HSG Wetzlar lässt Hüttenberg im Linden-Cup-Derby keine Chance!

Bild: Jenniver Röczey

DKB Handball-Bundesliga

Erstligist siegt in der „Sauna von Linden“ souverän mit 26:20 – Youngster Till Klimpke mit starker erster Halbzeit

Die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar sind erfolgreiche in die 27. Auflage des Linden-Cups gestartet. Vor ausverkauftem Haus schlugen die Grün-Weißen den Zweitligisten TV Hüttenberg im Mittelhessen-Derby souverän mit 26:20 (11:8) – das allerdings unter erschwerten Bedingungen. 

Zum einen fehlte Trainer Kai Wandschneider neben Joao Ferraz (Fußverletzung) und Hendrik Schreiber (Adduktorenzerrung) kurzfristig auch Spielmacher Olle Forsell Schefvert, der im Vormittagstraining umgeknickt war und sich einen Bänderzerrung zugezogen hatte. Zum anderen herrschten aufgrund der Sommerhitze derartige Temperaturen, dass Spieler und Zuschauer schon vor dem Spiel komplett durchgeschwitzt waren und der Ball, trotz Harz, nach wenigen Pässen einer glitschigen Murmel glich.

„Wir haben jetzt beim Linden-Cup die letzten sieben Spiele gegen Hüttenberg gewonnen“, betonte Wetzlars Trainer Kai Wandschneider nicht ohne Stolz nach dem gelungenen Auftakt in der „Sauna“ von Linden. „Die Mannschaft hat das Derby von Anfang an sehr konzentriert und engagiert gespielt. Alle Spieler haben sich voll reingehängt und unsere Ausfälle so gut kompensiert.“

In dem mit Spannung erwarteten Spiel erwischte der Erstligist den besseren Start. Gestützt auf einen stark spielenden Torhüter Till Klimpke (sechs Paraden in der Anfangsviertelstunde) konnten die Wetzlarer Ballgewinne zu schnellen Treffern über die erste und zweite Welle nutzen. Kreisläufer Anton Lindkog traf in der 13. Spielminute zum 4:1. Beim Stand von 6:1 für die Grün-Weißen nahm Hüttenberg die erste Auszeit, die Wirkung zeigte. Bis kurz vor der Pause kam der Erstliga-Absteiger auf 8:11 heran, ohne jedoch für richtig Spannung sorgen zu können.

Nach der Pause wechselte Kai Wandschneider auf einigen Positionen, so standen nun die Außen Emil Frend Öfors und Lars Weissgerber auf der Platte, und auch Torben Waldgenbach bekam seine Einsatzzeiten. Und obwohl HSG-Trainer Kai Wandschneider mit den Youngsters spielte, ließ seine Mannschaft nie einen Zweifel darüber aufkommen, dass dieses Derby in Wetzlarer Hand blieb.

Der pfeilschnelle Lars Weissgerber erzielte die ersten beiden Treffer des zweiten Durchgangs per Gegenstoß und Stefan Cavor traf später zum 16:11 für den Favoriten, der bis zum Schluss alles sicher im Griff hatte und einen verdienten Auftaktsieg beim Linden-Cup feierte.

Ein Sonderlob seiner Trainer erhielt Torhüter Till Klimpke für seine Leistung, allen voran in der ersten Halbzeit.

Stenogramm:

HSG Wetzlar: Klimpke, Ivanisevic; Hermann (3), Kneer (1), Björnsen (1), Mirkulovski (1), Torbrügge (1), Weissgerber (3), Frend Öfors (2), Holst (2/1), Waldgenbach (2), Rubin (3), Lindskog (3), Cavor (4).

TV Hüttenberg: Schomburg, Weber; Sklenak (2), Lambrecht, Wernig (2), Lauer (1), Rompf (3), Zörb (1), Fernandes (1), Johannsson (1), Stegefeit, Mubenzem (2), Hahn, Zintel (6/1), Klein (1).

Schiedsrichter: Cesnik/Konrad. – Zeitstrafen: 12:4 Minuten. – Siebenmeter: 1/1:2/1.