HSG Wetzlar belohnt sich und Fans mit Heimsieg über Stuttgart!

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DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen gewinnen vor 4.279 Zuschauern in Rittal Arena verdient mit 26:23 (13:10) - Alexander Hermann, Maximilian Lux und Jane Cvetkovski verabschiedet

Die HSG Wetzlar feierte in ihrem letzten Heimspiel einen 26:23 (13:10)-Erfolg über den TVB 1898 Stuttgart. Vor 4.279 Zuschauern lagen die Mittelhessen über weite Strecken in Front. Meist war der Vorsprung zwar knapp, doch dank einer starken Leistung von Tibor Ivanisevic gelang Stuttgart nie mehr als Unentschieden. Bester Werfer der siegreichen Mittelhessen war Maximilian Holst (8/6), für den TVB trafen Max Häfner und Bobby Schagen je viermal.

Max Häfner brachte den TVB 1898 Stuttgart nach zwei Paraden von Johannes Bitter in Front. In der Anfangsphase konnten die Gäste wiederholt in Führung gehen, doch kamen nie zu einem Zwei-Tore-Vorsprung. Das nutzte Wetzlar aus: Nach dem 4:4 (10.) durch Stefan Cavor brachte Lenny Rubin die Mittelhessen erstmals in Front: 5:4 in der 11. Spielminute. 

Auch das 9:7 (20.) ging auf das Konto des Schweizers - es war der erste Zwei-Tore-Vorsprung der Partie und damit genau das, was Stuttgart bisher nicht gelungen war. Beide Mannschaften vergaben in den verbleibenden Minuten bis zur Pause einige Chancen. Während Stuttgart sich weiterhin auf Bitter verlassen konnte, spielte sich bei Wetzlar der eingewechselte Tibor Ivanisevic mit seinen Paraden in den Blickpunkt. 

In der 24. Minute zog Kai Wandschneider eine Auszeit. Seine Mannschaft agierte zu diesem Zeitpunkt nach einer Zeitstrafe von Tobias Schimmelbauer in Überzahl und nutzte das aus: Cavor netzte zum 12:9 ein. Anton Lindskog lies das 13:10 (28.) folgen. Der Kreisläufer hatte sogar die Chance, weiter zu erhöhen, doch Bitter parierte. So war sein Treffer zugleich der Halbzeitstand. 

Im zweiten Durchgang kam Stuttgart schnell auf einen Treffer heran, doch der Ausgleich wollte nicht gelingen. Mit Kampfgeist und Einsatzwillen schenkten sich beide Teams nichts, der trotz weiterer Drei-Tore-Führungen (40., 45.) der Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider nicht vorzeitig entschieden war.

Erst nach dem 23:20 (54.) von Nils Torbrügge im Gegenstoß ließen die Grün-Weißen dank der erwähnten Paraden von Tibor Ivanisevic sowie einiger guter Aktionen des nach der Partie verabschiedeten Österreichers Alexander Hermann das Pendel endgültig zum 26:23-Sieg vor eigenem Publikum ausschlagen. Für die Entscheidung sorgte Maximilian Holst anderthalb Minuten vor dem Ende: Sein 26:23 (59.) bedeutete den Sieg für die Mittelhessen.

Eine gute Nachricht hatten die Wetzlarer Verantwortlichen bereits vor dem Anpfiff verkündet, denn mit Lars Weissgerber verlängerte ein hoffnungsvolles Rechtsaußen-Talent seinen Vertrag vorzeitig und bleibt den Mittelhessen bis 30. Juni 2022 erhalten.