HSG Wetzlar holt Unentschieden beim HC Erlangen

Bildquelle: HSG Wetzlar

DKB Handball-Bundesliga

Grün-Weiße mit dem Punkt zufrieden – 25:22-Führung fünf Minuten vor Spielende

25:25. Die HSG Wetzlar hat beim ambitionierten HC Erlangen nach einem guten und ausgeglichenen Handballspiel in der DKB Handball-Bundesliga einen Punkt geholt. Unmittelbar nach der Partie überwog bei den Grün-Weißen ein bisschen die Enttäuschung, denn fünf Minuten vor dem Ende hatte die HSG noch 25:22 geführt. Doch schon bei der Pressekonferenz zeigte sich Trainer Kai Wandschneider mit dem Zähler zufrieden. Zur Halbzeit hatte es 12:12 gestanden.

„Ich möchte heute beide Mannschaften zu einem Punktgewinn gratulieren“, sagte der HSG-Coach. „Wir haben ein gutes Handballspiel mit zwei taktisch gut eingestellten Mannschaften gesehen. Wir hatten ein paar Mal die Nase vorne, aber Erlagen hat unsere Fehler über einen starken Konter bestraft.“

Die Zuschauer in der Arena Nürnberger Versicherung bekamen vom Anpfiff weg ein ausgeglichenes Spiel zu sehen. Die HSG, die auf Jannik Kohlbacher (Ellbogen) verzichten musste, begann mit Anton Lindskog am Kreis. Der Schwede bildete zusammen mit seinem Landsmann Olle Forsell-Schefvert auch den zuletzt bärenstarken Innenblock. Christoph Steinert gelang es als erstem, die HSG-Defensive und Keeper Benjamin Buric zu überwinden. 2:2, 3:3 und 5:5 hießen die Zwischenstationen, kein Team konnte sich absetzen. Forsell-Schefvert brachte die Grün-Weißen beim 6:5 (10.) das erste Mal in Führung.

Filip Mirkulovski führte gegen die 5:1-Deckung der Hausherren, bei denen abwechselnd Michael Haaß und Nico Büdel auf der „Eins“ deckten, klug Regie. Der Mazedonier war auch selbst torgefährlich und traf zum 9:7 (16.). Maximilian Holst stellte kurz darauf die erste Drei-Tore-Führung für Wetzlar her. In den letzten zehn Minuten der ersten Hälfte verschenkte die HSG aber ein besseres Ergebnis. Der ansonsten starke Buric leistete sich bereits seinen zweiten Fehlpass zum Gegenstoß, sein Gegenüber Nikolas Katsigiannis kam besser in Spiel und konnte einige Bälle halten. Jonas Link markierte kurz vor der Pause das 12:12.

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel ausgeglichen. Wetzlar legte zumeist vor, der HCE antwortete postwendend. Bis zum 17:16 (41.) verwandelte Holst drei Siebenmeter sicher und gab seinem Team dadurch Sicherheit. Björnsen erzielte in Unterzahl per Gegenstoß das 20:18, doch Erlangen glich mit zwei schnellen Toren wieder aus (47./Thümmler).

Wandschneider brachte Alexander Hermann für Forsell-Schefvert, und der österreichische Nationalspieler führte sich gleich mit seinem Treffer zum 22:20 ein (50.).  Beim 23:21 führte die HSG wieder mit zwei Toren und hatte die Möglichkeit, zu erhöhen. Doch Erlangen verteidigte gut, und der Pass von Hermann landete unter Zeitspiel im Aus. In der 55. Minute gelang es Ferraz endlich, auf drei Tore zu erhöhen (25:22). Doch es sollte das letzte Tor der Grün-Weißen bleiben. Mit einem starken Schlussspurt rettete Erlangen einen Punkt.

„Es fühlt sich schon wie ein verlorener Punkt“, sagte HSG-Kreisläufer Anton Lindskog direkt nach dem Spiel. Teamkollege Stefan Kneer relativierte. „Wenn uns vor dem Spiel jemand gesagt hätte, dass wir unentschieden spielen, dann hätten wir das wohl unterschrieben“, so der ehemalige Nationalspieler.

HC Erlangen: Katsigiannis, Haßferter; Lux (2), Bissel (2), Stranovsky (2/1), Theilinger (1), Jonas Link (4), Haaß (1), Büdel, Nikolai Link (2), Steinert (5/1), Bayer, Gorpishin (1), Thümmler (5), Walz (n.e.).

HSG Wetzlar: Buric, Weber, Klimpke (n.e.); Holst (7/4), Kvist (1), Hermann (1), Kneer, Forsell-Schefvert (3), Mirkulovski, Pöter, Ferraz (2), Cavor (2), Björnsen (3), Volentics (n.e.), Kohlbacher (n.e.), Lindskog (6).

Im Stenogramm / Schiedsrichter: Grober/Kinzel. – Zuschauer: 4289