HSG Wetzlar im DHB-Pokal gegen „Nonplusultra im deutschen Handball“!

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LIQUI MOLY Handball-Bundesliga

Mittelhessen empfangen am Feiertag-Vorabend Titelverteidiger THW Kiel in der Rittal Arena - Anwurf am Mittwochabend um 20 Uhr - Kai Wandschneider: „Vorfreude bei uns ist riesig!“

Mit einer großen Portion Selbstvertrauen, jedoch auch dem nötigen Respekt vor der Aufgabe, gehen die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar am Mittwochabend in das Achtelfinale im DHB-Pokal. Dort empfangen die Grün-Weißen um 20 Uhr den Titelverteidiger THW Kiel in der Rittal Arena Wetzlar. „Der THW ist das Nonplusultra im deutschen Handball. Deshalb ist die Vorfreude bei uns riesig“, verrät Wetzlars Trainer Kai Wandschneider, der mit seinem Team in dieser Saison bereits den Topteams SG Flensburg-Handewitt und SC Magdeburg Punkte in der eigenen Arena abknöpfen konnte. Erst am vergangenen Donnerstag mussten sich die Magdeburger den Mittelhessen mit 28:29 geschlagen geben.  

„Natürlich waren das Big-Points für uns“, weiß Wandschneider, dessen Mannschaft aktuell auf dem 6. Tabellenplatz der LIQUI MOLY HBL rangiert und somit noch vor dem anstehenden Pokalsieger. „Das liegt aber nur daran, dass Kiel aktuell zwei Ligaspiele weniger absolviert hat. Auch nur irgendeinen Vergleich zwischen beiden Clubs anzustellen, wäre vermessen und komplett hanebüchen. Zwischen Kiel und uns liegen Welten – das Schöne im Sport ist aber, dass das beim Anpfiff am Mittwochabend zunächst einmal egal ist. Wir werden in den 60 Minuten mit Hilfe unserer Fans alles raushauen und versuchen eine Pokalrunde weiter zu kommen. Nichts anderes zählt in diesem Wettbewerb.“  

Der 59-jährige weiß, was auf sein Team zukommen wird. „Eine unheimlich ausgeglichene Mannschaft, die auf fast jeder Position, bis auf Rückraum rechts, wo Steffen Weinhold derzeit verletzt ist, mit Weltklasse-Spielern besetzt ist und diese Wechselmöglichkeiten auch geschickt nutzt. Alle Spieler werden einbezogen, sogar auf der Torhüterposition. Das ist derzeit eine große Stärke des THW“, lobt Wandschneider die Arbeit des neuen Coaches Filip Jicha. „Kiel spielt wirklich sehr variabel, was aber auch daran liegt, dass ehemalige Rookies wie Nikola Bilyk oder Lukas Nilsson mittlerweile wesentlich erfahrener sind und mehr Verantwortung übernehmen können. Den Unterschied kann zudem immer die 3:2:1-Deckung mit dem vorgezogenen Domagoj Duvnjak machen, an der sich auch Spitzenteams schon mal die Zähne ausbeißen, was für mich sehr beruhigend zu sehen ist. Es gibt also sehr viel und einiges Neues, was wir uns sehr genau anschauen müssen – aber wir werden vorbereitet sein.“  

Seinem Team spricht der Sport-Diplomlehrer ein großes Kompliment aus. „Wir haben jetzt drei Ligaspiele hintereinander gewonnen und setzen viel davon um, was wir uns in der Vorbereitung hart erarbeitet haben, wie zum Beispiel das schnelle Umschalten in den Gegenstoß. Gegen Magdeburg war das letztlich der Schlüssel zum Erfolg und auch gegen Kiel müssen wir dieses Mittel geschickt einsetzen“, verlangt Wandschneider. „Meine Spieler sind gut drauf und haben richtig Lust auf Handball. Das sieht man in jedem Training. Diese positive Einstellung gepaart mit der nötigen Konzentration und dem Willen, jeden Zweikampf gewinnen zu wollen, müssen wir auch am Mittwoch mit ins Spiel nehmen.“

Drei der letzten sechs Vergleiche mit dem Rekordmeister der Handball-Bundesliga konnten die Grün-Weißen in den vergangenen Spielzeiten für sich entscheiden. „Das zählt heute faktisch zwar nichts mehr, ist für unsere Köpfe aber gut. Zumal Kiel natürlich immer den Druck hat, dass verlangt wird, dass die Mannschaft den Pokalsieg holt, Deutscher Meister wird und auch in der Champions League etwas reißt“, weiß Wandschneider. „Kiel ist halt Kiel!“   

Aktuell werden zu dem Achtelfinal-Duell, dass von dem international pfeifenden Schiedsrichter-Gespann Robert Schulze und Tobias Tönnies geleitet wird, rund 3.000 Zuschauer in der Rittal Arena erwartet. Die Verantwortlichen der HSG Wetzlar weisen darauf hin, dass es noch Sitz- und Stehplatzkarten an der Abendkasse oder hier online gibt.