HSG Wetzlar schwimmt weiter auf Erfolgswelle

Anton Lindskog (l.) und Olle Forsell-Schefvert dürfen auch gegen Lübbecke im Mittelblock beginnen. Bildquelle: Leica-Akademie

DKB Handball-Bundesliga

Wandschneider-Truppe im Jahr 2018 noch ungeschlagen

Die HSG Wetzlar schwimmt weiter auf der Erfolgswelle. Mit dem 25:20-Sieg gegen den TuS N-Lübbecke hat die Mannschaft von Trainer Kai Wandschneider den dritten Sieg in Folge gelandet. Nicht nur der Blick auf die Tabelle bringt dabei einige interessante Fakten zum Vorschein. Ein Überblick.

Im Jahr 2018 noch ungeschlagen: Wer hätte gedacht, dass die HSG Wetzlar nach drei Spielen im Jahr 2018 eine Bilanz von 6:0-Punkten aufweisen kann? Zumal das Auswärtsspiel beim Rekordmeister THW Kiel auf dem Programm stand. Doch selbst im hohen Norden konnte die Wandschneider-Truppe bestehen und mit 26:25 gewinnen. „Die Mannschaft hat eine unglaubliche Mentalität“, sagte der Trainer  damals. Nach dem Sieg gegen Frisch Auf Göppingen folgte am Sonntag der Erfolg gegen den TuS N-Lübbecke. Am Donnerstag geht es nun wieder in den hohen Norden, dieses Mal zur SG Flensburg/Handewitt. Ob die Serie bestehen bleibt?

Zweitbeste Defensive: Mit 551 Gegentreffern stellen die Grün-Weißen die zweitbeste Defensive der Liga. Lediglich die Rhein-Neckar Löwen haben mit 484 Gegentreffern weniger Tore kassiert. Allerdings hat der Deutsche Meister auch noch zwei Spiele weniger absolviert als die HSG.  Mit Anton Lindskog und Olle Forsell-Schefvert kristallisiert sich immer mehr die neue Generation Mittelblock heraus. Nach der überragenden Leistung in Kiel durften die beiden Schweden auch gegen Lübbecke beginnen. „Ich bin mit der Abwehr in der ersten und eigentlich auch noch in der zweiten Halbzeit sehr zufrieden gewesen. Das war 60 Minuten Einsatz und Wille“, hatte Wandschneider seine Mannen nach dem Spiel gelobt.

Heim-Debütant: Zwei Jahre nach dem Hendrik Schreiber in der Kieler Sparkassen-Arena sein Bundesliga-Debüt gefeiert hat, durfte er am Sonntag auch das erste Mal vor heimischem Publikum auflaufen. Der Junioren-Nationalspieler, der immer wieder von Verletzungen zurückgeworfen wurde, wurde von Wandschneider kurz vor Schluss gebracht. „Es ist schön, dass Hendrik jetzt auch endlich zu Hause mal aufs Parkett durfte“, so der Trainer.

Angst vor der Grippewelle: „Bei uns geht es langsam los“, sagt Wandschneider. Mit Evars Klesniks und Alexander Hermann liegen schon zwei HSG-Spieler flach. „Und ich habe heute den einen oder anderen Spieler von uns gesehen, den fand ich recht grau im Gesicht. Ich hoffe nicht, dass das jetzt um sich greift“, so der Trainer. „Was ich so höre, soll die Grippewelle richtig heftig sein.“ Aber Wandschneider steckt den Kopf nicht in den Sand. „Wir müssen uns auf die Spieler konzentrieren, die da sind. Und die sind stark genug, eine Top-Leistung abzurufen.“