke (n.e.); Hermann (n.e.), Kneer, Björnsen (1), Ferraz (4), Mirkulovski (2), Schreiber (1), Torbrügge, Weissgerber (4), Frend Öfors (5), Holst (1/1), Forsell Schefvert (5), Rubin (2), Lindskog (3), Cavor.   

Schiedsrichter: Nils Blümel/Jörg Loppaschewski - Zuschauer: 350.