HSG Wetzlar schlägt TuS N-Lübbecke mit 25:20 und feiert dritten Sieg in Folge

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DKB Handball-Bundesliga

Flügelzange Kristian Björnsen und Maximilian Holst beste Wetzlarer Schützen

Die HSG Wetzlar hat in der DKB Handball-Bundesliga den dritten Sieg in Folge gefeiert. Die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider gewann vor 4166 Zuschauern in der Rittal Arena gegen den TuS N-Lübbecke souverän mit 25:20 (13:7) und rückt in der Tabelle weiter vor. Neben Kristian Björnsen und Maximilian Holst konnte auch Joao Ferraz in der Offensive ein Ausrufezeichen setzen. „Ich bin mit der Abwehrleistung vor allem in der ersten, aber auch in der zweiten Halbzeit sehr zufrieden. Und natürlich damit, dass wir die Punkte geholt haben“, freute sich HSG-Trainer Wandschneider. „Es war ein Arbeitssieg.“

„Das ist anders gelaufen, als wir uns das vorgenommen haben. Wir wollten eigentlich viel besser im Angriff kombinieren“, sagte ein enttäuschter Lübbecker Trainer Aaron Ziercke. „Da haben wir uns selbst im Weg gestanden.“

Wetzlar begann in der Abwehr mit dem schwedischen Erfolgsmittelblock Anton Lindskog und Olle Forsell-Schefvert, der schon in Kiel brilliert hatte. Und auch gegen den TuS zeigten die beiden ihre defensive Klasse. Nach 13 Minuten hatten die Grün-Weißen lediglich zwei Treffer kassiert. Im Angriff begann die Mannschaft von Kai Wandschneider mit Philipp Pöter auf der Mitte und Maximilian Holst auf Linksaußen, der den Vorzug vor Kasper Kvist erhalten hatte. Holst zahlte das Vertrauen zurück und war in der Anfangsphase gleich zweimal erfolgreich, netzte mit einem sehenswerten Heber zum 5:2 ein (10.).

In der Folge steigerte sich Lübbecke aber im Angriff. Angeführt vom flinken Kenji Hövels verkürzten die Gäste auf 4:6. Bei Wetzlar kamen nach einer guten Viertelstunde Filip Mirkulovski für Pöter und Stefan Kneer für Forsell-Schefvert in der Offensive. Holst baute den Vorsprung per Siebenmeter auf 8:4 aus (22.). Schon der dritte Treffer des trickreichen Linksaußen. Sein Gegenüber Kristian Björnsen sorgte mit einem Doppelschlag für das 11:6 (27.). Den Schlusspunkt der ersten Hälfte setzte wiederum Holst, der sich außen stark im Eins-gegen-Eins durchsetzte und zum 13:7 traf.

Nach dem Wechsel konnte der TuS zunächst verkürzen. Moritz Schade, der am Kreis für den Wetzlarer Neuzugang Nils Torbrügge gekommen war, band immer wieder einen oder mehrere Abwehrspieler und verschaffte seinen Rückraumschützen den nötigen Raum für gute Abschlüsse. Zusätzlich ließ die HSG-Defensive jene Aggressivität vermissen, die in den ersten 30 Minuten Grundlage für die hohe Führung war. Ante Kaleb traf nach 41 Minuten zum 12:16. Bei Wetzlar waren es die beiden Linkshänder Kristian Björnsen und Joao Ferraz, die für ihre Farben trafen. Nach einem traumhaften Anspiel von Ferraz netzte Björnsen per Heber zum 17:12.

Wandschneider brachte nach 46 Minuten im Tor Youngster Till Klimpke für Benjamin Buric, der nach starker erster Hälfte in Durchgang zwei etwas nachließ. Auch die Abwehr stabilisierte sich wieder – und ermöglichte Kristian Björnsen das 24:16 per Gegenstoß (50.). In den Schlussminuten bekam auch Nachwuchsspieler Hendrik Schreiber noch die Gelegenheit, sich auszuzeichnen.

HSG Wetzlar: Klimpke, Weber (n.e.), Buric; Kneer, Björnsen (7), Pöter (2), Ferraz (5), Mirkulovski (1), Schreiber, Volentics, Holst (7/2), Forsell-Schefvert, Kvist, Lindskog, Cavor (1), Kohlbacher (2).

TuS N-Lübbecke: Tatai, Birlehm; Genz, Kaleb (3), Bechtloff (3), Grabarczyk, Gierak, Bagaric, Gruszka (2), Rakovic (2), Torbrügge, Jaanimaa (4), Schade (3), Speckmann, Hövels (3).