HSG Wetzlar auf der Suche nach dem richtigen Maß

Anton Lindskog wird bei der HSG Wetzlar immer mehr zum Faktor. Bildquelle: Leica-Akademie

DKB Handball-Bundesliga

Die Grün-Weißen müssen am Donnerstag bei der SG Flensburg/Handewitt ran – Pokal-Knaller gegen Stuttgart omnipräsent

Für die HSG Wetzlar steht am Sonntag das bisher wichtigste Spiel der Saison an. Um 15 Uhr kämpfen die Grün-Weißen in der Rittal-Arena gegen den TVB Stuttgart um den Einzug ins REWE Final Four in Hamburg. Zuvor muss die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider aber noch in der DKB Handball-Bundesliga bei der SG Flensburg/Handewitt antreten. Am Donnerstag um 19 Uhr geht es gegen das Starensemble aus dem hohen Norden.

„Wenn wir ins Flensburg mehr erreichen wollen, als nur Statisten zu sein, dann müssen wir im Angriff mehr Durchschlagskraft als gegen Lübbecke entwickeln“, sagt Wandschneider. Einerseits wolle man eine gute Leistung abrufen, um nicht mit gesenkten Köpfen die mindestens achtstündige Busreise zurück nach Mittelhessen antreten zu müssen. Andererseits „werde ich sehen, dass kein Spieler so viel Kraft verliert, dass er am Sonntag nicht in der Lage wäre, 100 Prozent abzurufen“, so Wandschneider. Es gilt also, das richtige Maß zu finden.

Dabei muss der Trainer definitiv auf Alexander Hermann verzichten. Der österreichische Nationalspieler hat sich neben seinem Knochenödem nun noch eine heftige Grippe eingefangen, die ihn weiter zum Zuschauen verdammt. Hoffnung gibt es indes bei Evars Klesniks. Dem Letten, der zuletzt ebenfalls grippegeschwächt passen musste, geht es deutlich besser. „Es wäre natürlich schön, wenn Ebbe mit nach Flensburg fahren könnte, weil ich dann im Innenblock auf hohem Niveau wechseln kann. Der Fokus liegt aber auf Sonntag“, sagt Wandschneider.

Weltklasse-Kader lässt keinen Trainer-Wunsch offen

Die SG ist ebenso wie Wetzlar hervorragend ins Jahr 2018 gestartet. In der Liga haben die von Maik Machulla trainierten Nordlichter drei Siege aus drei Spielen feiern können, unter anderem schlug man Melsungen mit 33:29. In der Champions League trennte man sich von Kielce und Veszprem jeweils unentschieden. Lediglich gegen Paris gab es eine Niederlage.

„Flensburg hat eine Weltklasse-Abwehr mit dem Dauerbrenner Mattias Andersson dahinter. Er ist einer der größten Handballer in der Geschichte der Bundesliga“, lobt Wandschneider den Gegner. Auch der Angriff der SG lässt keinen Trainer-Wunsch offen. Mit Thomas Mogensen, Jim Gottfridsson, Kentin Mahé, Holger Glandorf, Lasse Svan, Rasmus Lauge und vielen anderen ist enorme Qualität vorhanden. „Es bringt nichts, sich nur auf einen Spieler speziell vorzubereiten, weil dann ein anderer in die Bresche springt“, sagt Wandschneider. Auch hier gilt: Zu finden ist das richtige Maß.