„Historische Stunde“ in Kiel: HSG Wetzlar siegt mit 26:25 beim THW!

Bildquelle: HSG Wetzlar

DKB Handball-Bundesliga

Stefan Kneer macht Erfolg in der Schlussminute perfekt – Lindskog und Björnsen verdienen sich Sonderlob

Die HSG Wetzlar hat die Sensation im hohen Nord geschafft und den Rekordmeister THW Kiel in eigener Halle mit 26:25 (12:9) besiegt. Über die ganze Spieldauer führte die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider und machte den Erfolg in der Schlussminute perfekt! „Mir fällt nichts anderes ein, als dieses Ereignis mit einer historischen Stunde zu bezeichnen“, sagte der HSG-Trainer. „Ich möchte heute unsere Skandinavier Anton Lindskog und Kristian Björnsen herausheben.“

Die HSG Wetzlar fand gut ins Spiel, konnte durch Kasper Kvist, Anton Lindskog und Olle Forsell-Schefvert drei Mal in Führung gehen. Auch Keeper Benjamin Buric war sofort hellwach und parierte nicht nur einen Siebenmeter von Niclas Ekberg (4.). In der siebten Minute erzielte Rechtsaußen Kristian Björnsen beim 4:2 die erste Zwei-Tore-Führung. Vor allem die Deckung mit Anton Lindskog und Olle Forsell-Schefvert im Mittelblock stand in der Anfangsphase sicher und ermöglichte Joao Ferraz das 6:3 (12.). Kasper Kvist erhöhte sogar auf 7:3, Philipp Pöter auf 8:3.

Wetzlar ließ sich auch durch die nun härtere Spielweise der Gastgeber nicht aus dem Konzept bringen und erzielte in Überzahl das 9:3 durch Björnsen (17.). Erst nach elf Minuten ohne eigenes Tor konnte Kiel auf 4:9 verkürzen. Die Mannschaft von Kai Wandschneider spielte im Angriff geduldig und nahm clever Zeit von der Uhr. Kristian Björnsen belohnte die Taktik mit dem 10:6. Die ersten beiden Fehler im Angriff kosteten die HSG eine komfortablere Führung als das 12:9.

Auch nach dem Wechsel spielte die HSG geduldig, clever und effektiv weiter. Anton Lindskog stellte mit einem Doppelpack vom Kreis die 16:11-Führung her (37.). Der schwedische Kreisläufer machte eines seiner besten Spiele für die Wetzlarer und war von der Deckung überhaupt nicht in den Griff zu bekommen. Kasper Kvist markierte das 17:12 (39.).

Nach einem zu frühen Abschluss brachte Miha Zarabec die „Zebras“ auf 16:19 heran (43.). Doch Kristian Björnsen konterte den Anschluss eiskalt mit einem sehenswerten Heber von außen zum 20:16 (45.). In der 48. Minute vergab Wetzlar durch einen technischen Fehler, den Vorsprung gar auf fünf Tore auszubauen und kassiert zu allem Überfluss auch noch eine Zwei-Minuten-Strafe. Kiel nutzte die sich bietende Gelegenheit und verkürzte auf 19:22.

Doch Wetzlar spielte auch in der Crunchtime weiter clever, überwand Andreas Wolff im Kieler Tor immer wieder im kurzen Eck. Filip Mirkulovski erzielte das 24:20. Stefan Cavor erhöhte auf 25:20 (55.). Aber Kiel gab noch nicht auf. Steffen Weinhold und Lukas Nilsson verkürzten auf 24:25 (59.). Doch Stefan Kneer erlöst die HSG und machte den Sieg klar!


THW Kiel: Landgraf, Wolff; Firnhaber, Weinhold  (4), Dissinger, Wiencek (3), Ekberg (6/3), Öfors, Dahmke (1), Rahmel, Zarabec (3), Vujin (1), Bilyk (1), Nilsson (6).

HSG Wetzlar: Klimpke, Buric, Weber (n.e.); Holst, Kvist (3), Kneer (1), Forsell-Schefvert (1), Pöter (1), Mirkulovski (2), Schreiber (n.e.), Lindskog (7), Björnsen (7), Volentics (n.e.), Ferraz (3), Klesniks, Cavor (1).