HSG Wetzlar startet mit Heimspiel gegen Magdeburg in „Englische Woche“!

Bild: Oliver Richter/Leica Akademie

DKB Handball-Bundesliga

Mittelhessen empfangen Elbestädter am Dienstagabend um 19 Uhr in Rittal Arena – Einsatz von Rechtsaußen Kristian Björnsen fraglich

Zum Start der ersten „Englischen Woche“ in der DKB Handball-Bundesliga bekommen es die Bundesliga-Handballer der HSG Wetzlar gleich mit einem ganz dicken Brocken zu tun. Die Mittelhessen empfangen am Dienstagabend den SC Magdeburg in der Rittal Arena Wetzlar. Das Team aus der Elbestadt ist mit 4:0-Punkten und einem beeindruckenden Auftreten in die neue Spielzeit gestartet. Dementsprechend verteilt HSG-Trainer Kai Wandschneider den Gästen auch vorweg Komplimente: „Magdeburg spielt derzeit den schönsten Handball in der Liga. Sie sind ein eingespieltes Team, dass in dieser Saison viel erreichen kann!“

Aber auch mit der Form seiner jungen Mannschaft ist der 58-jährige sehr zufrieden. „Wir haben am Donnerstag in Lemgo ein richtig  tolles Spiel gemacht und hätten es absolut verdient gehabt, mindestens einen Punkt mitzunehmen. Es ist einfach nur schade, dass wir für diesen leidenschaftlichen Auftritt nicht belohnt wurden“, so Wandschneider, der bereits in Lemgo auf Rechtsaußen Kristian Björnsen wegen einer Oberschenkelzerrung verzichten musste. „Ob Kristian gegen Magdeburg dabei sein kann, steht noch in den Sternen.“

Ansonsten sollten bei den Grün-Weißen aber alle Mann an Bord sein. „Auch wenn der Spielplan für uns suboptimal ist, da wir bereits am Donnerstag wieder in Stuttgart ran müssen, werden wir gegen Magdeburg alles reinhauen, um zu versuchen, gemeinsam mit unseren Zuschauern, für die Sensation zu sorgen“, gibt sich der Coach kämpferisch. „Dass Magdeburg aber der haushohe Favorit ist, bedarf keiner gesonderten Erklärung.“

Die Gäste hatten sich im Sommer mit dem schwedischen Nationalspieler Albin Lagergren auf der Position im rechten Rückraum gezielt verstärkt. „Er komplettiert ein Team, dass auf allen Positionen mindestens doppelt gut besetzt ist und durch eine starke Abwehr mit herausragenden Torhütern besticht. Dazu ist die Magdeburger DNA das schnelle Konterspiel über die erste und zweite Welle, was sie beeindruckend durchziehen. Da kommt jede Menge Arbeit auf uns zu“, weiß Kai Wandschneider. „Aber, wir haben auch in der vergangenen Saison gegen Magdeburg in beiden Spielen richtig gut mitgehalten. Das macht Mut für die Aufgabe. Wir werden gut vorbereitet sein!“

Von seiner neuformierten Mannschaft erwartet der Coach, dass die Vorgaben konzentriert umgesetzt werden. „Taktische Disziplin ist gegen Magdeburg das A und O. Wir müssen im Angriff geduldig auf die lohnenswerte Abschlusschance spielen und dann sehr konsequent sein, so wie wir es in Lemgo bereits größtenteils richtig klasse gemacht haben. Danach wird unser Rückzugsverhalten von entscheidender Bedeutung sein. Wir brauchen einen schnellen und geordneten Rückzug, um die überfallartigen Angriffe des SCM frühzeitig stoppen zu können. Das haben wir gegen Lemgo zu Beginn nicht gut, aber danach richtig stark hinbekommen“, analysiert Wandschneider.

Was dem Team des 58-jährigen nach der Magdeburg-Partie blüht, nämlich das nächste Spiel nur 48 Stunden später, müssen die Gäste morgen Abend bewältigen. Die Mannschaft von SCM-Coach Bennet Wiegert hatte erst am Sonntagnachmittag den SC DHfK Leipzig im Ost-Derby in der GETEC-Arena zu Gast. „Auch Bennets Spieler sind nur Menschen und müssen diese Belastung erst einmal wegstecken. Das kann eine kleine Chance für uns sein“, weiß Wandschneider, der auf die Unterstützung der Fans baut. „Wir haben ein herausragendes Publikum, dass den Spielern am Dienstagabend über 60 Minuten den Rücken stärken muss. Diese Fanpower braucht unsere junge Mannschaft, wenn sie gegen ein solches Topteam der Liga antritt. Das verleiht uns zusätzliche Kräfte!“

Anwurf der Partie in der Rittal Arena ist um 19.00 Uhr. Aktuell sind noch Sitz- und Stehplatzkarten im Vorverkauf erhältlich. Die Leitung des Traditionsduells haben die Unparteiischen Peter Behrens und Marc Fasthoff, die von den Geschäftsführern und Trainern in der zurückliegenden Spielzeit zum „Schiedsrichter-Gespann der Saison“ gewählt wurden. Die Spielaufsicht hat Ralf Damian.