HSG Wetzlar muss vorerst auf Alexander Hermann verzichten

Die HSG Wetzlar muss etwa sechs Wochen auf Alexander Hermann verzichten. Bildquelle: Leica-Akademie

DKB Handball-Bundesliga

Knieverletzung aus EM-Turnier stellt sich für österreichischen Nationalspieler als schwerwiegender heraus

Nächste Hiobsbotschaft für die HSG Wetzlar: Der Handball-Bundesligist muss mindestens sechs Wochen auf Rückraumspieler Alexander Hermann verzichten. Die Verletzung, die sich der österreichische Nationalspieler bei der Europameisterschaft in Kroatien am rechten Knie zugezogen hatte, hat sich als schwerwiegender als zunächst angenommen herausgestellt. Eine detaillierte MRT-Untersuchung bei Wetzlars Mannschaftsarzt Marco Kettrukat ergab jetzt, dass auch der knöcherne Ansatz des vorderen Kreuzbandes in Mitleidenschaft gezogen wurde.

„Nach der Verletzung von Anton Lindskog ist das natürlich der nächste Rückschlag für uns“, sagt HSG-Geschäftsführer Björn Seipp. „Alex hat sich in der Hinrunde zu einem echten Leistungsträger entwickelt. Dass er nun den Start in die Rückrunde verpassen wird, trifft uns hart. Wir hoffen, dass er bis spätestens zum DHB-Viertelfinale gegen den TVB Stuttgart wieder auf der Platte stehen kann.“

Hermann hatte sich im ersten Spiel der EM gegen Weißrussland am Knie verletzt, nachdem er mit einem Gegenspieler zusammengeprallt war. Bei einer ersten MRT-Untersuchung in Kroatien war durch die Mediziner vor Ort zunächst nur ein Knochenödem im Kniebereich diagnostiziert worden. Das zweite Vorrundenspiel hatte der 26-jährige Rückraumspieler daraufhin verpasst, ehe er im entscheidenden Spiel gegen Norwegen kurzzeitig wieder mitgewirkt hatte. „Heuten wissen wir, dass das ein viel zu hohes Risiko für Alex war“, so Seipp.