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HSG Wetzlar fegt Rekordmeister aus Rittal Arena!

Foto Oliver Vogler

LIQUI MOLY Handball-Bundesliga

Mittelhessen schlagen THW Kiel auch in der Höhe verdient mit 31:22 (18:11) – Till Klimpke ragt aus geschlossener Teamleistung mit 22 Paraden heraus

Dieser Handballabend wird die Fans der HSG Wetzlar noch lange in Erinnerung bleiben! Der Handball-Bundesligist hat am Abend den Rekordmeister und amtierenden Champion THW Kiel mit 31:22 aus der ausverkauften Rittal Arena gefegt und damit einmal mehr unter Beweis gestellt, dass die Grün-Weißen das Potential besitzen, jeden Gegner zu Hause zu schlagen. Mit einer grandiosen Abwehrleistungen und einem überragenden Torhüter Till Klimpke dahinter, dem am Ende 22 Paraden gelangen, legte das Team von Trainer Kai Wandschneider den Grundstein für diesen Sensationscoup, dem am Abend 800 Zuschauer bewohnten.

Wetzlar legte einen Traumstart hin und überrannte die Zebras, die zwar ersatzgeschwächt in Mittelhessen antraten, allerdings nie an ihr wahres Leistungsvermögen herankamen. Nach dem 6:1 durch Maximilian Holst zog Filip Jicha nach nicht einmal sieben Minuten die Auszeit. Beim THW lief nichts zusammen, das offensive Spiel war von Fehlern geprägt und die Abwehr bekam keinen Zugriff. 
Auch auf der Torwartposition lag der Vorteil klar bei den Mittelhessen. Till Klimpke kam im Laufe der ersten Halbzeit auf Werte bis knapp 50 Prozent, während Jicha bereits nach elf Minuten Dario Quenstedt herunternahm und Mattias Andersson zwischen die Pfosten schickte. So zogen die Mittelhessen auf 13:5 (19.) bzw. 16:8 (24.) davon. 
In der 24. Minute betrat Oskar Sunnefeldt erstmals das Spielfeld und gab damit sein Debüt im Trikot des THW Kiel. Es lief jedoch weiterhin nicht gut, während Wetzlar vor Selbstbewusstsein strotzte. Das zeigte sich kurz darauf: Anton Lindskog nahm einen Gegenstoß unter doppelter Bedrängnis spektulär mit einer Hand an und verwandelte zum 17:8 (25.). 
THW-Trainer Jicha reagierte mit der zweiten Auszeit - und seine Mannschaft setzte erstmals Impulse. Der zurückgekehrte Dario Quenstedt verbuchte zwei wichtige Paraden für sich und seine Vorderleute verkürzten dadurch auf sechs Tore (17:11, 29.). Nachdem Stefan Cavor den letzten Wurf an die Latte hämmerte, ging es mit 18:11 in die Kabine. 

Nach Wiederanpfiff setzte Jicha auf den siebten Feldspieler und bot neben zwei Kreisläufern auch zwei Linkshänder im Rückraum auf. Wetzlar behauptete seinen Vorsprung jedoch und setzte immer wieder Nadelstiche. Klimpke fing einen Wurf von Harald Reinkind und schickte Maximilian Holst, der sicher verwandelte. Kurz darauf stellte Björnsen auf 22:15 (44.).

Zehn Minuten vor Schluss legte Kai Wandschneider die Grüne Karte, um seinen Schützlingen eine Pause und letzte Instruktionen zu geben. Björnsen erhöhte gleich zweifach auf 26:18. Die Zebras setzten erneut auf den siebten Feldspieler, die Wetzlarer verteidigten stark und Emil Mellegard konnte per Empty-net-goal zum 27:18 erhöhen.

Mit Rune Dahmke auf der Mitte und einer offensiver ausgelegten Abwehr versuchte der THW Kiel noch, das Spiel zu drehen, doch Wetzlar ließ nicht nach. Den Mittelhessen schien an diesem Abend nahezu alles zu gelingen. Der eingewechselte Tibor Ivanisevic parierte einen Strafwurf von Niclas Ekberg und Lars Weissgerber drehte den Ball zum 29:19 (55.) in die Maschen - es war der erste Zehn-Tore-Vorsprung. Wetzlar ließ die letzten Minuten herunterlaufen und feierte am Ende ausgelassen seinen 31:22-Erfolg sowie die Punkte drei und vier der noch jungen Saison.