HSG Wetzlar fährt nach Hamburg!

Bildquelle: Leica-Akademie

DKB Handball-Bundesliga

Grün-Weiße bezwingen TVB Stuttgart nach hartem Kampf 25:21 und qualifizieren sich fürs REWE Final4

Die HSG Wetzlar hat am Sonntagnachmittag den DHB-Pokal-Krimi in der ausverkauften Rittal Arena für sich entschieden und ist nach dem 25:21 (11:9) über den TVB Stuttgart ins REWE Final4 in Hamburg eingezogen. Nach einer ausgeglichenen Partie war in der Schlussphase Wetzlars Spielmacher Filip Mirkulovski der entscheidende Spieler.

„Filip war der entscheidende Mann. Hätten wir ihn nicht gehabt, wer weiß, wie das Spiel ausgegangen wäre“, sagte HSG-Trainer Kai Wandschneider nach der Partie. „Er hat uns schon in der ersten Runde in Konstanz gerettet, und heute wieder! Darüber hinaus freue ich mich riesig über den Einzug ins Final4. Die Mannschaft hat das Herz am rechten Fleck!“

Die Wetzlarer Abwehr knüpfte vom Start weg da an, wo sie zuletzt aufgehört hatte. Anton Lindskog und Olle Forsell-Schefvert bildeten den schwedischen Innenblock, dahinter stand Benjamin Buric zwischen den Pfosten. Und nach acht Minuten hieß es schon 4:0 für die Grün-Weißen. Stuttgart nahm früh die erste Auszeit und konnte nach gut neun Minuten den ersten Torerfolg verbuchen. Nach dem 6:2 durch Max Holst brachten Bobby Schagen und Max Häfner die Schwaben auf 4:6 heran (14.).

In der Folge machte sich die HSG das Leben selber schwer. Technische Fehler von Joao Ferraz, Philipp Pöter und Jannik Kohlbacher ermöglichten es Stuttgart, das Spiel eng zu halten. Michael Kraus, Weltmeister von 2007, markierte per Siebenmeter das 6:8 (18.).  Wandschneider brachte Stefan Cavor für Ferraz und Filip Mirkulovski für Pöter. Und der mazedonische Spielmacher zog direkt eine wichtige Zwei-Minuten-Strafe. Den fälligen Siebenmeter verwandelte Holst zum 10:7 (22.).

Doch Stuttgart blieb dran. Erneut Kraus erzielte per Siebenmeter den 9:10-Anschluss. Zwei starke Paraden von Buric ermöglichten es der HSG, mit 11:9 in die Pause zu gehen.

Auch nach der Halbzeit wechselten sich bei den Grün-Weißen Licht und Schatten ab. Erst steuerte Pöter klug die Angriffe und holte den Siebenmeter zum 13:10 heraus, dann folgten technische Fehler, die Stuttgart wieder heran brachten. Nach einer doppelten Zwei-Minuten-Strafe gegen Lindskog sah dieser die Rote Karte und musste fortan das Spiel aus dem Publikum beobachten. Die Schwaben nutzten die Überzahl und verkürzten auf 12:13 (39.).

Zwei starke Paraden von Buric verhinderten den Ausgleich, und Filip Mirkulovski sorgte für das 14:12. Schweikardt und Kraus sorgten dann schließlich aber doch für das zwischenzeitliche 14:14. In der Folge wog das Spiel hin und her. Wetzlar legte angeführt vom starken Filip Mirkulovski vor, der TVB zog zumeist in Person von Mimi Kraus nach. Nach 50 Minuten hieß es 18:17 für Wetzlar.

Benjamin Buric parierte anschließend einen Siebenmeter von Kraus, der versucht hatte, den bosnischen Keeper zu überlüpfen. Auf der anderen Seite zog Kohlbacher den Strafwurf, Björnsen verwandelte sicher zum 19:17 (54.). In der Crunchtime tat sich bei der HSG vor allem ein Mann hervor: Filip Mirkulovski. Der Mazedonier haute sich voll rein, sorgte mit einem Doppelpack für das 21:18 (55.) und war am Ende der spielentscheidende Faktor.

„Wir sind natürlich alle sehr enttäuscht. Wir wussten, dass wir Außenseiter sind und in der Rittal Arena eine besondere Atmosphäre herrscht. Leider sind wir schlecht ins Spiel gekommen. Wetzlar hat auch Fehler gemacht, wir konnten die aber zu selten nutzen“, sagte TVB-Coach Jürgen Schweikardt.

HSG Wetzlar: Weber, Buric; Kvist (1), Holst (6/3), Kneer (1), Forsell-Schefvert (2), Pöter (1), Mirkulovski (6), Ferraz, Cavor (1), Klesniks, Björnsen (3/1), Volentics, Kohlbacher (4), Lindskog, Schreiber (n.e.).

TVB Stuttgart: Bitter, Maier; Schweikardt (1), Weiß (2), Häfner (1), Salger (2), Schagen (4), Späth (1), Kraus (8), Baumgarten Röthlisberger, Burmeister, Orlowski (1), Pfattheicher (1).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Blümel/Loppaschewski. – Zuschauer: 4421 (ausverkauft).