HSG Wetzlar erwartet im letzten Heimspiel 2018 gegen Leipzig volles Haus!

Bestreitet morgen sein letztes Heimspiel für die HSG Wetzlar: Nikola Marinovic. (Bild: www.sportfoto-vogler.de)

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen wollen an starke Heimauftritte gegen Ludwigshafen und Hannover anknüpfen - Joao Ferraz kehrt ins Team - Abschied von Torhüter Nikola Marinovic nach dem Spiel

Heimabschluss 2018 für die HSG Wetzlar. In der DKB Handball-Bundesliga trifft die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider am Sonntag (16 Uhr) auf den SC DHfK Leipzig. Die Grün-Weißen haben gestern die Weichen für die nächsten Jahre mit den Vertragsverlängerungen von Wandschneider und seinem Co- und Torwarttrainer Jasmin Camdzic gestellt, nun gilt es aber, sich wieder dem anspruchsvollen Tagesgeschäft zu widmen. Am Sonntag (16 Uhr) erwarten die Mittelhessen im letzten Heimspiel des Jahres den SC DHfK Leipzig in der Rittal Arena Wetzlar, ehe es am 27. Dezember (Donnerstag, 19 Uhr) zum Jahresabschluss im Hessenderby zur MT Melsungen geht

Beim Blick auf die Tabelle haben die Gastgeber am Sonntag die Nase derzeit vorne. Mit 12:22 Punkten rangiert die HSG Wetzlar auf Position 13, die Leipziger weisen 10:24 Zähler auf und belegen überraschenderweise Rang 15. Der Sieger kann also den Blick nach oben richten , der Verlierer muss jedoch nach unten schauen – und somit ist die Partie für beide Mannschaften richtungsweisend für den weiteren Saisonverlauf. 

„Wir müssen uns voll reinhängen, von Beginn an hellwach sein und eine Antwort auf die mehr als schwache Leistung in Erlangen geben“, sagt Kai Wandschneider, zumal man sich die Grün-Weißen von ihren Anhängern mit einem Sieg aus dem Heimspiel-Jahr 2018 verabschieden möchten. 

Der 59-jährige geht davon aus, dass ihm die gleichen Akteure wie beim letzten Heimsieg gegen die TSV Hannover-Burgdorf, als die Mittelhessen vor fast genau zwei Wochen mit 29:28 triumphierten, zur Verfügung stehen. Also auch Linkshänder Joao Ferraz, der wegen einer Wirbelblockade zuletzt im Auswärtsspiel in Erlangen ebenso gefehlt hatte, wie Stefan Kneer (Bandscheiben-Probleme), Alexander Hermann (Sehnenentzündung im Fuß) und die Langzeitverletzten Tibor Ivanisevic (Außenbandriss Knie) und Lars Weissgerber (Knöchelbruch). 

Wenn der SC DHfK Leipzig am Sonntag in der Rittal Arena vorstellig wird, dann wird es auch ein Wiedersehen mit dem Ex-Wetzlarer Philipp Weber geben. In der Saison 2016/2017 spielte der 19-fache Nationalspieler für die Mittelhessen und wurde mit 224 Treffern Torschützenkönig. Aber nach nur einer Saison kehrte Weber zurück nach Leipzig. Im Interview mit der Gießener Allgemeinen Zeitung hatte Weber dieser Tage gesagt: „Wir wollen natürlich in Wetzlar gewinnen. Es gilt unser Spiel zu stabilisieren, eine super Abwehr hinstellen, mutig nach vorne spielen.“

Sein letztes Heimspiel für die HSG Wetzlar wird am Sonntag Torhüter Nikola Marinovic absolvieren. Der 42-Jährige Österreicher war nach dem Ausfall von Tibor Ivanisevic für etwas mehr als drei Monate vom Schweizer Erstligisten GC Amicitia Zürich ausgeliehen worden – nun endet der Kontrakt. „Das war ein Volltreffer, ihn zu verpflichten. Bobby ist ein toller Mensch und Sportler. Er ist topfit, verfügt über jede Menge Erfahrung und hat hier bei uns starke Spiele gemacht“, lobt Wetzlars Co-Trainer Jasmin Camdzic den »Oldie«, der nach der Partie von den Grün-Weißen verabschiedet wird. „Er ist für unsere junge Mannschaft auch als Persönlichkeit ganz wichtig gewesen, allen voran für Till Klimpke und dessen Entwicklung“ ergänzt Wandschneider, denn der sympathische Familienvater half dem gerade mal 20-jährigen Eigengewächs, sein Torwart-Spiel weiter zu verbessern. Mit dem Ergebnis, dass Klimpke nun die Nummer eins der Mittelhessen in der stärksten Liga der Welt ist.

„Wir freuen uns auf das Spiel gegen Leipzig“, so HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. „Es wurden bereits 4.200 Karten verkauft und wir hoffen, dass die Arena am Sonntag voll wird.“ Das wäre auch extrem wichtig, um mit der Unterstützung der lautstarken Wetzlarer Fans den Kontrahenten aus Sachsen mit einem Sieg weiter auf Distanz zu halten. Zumal man dann auch mit etwas mehr Gelassenheit am Donnerstag das Hessenderby bei der MT Melsungen angehen könnte. In Nordhessen sind die Wetzlarer alles andere als favorisiert. In den bisherigen Aufeinandertreffen in dieser Saison – Liga-Betrieb und DHB-Pokal – waren die Wetzlarer chancenlos. 

„Im Hinrundenspiel in Leipzig haben wir genial gespielt“, erinnert der Trainer an den 25:21-Erfolg in der Arena Leipzig zurück. „Es sind immer knappe Spiele zwischen beiden Teams gewesen und diese Partie am Sonntag ist für beide enorm wichtig.“

Quelle: Gießener Allgemeine Zeitung