HSG Wetzlar hadert in Leipzig mit Chancenverwertung!

Bild: Sportfoto Vogler

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen unterliegen SC DHfK Leipzig nach großem Kamp mit 21:23 - Erneute Kritik der Verantwortlichen an Angriffsleistung der Halbpositionen

Nach einer wahren Abwehrschlacht in der Arena Leipzig sind die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar mit leeren Händen nach Mittelhessen zurückgekehrt. Mit 21:23 verloren die Grün-Weißen am Sonntagmittag vor über 4.000 Zuschauern gegen den SC DHfK Leipzig, der im Ex-Wetzlarer Philipp Weber (8 Treffer) seinen besten Torschützen hatte.

Während der 60 umkämpften Handballminuten hatte Wetzlar den favorisierten Gastgeber, die erstmals seit langer Zeit wieder in Bestbesetzung antreten, einen tollen Fight geliefert. Zwar konnten die Hausherren bis Mitte der zweiten Halbzeit eine Zwei- oder Drei-Tore-Führung verwalten, doch in der Schlussphase kamen die Gäste dank einer immer stärker werdenden Abwehr zum Ausgleich. Maximilian Holst hatte in der 53. Spielminute von der 7 Meter-Linie zum 20:20 ausgeglichen.

Das es für den Tabellenelfte am Ende nicht zu zählbarem reichte, als zum einen daran, dass in der zweiten Halbzeit mehrere freie Chancen vergeben wurden, darunter scheiterten Kristian Björnsen und Philipp Pöter am starken Leipziger Schlussmann Milos Putera. Dazu konnten die Grün-Weißen aus Hessen über die Halbposition im Rückraum kaum Torgefahr erzeugen. 

HSG-Trainer Kai Wandschneider sagte nach dem Spiel: „Wir haben Leipzig einen großen Kampf geliefert, tolle Moral gezeigt und in der zweiten Halbzeit eine richtig starke Abwehr gespielt, mit nur neun Gegentoren! Allerdings haben wir es versäumt uns dafür nach den Ballgewinnen zu belohnen und sind mit zu vielen Hundertprozentigen an Milos Putera gescheitert, der Leipzigs Matchwinner war. Gerade aus dem Rückraum kommt derzeit einfach zu viel wenig Torgefahr und somit Unterstützung für unser Angriffsspiel !”

Auch Geschäftsführer Björn Seipp schlägt in die gleiche Kerbe: „Für den Einsatz muss man der Mannschaft zum jetzigen Zeitpunkt der Saison ein großes Kompliment machen. Unsere Abwehr war richtig stark, was gerade einmal 23 Gegentore bei einem Gegner wie Leipzig unter Beweis stellt. Unsere Achillesferse ist derzeit aber das Angriffsspiel auf den Halbpositionen, das zu statisch und deshalb zu ungefährlich ist. Wir finden zwar immer wieder spielerisch gute Lösungen für die Außen und den Kreis, aber wenn der linke und rechte Rückraum nicht auch mal für einfache Tore sorgt, dann wird es schwer ein Bundesliga-Spiel zu gewinnen. Hier muss am Donnerstag, im letzten Heimspiel gegen Lemgo mehr Dynamik und Mumm rein.“     

Bester Torschütze bei der HSG Wetzlar war in Leipzig Maximilian Holst mit 7/5 Treffern.