HSG Wetzlar empfängt Kiel vor ausverkauftem Haus!

Linksaußen Emil Frend Öfors trifft am Donnerstag auf die ehemaligen Kollegen vom THW Kiel. (Bild: www.sportfoto-vogler.de)

DKB Handball-Bundesliga

4.421 Zuschauer wollen Duell mit dem frischgebackenen DHB-Pokalsieger sehen – Kai Wandschneider: „Freuen uns alle auf Herausforderung im Heimspiel der Heimspiele!“

Handball-Festtag in Wetzlar! Am Donnerstagabend erwarten die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar den deutschen Rekordmeister und frischgebackenen DHB-Pokalsieger THW Kiel in der Rittal Arena, die seit Tagen bereits komplett ausverkauft ist. 4.421 Zuschauer werden erwartet, wenn der „FC Bayern München des Handballs“ in Mittelhessen seine Visitenkarte abgibt. Bei der Partie handelt es sich um ein vorgezogenes Spiel des 31. Spieltags der DKB Handball-Bundesliga. 

„Die Kieler Mannschaft ist fast ausnahmslos mit internationaler Klasse besetzt. Dazu haben sie in Alfred Gislason den deutschlandweit wohl erfolgreichsten Trainer aller Zeiten in ihren Reihen. Einen stets fairen Sportmann, der die Leistungen des Gegners voll anerkennt“, spricht HSG-Coach Kai Wandschneider mit großem Respekt von seinem Kollegen, der am Saisonende sein Traineramt bei den Norddeutschen niederlegen wird.

Sensationelle drei der vergangenen vier Spiele konnten die Mittelhessen zuletzt gegen die Zebras für sich entscheiden, davon die letzten beiden Heimspiele. „Deshalb werden uns die Kieler ganz sicher nicht unterschätzen“, weiß Wandschneider. „Für uns war es wichtig, dass wir vergangene Woche gegen Gummersbach überzeugend gewinnen konnten. Auch für unser sensationelles Publikum war das richtig schön. Jetzt freuen wir uns alle auf die Herausforderung, das Heimspiel der Heimspiele, in dem wir bereit sein müssen, wenn sich eine Chance bieten sollte. Jeder von uns muss über sich hinauswachsen und mit Spaß und Leidenschaft an die Aufgabe herangehen. Solche Spiele sind Highlights!“

Auch auf das Hinspiel in Kiel blickt der Wetzlarer Coach trotz der am Ende deutlichen 19:29-Niederlage positiv zurück. „Die erste Halbzeit war toller Handball von uns. Wir haben gleich zweimal einen 5:0-Lauf in der Ostseehalle hingelegt und bis zum 14:14 zur Pause gezeigt, dass wir durchaus Mittel haben, um mit dem THW mitzuhalten“, so Wandschneider, der am Donnerstagabend kurzfristig auf Rückraumspieler Joao Ferraz (Daumenbruch) verzichten muss. Ein Fragezeichnen steht zudem hinter dem Einsatz von Kapitän Filip Mirkulovski, der sich mit Fußproblemen herumschlägt. Dagegen sollte Vize-Weltmeister Kristian Björnsen, nach Achillesproblemen zuletzt, einsatzfähig sein. „Es geht! Ich bin heiß auf dieses geile Spiel“, sagte der Norweger gestern der Wetzlarer Neuen Zeitung (WNZ) und spricht damit wohl auch im Namen seiner Mannschaftskameraden.

Wie die WNZ ausgerechnet hat, liegt der letzte Kieler Sieg in der Rittal Arena exakt 1.268 Tage zurück. Am 18. November 2015 war es, als die Zebras letztmals mit 30:26 gewinnen konnten. „Natürlich würden wir da nach dem Donnerstag gerne noch ein paar Tage mehr draufpacken wollen“, verrät Wetzlars Björn Seipp mit einem Augenzwinkern, wohlweislich, dass den Grün-Weißen gegen Kiel eine Mammutaufgabe ins Haus steht. „Die Kieler spielen eine tolle Saison und sind als Mannschaft mittlerweile wieder sehr gefestigt, was auch das letzte Auswärtsspiel in Erlangen gezeigt hat. Zudem wissen sie, dass sie sich vor dem wichtigen Nordderby am Sonntag gegen Flensburg keinen Fehltritt mehr leisten dürfen, wenn sie die Hoffnung auf den Titel aufrechterhalten wollen. Deshalb liegt der Druck sicherlich auf Kieler Seite.“  

Geleitet wird die Partie in der Rittal Arena (ab 19 Uhr live auf Sky) von den erfahrenen Unparteiischen Hanspeter Brodbeck und Simon Reich. Die Spielaufsicht hat Nils Szuka. Die HSG Wetzlar weist vorsorglich darauf hin, dass es an der Abendkasse bis auf Abholkarten keine Tickets, also auch keine Kinderfreikarten, mehr gibt. Die Rittal Arena öffnet um 17.30 Uhr die Türen. Für alle Fußball-Fans überträgt der Hallenbetreiber Gegenbauer ab 21 Uhr das Halbfinal-Rückspiel in der UEFA Europa League zwischen dem FC Chelsea und Eintracht Frankfurt live über Videoleinwände im Foyer.